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Die Woche wird auf acht Tage ausgedehnt
30.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Gernsbach - Die 30. Puppentheaterwoche wird eine besondere. Nicht nur das Programm in der Gernsbacher Stadthalle wächst auf 13 Stücke (siehe "Zum Thema"), 24 Vorstellungen und einen Workshop. Auch der Etat klettert um mehr als zehn Prozent auf rund 42000 Euro, die Sponsoren lassen sich im Jubiläumsjahr nicht lumpen und verdoppeln ihre Gelder - und sogar die Woche wird von sieben auf acht Tage ausgedehnt.

Die 30. Puppentheaterwoche beginnt bereits freitags. Am 16. März (20 Uhr) verspricht das Puppentheater Magdeburg eine "Wilde Reise durch die Nacht". Florian Kräuter, Sohn des Gernsbacher Organisators Frieder Kräuter, zeigt zum Auftakt einen "wilden Sinnes-Trip quer durch das zeichnerische Universum Gustave Dorés", wie es im neuen Programmheft mit Blick auf den laut Frieder Kräuter "größten Illustrator aller Zeiten" heißt. "Ich freue mich sehr auf das Kultur-Highlight, das ich zum ersten Mal genießen kann", betonte Bürgermeister Julian Christ bei der Vorstellung der 13 Stücke und des Workshops für Kinder, der am 24. März (14.30 bis 17 Uhr) im Werkladen Staufenberg stattfindet. Eine "Ausstellung mit Puppen", die an den acht Tagen jeweils von 14 bis 16 Uhr in der Stadthalle zu beäugen ist, der Neustädter Dornerei rundet das Angebot ab.

Für die "Wilde Reise durch die Nacht" wird eine besondere Bühnenkonstruktion und -technik benötigt, erläuterte Kräuter gestern. Der Künstlerische Leiter betonte, dass die Magdeburger nur eingeladen werden konnten, weil die Firma "Hell begeistert" mit im Boot sei. Die Lichtdesigner und -techniker bedienen auch die Anlage und tragen laut Kräuter zudem "einen hohen Teil der Kosten". Durch das Engagement der daher als einer der vier Hauptsponsoren geltenden Firma werden zudem drei weitere aufwendige Vorstellungen in Gernsbach möglich: "Der Friedhof oder das Lumpenpack von San Cristóbal" (Ensemble Materialtheater aus Stuttgart) am 22. März, der Figurenthriller "Elchjagd" (Thalias Kompagnons) am 23. März und "Schwein, Weib und Gesang". Mit diesem heiteren Stück für das Finale am Samstag, 24. März, heimste Kathrin Bosshard vom Theater Fleisch und Pappe den "Schweizer Kleinkunst Innovationspreis" ein.

Zu den Höhepunkten wird auch "Caravaggio" zählen. Das Pforzheimer Figurentheater wird dabei besonders ausgezeichnet: Zuletzt traten beim 25-jährigen Jubiläum der Puppentheaterwoche Ensembles mit demselben Stück ein zweites Mal auf. Diese Ehre wird nun Raphael Mürle mit seiner Hommage an den "Maler, Rebell und Genie" zuteil. "Auf Publikumswunsch zeigen wir ,Caravaggio' erneut", erläuterte Kräuter. Selbst auf der Bühne steht der Gernsbacher am großen "Geburtstagsabend" am Samstag, 17. März. Ab 19.30 Uhr wird der Impresario der Puppentheaterwoche, die bisher mehr als 65000 Fans anzog, die 30 Jahre Revue passieren lassen. Die Schar der Sponsoren, die von 19 auf 21 anwuchs, unterstützt den runden Geburtstag heuer besonders: Ihr Beitrag für die Erfolgsgeschichte explodierte schier von 9200 auf 19200 Euro. Weitere Zuschüsse und

Einnahmen aus Kartenverkäufen sollen den höheren Etat abdecken. Für Kinder und Gruppen gibt es wieder Sondervorstellungen. Familien kommen zum Beispiel bei "Kuh Lieselotte", "Der Sturm", "Der Löwe und die Maus oder "Die Fiedelgrille& der Maulwurf" auf ihre Kosten.

Dass Detlef Heinichen mit seinem Theatrium Figurentheater wieder mit von der Partie ist, freut Kräuter enorm. Im Vorjahr war der Dresdner auf der Heimfahrt vom "Pech verfolgt, ihm brannte der Bus mit einem großen Teil seiner Ausstellung aus", erinnerte der Organisator. Dank einer Welle der Unterstützung ist Heinichen mit "Schlafes Bruder" erneut bereit für Gernsbach.

Infos: Der Vorverkauf beginnt nächsten Montag, 5. Februar, beim Kulturamt der Stadt Gernsbach und in allen Geschäftsstellen des Badischen Tagblatts sowie auf www.reservix. de. Die Eintrittspreise betragen zwischen sechs Euro (ermäßigt) und maximal 23 Euro.

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