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Dickes Lob für Klausur und Markus Burger
Die 'Teufelsmühle' ist einer der Anziehungspunkte in Loffenau. Sie soll durch entsprechende Bewirtung für Einheimische wie Touristen attraktiver werden.  Foto: BT-Archiv/Juch
06.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - "Sehr positiv und konstruktiv" empfand Bertram Herb die zweitägige Klausur. "Das war ein optimaler Einstieg und ein absolut positives Wochenende", assistierte Helmut Möhrmann. "Mir hat es sehr gut gefallen", ergänzte Reiner Singer. Loffenaus neuer Bürgermeister Markus Burger kann deshalb auch sehr zufrieden sein mit den Gesprächen des Gemeinderats im "Panorama-Hotel" in Bad Herrenalb und freute sich: "Die Klausur war ein voller Erfolg!"

Der junge Schultes wollte die Themen der "nächsten fünf, zehn Jahre", gar der nächsten 15 "diskutieren und beleuchten". Dazu bedurfte es keines "externen Beraters", betonte er gestern. Auch so entstand eine positive Atmosphäre, die ihm wie allen Fraktionen zusagte. Persönlich bekam Burger überdies viel Lob gezollt: "Bei der Klausur hatten alle Gemeinderäte, nicht nur die Fraktionssprecher, die Gelegenheit, sich zu äußern. Herr Burger hat einen anderen Stil als Herr Steigerwald", vergleicht Herb als CDU-Gemeinderatschef den neuen Mann an der Rathaus-Spitze mit seinem Vorgänger. "Jeder durfte ausreden", befand Singer aus Sicht der FWG und ergänzte, "der Bürgermeister hat das sehr gut gemacht." Insofern war es keine Politiker-Phrase, wenn Burger von einer "vertrauensbildenden Maßnahme" in Bad Herrenalb spricht, die sich gelohnt habe, auch wenn "keine Beschlüsse gefasst" worden seien.

Inhaltlich orientierte sich der Gemeinderat bei der Tagung am Wahlprogramm des 33-Jährigen vom September 2017. Dabei hatte der Loffenauer die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde und das "Oberziel, die Einwohnerzahl zu halten", im Blick. Beides sieht Burger miteinander verquickt, weil "davon die Schlüsselzuweisungen vom Land und der Einkommensteueranteil abhängen". Um keinen weiteren Bevölkerungsschwund unter 2500 beklagen zu müssen, setzt das Dorfoberhaupt auf eine gute Jugend- und Kinderbetreuung, eine intakte Infrastruktur, öffentlichen Personennahverkehr, Digitalisierung im Ort und eine neue Homepage als Werbeplattform. So soll insgesamt den veränderten "Familienmodellen" Rechnung getragen werden.

Der Tourismus soll nicht nur Geld in die Kassen spülen, sondern auch für die Einheimischen Loffenau lebenswerter machen. "Wenn wir den Tourismus vorantreiben und so ,Teufelsmühle' und ,Adlerstuben' auf Vordermann bringen, macht das den Ort auch langfristig attraktiver für uns", verweist Herb auf die Stärkung der "Nahversorgung". Durch die Klausur habe sich der Gemeinderat auch ohne Beschlüsse "in die richtige Richtung aufgemacht".

Als einen der "wichtigsten Punkte" sieht Möhrmann die "Kindergarten-Frage und was sich ändern muss". Dem Frontmann der SPD&Aktive Loffenauer Bürger stößt dabei die Politik in Stuttgart "sauer auf", die immer mehr fordere, aber die Kommunen bei der Finanzierung im Regen stehenlasse. Vom Gemeindetag gebe es alarmierende Signale, dass wieder weniger Zuschüsse vom Land fließen sollen. "Dass in dem Bereich womöglich gestutzt wird, verstehe ich nicht. Für uns ist die jährliche Belastung von mehr als einer Million Euro ein erheblicher Brocken", unterstreicht Möhrmann.

Trotz des hohen Arbeitstempos und der "ruhigen, souveränen Sitzungsleitung des Bürgermeisters" sind laut Singer "noch nicht alle Themen durch". Daraus zieht der Loffenauer FWG-Fraktionssprecher den Schluss: "Das spricht aber auch dafür, dass solch eine Klausur nötig war."

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