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"Wir sind auf einem guten Weg"
02.02.2018 - 00:00 Uhr
Vor Thomas Senger

Gaggenau - Es ist still geworden um das Wohnbauprojekt auf dem Schwörer-Areal. Zwischen Rotherma-Querspange und Aldi plant die Tiryaki-Projektentwicklung aus Freudenstadt mehrere Dutzend Wohnungen in mehrgeschossigen Häusern. "Aber wir sind weit vorangeschritten und auf einem guten Weg", versicherte gestern Firmenchef Orhan Tiryaki auf BT-Anfrage. Er hoffe auf einen Baubeginn Anfang 2019.

Insbesondere die Zahl der Geschosse hatte bei Anwohnern für Aufregung gesorgt. Deren Bedenken hatte insbesondere der Verband Wohneigentum vorgetragen. Eine zu dichte und massive Bebauung, mehr Verkehr, Parkplatzprobleme, Veränderungen im Stadtklima und größere Hochwassergefahren könnten das intakte Wohnumfeld beeinträchtigen, so die Befürchtungen.

An einem "Stadteingang von Gaggenau" habe man eine "offene Struktur und Durchlässigkeit" vorgesehen, hatte Architekt und Stadtplaner Daniel Schönle im Mai 2016 betont: Alle privaten Pkw der Bewohner sollen in einer gemeinsamen Tiefgarage mit 105 Plätzen untergebracht werden.

Am Montag vergangener Woche hatte der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung das Thema beraten, bestätigt die Stadtverwaltung. "Zwischenzeitlich liegen der Verwaltung alle erforderlichen Gutachten, wie beispielsweise zum Lärmschutz, Hochwasserschutz, Verkehr und Naturschutz vor", erläutert Pressesprecherin Judith Feuerer. Voraussichtlich am 5. März solle in öffentlicher Sitzung über die Offenlage des Bebauungsplanes beschlossen werden.

"Im Vorfeld dazu gab es dafür mit dem Gemeinderat eine Abstimmung mit engen Vorgaben hinsichtlich der erforderlichen Stellplätze und maximal zulässigen Wohneinheiten, die sich an den bisher getroffenen Festlegungen orientieren", so Feuerer.

"Dieser Standort brauchteineLandmark"

Im weiteren Verfahren des Bebauungsplans sollen die Bürger eingebunden werden. Ein städtebaulicher Vertrag sei in Arbeit, ergänzte Investor Orhan Tiryaki. Auch wenn es bei maximal fünf Geschossen bleiben solle: "Dieser Standort ist an einer Haupteinfall- und Ausfallstraße", betonte er mit Blick auf die in unmittelbarer Nachbarschaft vorbeiführende Rotherma-Querspange und den Anschluss Gaggenau West zur B462 in circa 200 Metern: "Dieser Standort braucht eine Landmark" - also einen deutlich sichtbaren architektonischen Akzent.

Noch nicht endgültig geklärt sei die Zahl der Wohnungen, die in dem halben Dutzend Wohngebäuden entstehen sollen. Es könnten an die 79 werden, so der derzeitige Stand. Bislang ging man in Gaggenau von 70 Wohnungen aus. Tiryaki betont, eine eventuell höhere Zahl als 70 solle nicht durch größere Gebäudemaße erreicht werden, sondern durch andere Zuschnitte und Wohnungsgrößen. Letztlich sei auch für Zweizimmerwohnungen ein Markt vorhanden.

Auf der Tiryaki-Homepage finden sich Bilder eines Projekts in Nagold, das dem Gaggenauer nicht unähnlich ist.

www.tiryaki.org

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