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"Mangelnde Transparenz und Kommunikation"
'Mangelnde Transparenz und Kommunikation'
07.02.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red/tom) - Zur Beratungsstelle für anerkannte Flüchtlinge im Pavillon der Hebelschule meldet sich der Elternbeirat zu Wort. Wie berichtet, hatten Eltern Kritik geäußert. Zum einen darüber, dass die Stadt schulische Räume an den Landkreis vermiete, obwohl die Kernzeitbetreuung an der Schule aus allen Nähten platze.

Darüber hinaus wurden Sorgen laut, "insbesondere nachdem einige Flüchtlinge zunächst nicht den Weg zur Beratungsstelle gefunden hatten und auf dem Schulgelände umher geirrt waren", bestätigte das Rathaus.

Die offene Sprechstunde der Sozialberatung werde künftig nicht an der Schule, sondern im Rathaus stattfinden. Einzelberatungen nach Terminvergabe hingegen im Schulpavillon. Die Beschilderung sei verbessert worden.

"Wir distanzieren uns ganz klar und mit aller Deutlichkeit von jeglichen fremdenfeindlichen Kommentaren in den sozialen Medien", so die Pressemitteilung des Elternbeirats. Grundsätzlich befürworte das Gremium die Erweiterung des Angebots "zur besseren Integrationsmöglichkeit und damit auch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im sozialen Bereich". Wie der Vorsitzende Ralf Reisigel ausführt, "hat die Aufregung nach Eröffnung der Beratungsstelle unserer Meinung nach nur durch mangelnde Transparenz und Kommunikation gegenüber der Elternschaft und der Schule stattgefunden. Hier wünschen wir uns für künftige Themen, auch außerhalb unseres Einflussbereichs, dass die Stadt Gaggenau respektvoller mit uns und den Betroffenen umgeht".

Hebelschule braucht mehr Räume

Wären die betreffenden Stellen rechtzeitig informiert worden, hätten Besucher der Beratungsstelle nicht am oder im Gebäude der Hebelschule "fragend und suchend umherlaufen" müssen. Denn Eltern, Schulleitung, Kollegium und Mitarbeiter der Schule hätten Unterstützung anbieten können, "anstatt mit Fragezeichen oder gar Vorurteilen nach Antworten zu suchen. Hier hätten sich alle Beteiligten viel Ärger und Zeit oder, wie die Stadt schreibt, ,Irritationen' ersparen können".

Gleichwohl meint der Elternbeirat zum Standort: "Sollte Integration nicht Teilnahme an alltäglichen Geschehnissen wie den Besuch beim Wochenmarkt oder Stadtbücherei, Cafés und Bäckereien im Herzen der Stadt und mit den Bürgern Gaggenaus sein?"

Denn Integration sollte doch zentral, gemeinsam "und nicht am sogenannten ,grünen Ende' Gaggenaus, in einem Grundschulbezirk stattfinden, welcher nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nur einer schlechten Beschilderung zu erreichen ist. Natürlich hat Integration Platz in einer Grundschule, aber eben in der Gemeinschaft der Kinder und mit Unterstützung der Eltern- und Lehrerschaft".

Weiter gibt der Elternbeirat zu bedenken: "Mit etwas mehr Weitsicht hätte eine Vermietung von freien Räumlichkeiten an der Hebelschule erst gar nicht stattfinden dürfen, da weitere Räume für den künftigen Schulbetrieb und für das Betreuungsangebot dringend gebraucht werden." Angesichts einer ständig wachsenden Schülerzahl sei es wichtig, dass das Versprechen einer "verlässlichen Grundschule" eingehalten werden könne.

"Wir freuen uns auf weitere konstruktive Gespräche mit Vertretern der Stadt Gaggenau", so der Elternbeirat abschließend.

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