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Schräge Töne in den Altstadtgassen
05.02.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - 22 Jahre ist es her, als nach langer Zeit in Gernsbach erstmals wieder ein Narrenbaum gestellt wurde. Umso mehr freuten sich die Waldschädder am Samstag über das närrische Jubiläum. Mit vereinter Manneskraft und unter der Mithilfe eines gut gelaunten Publikums sowie viel "Narri-Narro"-Geschrei errichteten sie das sichtbarste Zeichen närrischen Brauchtums, den Narrenbaum.

Die Schönheit des Baums lobte Bürgermeister Julian Christ. Auf dass die Fastnacht lebe und weiter Bestand habe, rief das Stadtoberhaupt den Narren auf dem gut gefüllten Marktplatz zu. Von einer bestandenen Feuertaufe sprach Nicole Gruber, Waldschädderin und Moderatorin. Sie hielt gemeinsam mit Corinna Lang und Thorsten Leber die am Straßenrand stehenden Besucher über die Gruppen auf dem Laufenden. Bis zum Aschermittwoch ist die Fichte für alle Narren der Mittelpunkt ihrer närrischen Welt. Traditionell wird der Baum von den Bleichhexen geschmückt. Seine Qualitäten als Baumkletterer stellte Johannes Vierling unter Beweis. Er brachte die Zunfttafeln am Baum an.

Im Anschluss boten an die 1700 Hästräger, organisiert in 85 Gruppen, den vielen hundert Besuchern ein buntes, fröhliches Spektakel, angeführt vom neuen Prinzenpaar ,der "Fiddel" Prinzessin Denise I. (Schiel) und Prinz Patrik I. (Wild), sowie den Bleichhexen. Für viele ist das heitere Narrenstelldichein inzwischen ein Traditionstermin. Für die Kristallhexen aus der französischen Partnerstadt Baccarat sowieso. Sie nehmen jährlich die Anfahrt nach Gernsbach auf sich, um an dem Umzug teilzunehmen.

Der Waldschädder, abgeleitet vom "Wilden Mann", ist ein guter Waldgeist. Seit 1995 beleben die Geister in Gernsbach die Tradition der Straßenfastnacht zur Austreibung des Winters. "Es macht einfach Spaß zuzuschauen", sagte Martina Mary, Vorsitzende der Stadtkapelle. "Das Narrentreiben und der Besuch des Narrendorfes ist einfach schön", ergänzt ihre Nachbarin am Straßenrand.

Ein Intermezzo an närrischen Schlachtrufen, von Narri-Narro über Ahoi, Uhu, Krah-Krah-Hurra bis hin zu Hajo oder Hexe spring, ergoss sich über die dicht gedrängt stehenden Besucher am Rand des Umzugs. Guggenmusiken aus der Region schickten schräge Töne durch die Gassen.

Ein wahrer Regen an Süßem prasselte auf die Narrenschar nieder. Holzmaskenträger aus Ettlingen-Oberweier, Obertsrot, Reichental, Lautenbach, Ottenau, Sandweier oder auch von weiter her begeisterten mit ihren Kostümen und Masken und sorgten damit für Spaß und gute Laune auf Gernsbachs Straßen. Auch trieben sie den ein oder anderen Schabernack mit vornehmlich jungen Besucherinnen.

Die Umzugsstrecke führte den närrischen Lindwurm vom Färbertorplatz über die Hauptstraße hoch zur Stadthalle. Dort konnten sich die Narrengruppen aufwärmen und bei Kaffee und Kuchen erholen.

Ein Auge auf den gesitteten Umgang miteinander hatten die eingesetzten Sicherheitsdienste und die Ordnungskräfte der Polizei. Auch das Jugendschutzteam der Gruppe HaLT (Hart am Limit) war mit zwei Vierergruppen im Einsatz. Sie zeigten nicht nur an den Haltestellen Präsenz. Teammitglieder stiegen schon in Rastatt in die mit Narren gesteckt vollen Stadtbahnen. "Bis auf einige Einzelfälle ist die Lage ruhig", beschrieb Wolfgang Langer von HaLT die Situation.

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