http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Arbeitsplätze schaffen, Attraktivität steigern
Die Industriebrache Wolfsheck könnte in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.  Foto: av /  Mack
01.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Leitbild umsetzen, Attraktivität der Gemeinde verbessern, Arbeitsplätze schaffen - die Fraktionen im Forbacher Gemeinderat waren sich in den Hauptthemen einig. Einstimmig verabschiedete das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend den Haushaltsplan für 2018. Moderate Töne herrschten vor, die Sprecher beschränkten sich auf Sachthemen.

Das Gesamtvolumen des Etats 2018 beträgt rund 16,8 Millionen Euro. Eine Zuführung des Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt von rund 814000 Euro ist kalkuliert, eine Kreditaufnahme nicht vorgesehen.

Auf einen politischen Schlagabtausch wolle die CDU verzichten, so deren Sprecherin Sabine Reichl. Die Christdemokraten sehen verantwortliches Handeln mit vorhandenen wirtschaftlichen und personellen Ressourcen seit Jahren mit oberster Priorität.

An Aufgaben für die Gemeinde mangele es nicht, so Reichl. In der Verwaltung sollte man die Personalausgaben im Blick haben. Der Gemeinderat habe mit der Leitbildentwicklung gezeigt, dass es einen festen Glauben an eine positive Entwicklung für Forbach gebe.

Die Attraktivität gelte es weiter zu stärken. Dazu zähle die Neugestaltung der Homepage. Der Breitbandausbau sei von entscheidender Bedeutung bei der Standortentscheidung für die Gewerbeansiedlung. Die "großartige Landschaft" sei in vielen Bereichen mehrfach geschützt. Dies bereite auch Probleme beim Umsetzen touristischer Projekte. Beim Thema Windkraft spricht sich die CDU weiterhin gegen eine Ausweisung von "ohnehin wenig geeigneten Flächen" aus. Straßeninstandsetzung, Dauerpflegeplätze für Senioren oder die Sicherheit im Ort waren weitere Themen, die angesprochen wurden. Den Zustand von Murg- und Sporthalle bezeichnete Reichl als "Sanierungsdesaster" und mahnte ein Nutzungs- und Sanierungskonzept an.

Der vorgelegte Haushalt werde beherrscht von Pflichtaufgaben, "um die wir nicht herumkommen", sagte Achim Rietz für die FWG-Fraktion. Ihr Anliegen 2017 sei gewesen, bei einer Klausurtagung die finanzielle Situation der Gemeinde zu verstehen und anstehende Investitionen zu priorisieren. Leider sei es nicht dazu gekommen, dem Gemeinderat seien häppchenweise einzeln Themen isoliert vorgestellt worden, was zu unnötigen Irritationen und Diskussionen geführt habe. Diese Vorgehensweise stoße bis heute bei der FWG auf großes Unverständnis, man werde für 2018 erneut auf einer Klausurtagung bestehen. Was am Haushaltsentwurf fehle, seien Zielformulierungen, die aus dem Leitbildprozess resultieren, kritisierte Rietz. Nach den mutig formulierten Leitzielen müssten ebenso mutige realisierbare Strategien und konkrete Maßnahmen folgen.

Dazu gehöre die Wiedergewinnung von verlorenen Arbeitsplätzen in Gewerbe, Handel und Tourismus. Dies sei der Schlüssel zu mehr Einwohnern, die Ausweisung von Gewerbeflächen gehöre untrennbar dazu, so Rietz.

Gewerbeflächen bereitstellen

Wirtschaftsförderung bedeute in erster Linie die Bereitstellung von Gewerbeflächen. Mit dem Umbau des Wolfsheck-Areals in ein Gewerbegebiet habe man die einmalige Chance, größere Unternehmen anzusiedeln, erläuterte Horst Fritz (SPD). Die Weichen seien gestellt. Der Gemeinde liegt ein Angebot des Eigentümers, der Karl-Gruppe, vor. Dies sei im Arbeitskreis Wolfsheck besprochen worden. Die weitere Grundlagenermittlung stehe noch aus, so Bürgermeisterin Katrin Buhrke auf BT-Nachfrage. Der Arbeitskreis habe Änderungsvorschläge unterbreitet, die Antwort stehe aus, berichtete AK-Mitglied und SPD-Gemeinderat Gunther Arntz auf Anfrage.

Ein weiterer wesentlicher Baustein sei die Verbesserung der Außendarstellung. "Wir dürfen uns nicht im Tal verkriechen, sondern müssen aktiv und selbstbewusst für Forbach werben", machte Fritz deutlich. "Anstatt über den millionenschweren Investitionsstau zu jammern, sollten wir besser die einzigartigen Merkmale unserer Gemeinde herausstellen." Wirtschaftsförderung und Außendarstellung seien Pflichtaufgaben.

Für Grünen-Rätin Margrit Haller-Reif bedeuten die geplanten Maßnahmen die Verbesserung der Lebensqualität und eine Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde. Als Beispiel nannte sie die Trinkwasserversorgung.

Beim Thema Feuerwehr sei seitens des Gemeinderats viel Vertrauen gegenüber der Vorstandschaft verspielt worden, die sich kooperativ und kostenbewusst verhalten habe. "Kontrolle ist gut, aber Vertrauen und Übernahme von Verantwortung zugunsten der Sicherheit unserer Bürger ist besser." Weiter appellierte sie, sachgerechte Entscheidungen ohne Fraktionszwänge zu fällen und Mut und Verantwortungsbewusstsein, auch bei unpopulären Entscheidungen, zu zeigen. Eine Absage erteilte sie an die "Vertageritis" und die "fast schon automatisierte Fundamental-Opposition", die bei der Erfüllung der Leitlinien und auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Gemeinde zu sehr aufhalte.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rastatt
Der alten Druckerei entwachsen moderne Büros

26.01.2018
Aus Druckerei werden Büros
Rastatt (ema) - Mehrere Millionen Euro investiert das Rastatter Unternehmen H-S in die ehemalige Druckerei Greiser in der Karlsruher Straße. Im November wird L′tur mit 200 Mitarbeitern als Ankermieter einziehen. Geplant ist auf dem Areal ein Dienstleister-Campus (Foto: ema). »-Mehr
Lichtenau
Jochen Schweizer in Scherzheim: Eine Fahrt mit dem Langholzlaster

12.01.2018
Eine Fahrt mit dem Langholzlaster
Lichtenau (mig) - Über den Anbieter Jochen Schweizer können Interessierte eine Fahrt mit dem Langholzlaster in Scherzheim buchen. Der 32-jährige Joachim Dickescheid hat es als Erster ausprobiert und schwärmt von der als "Erlebnis für große Jungs" angepriesenen Aktion (Foto: mig). »-Mehr
Karlsruhe
Chance für junge Menschen und für Firmen

11.01.2018
Über 320 Firmen bei "Einstieg Beruf"
Karlsruhe (red) - Bei der "Einstieg Beruf", der größten Ausbildungsmesse der Region, werden am 20. Januar in der Messe Karlsruhe mehr als 320 Unternehmen und schulische Ausbildungsstätten aus der Technologieregion Karlsruhe über rund 180 Ausbildungsberufe informieren (Foto: pr/av). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Die richtige Unterlage entscheidet über die Lebensdauer des Laminatbodens.  Foto: pr

01.01.2015
Dauerhafte Eleganz auf solider Basis
Baden-Baden (red) - er sich auf die Suche nach einem neuen Bodenbelag für seine Innenräume macht, greift immer häufiger zu Laminat. Die Echtholzboden-Alternative überzeugt durch Individualität, Flexibilität und Robustheit. Zusätzliche Attraktivität gewinnt Laminat durch seine einfache Verlegemethode (Foto: pr). »-Mehr
Ho
Schwimmende Märkte und jede Menge Mopeds. Fotos: Jörger

23.11.2012
Ursprünglich und modern: Vietnam
Ho-Chi-Minh-Stadt (red) - In Vietnam begegnen dem Besucher ursprüngliche Dörfer, moderne Städte, üppige Felder und schwimmende Märkte. Es ist ein reichhaltiges Land mit wunderschönen Landschaften und einem pulsierenden Leben in seinen Städten (Foto: ela). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Außenminister Sigmar Gabriel genießt bei den Wählern hohes Ansehen. Was denken Sie, sollte er den Job auch künftig machen dürfen?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen