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Bekenntnis zum Standort
Das Niederdruckwerk des Rudolf-Fettweis-Werks: Seit 100 Jahren wird in Forbach Strom erzeugt.  Foto: av
07.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Ob es zum Bau eines neuen Oberbeckens für ein Pumpspeicherkraftwerk in Forbach kommen wird, ist derzeit fraglich. Die Überlegungen zum Bau einer neuen Oberstufe mit Speicherbecken oberhalb der Schwarzenbachtalsperre beim Seekopf werden "zunächst zurückgestellt", teilte die EnBW in der vergangen Woche mit (das BT berichtete). Die Planungen für eine neue Unterstufe im Tal werden hingegen vorangetrieben, der Zulassungsantrag ist beim Regierungspräsidium eingereicht. "Ein klares Bekenntnis zum Standort Forbach", so Bürgermeisterin Katrin Buhrke.

Umfassende Pläne hatte die EnBW im Oktober vorgestellt. Das Potenzial der Schwarzenbachtalsperre werde nicht voll ausgeschöpft, hieß es. Zunächst liege der Schwerpunkt allerdings auf der neuen Unterstufe, macht Projektleiter Ulrich Gommel deutlich.

Gebaut werden auch zwei Hydro-Fischlifte am Niederdruckwerk in Forbach und am Wehr Kirschbaumwasen. Für Kirschbaumwasen liege die Baugenehmigung bereits vor, für das Niederdruckwerk wird sie in den nächsten Monaten erwartet. Für dieses Jahr ist der Baubeginn vorgesehen, um die Durchgängigkeit der Murg für Fische zu gewährleisten.

Seekopf bleibt im Blickfeld

Die Fischwanderhilfen sind ohne größere Eingriffe in die denkmalgeschützten Bauwerke realisierbar. Wegen enger Platzverhältnisse und schwankender Wasserstände sind Fischtreppen nicht möglich. Die Fische werden in eine Art Aufzugskabine geleitet. Diese gleitet in einem Schacht nach oben oder unten.

Der jetzt eingereichte Zulassungsantrag ist die nächste Stufe für das Projekt im Planfeststellungsverfahren. Falls das Regierungspräsidium die Planungen befürworte, werde es zur Offenlage kommen.

Das Thema Oberstufe am Seekopf werde man nicht aus den Augen verlieren, versprach Gommel für die EnBW. Zunächst soll mit dem Ausbau der Unterstufe l das Speicherpotenzial des Standorts und damit die Wirtschaftlichkeit des Wasserkraftwerks erhöht werden. Nur so könne das Unternehmen den Standort langfristig sichern.

Für die neue Unterstufe im Tal soll das bestehende Ausgleichsbecken in Forbach als Unterbecken genutzt und um einen neuen unterirdischen Kavernenspeicher im angrenzenden Berg erweitert werden. Die Schwarzenbachtalsperre dient weiterhin als Oberbecken. Die komplette Kraftwerkstechnik wird in einer Kraftwerkskaverne im Berg untergebracht. Die Gebäude bleiben bestehen, sie stehen unter Denkmalschutz.

Das vorgesehene Investitionsvolumen beträgt rund 130 Millionen Euro. Mit der Investitionsentscheidung des Vorstands wird für Mitte bis Ende des Jahres 2020 gerechnet. Wesentliche Faktoren seien die Wirtschaftlichkeit des Projekts sowie die energiewirtschaftlichen Randbedingungen.

Die Forbacher Bürgermeisterin wünscht sich eine erneute Bürgerinfo, zusammen mit der EnBW.

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