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Närrische Zeit kennt kein Alter
Die Katholischen Jungen Frauen hatten in ihrem Lied lustige Ereignisse aus der Kirchenwelt parat.  Foto: Hegmann
09.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Sie sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber den Spaß am gemeinsamen Feiern haben sie noch lange nicht verloren. Bei der Rentnerfastnacht des Rentnerclubs St. Laurentius und des evangelischen Rentnerkreises der Johannesgemeinde tanzte am Mittwochnachmittag allerdings nicht der oft genannte Bär, sondern sehr aktive Frauen waren am Werk.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte wie immer Norbert Förderer. Die Gesamtleitung hatte Hermengilde Rastetter, genannt Hermi, unter dem Motto "Ein Hoch auf die Fasenacht" übernommen. Bereits bei ihrem Einzug erklärten die Fastnachtsfrauen zu der Melodie des Badnerlieds, dass es im Mutterkirchenort an Fastnacht hoch hergehe.

Gut im Bild war die anschließend einschwebende Turmeule (Hermi Rastetter), die wohl wegen ihres Äußeren zunächst verkündete, dass Alter nicht vor Torheit schütze. Obwohl sie eher wie eine Krähe mit verwegener schwarzer Feder am Hut aussah, hatten ihre scharfen Augen das Geschehen in den Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit klar erkannt.

Sie berichtete von ihren Flügen um die Kirchtürme von St. Johannes bis Michelbach. Nach der Erwähnung der benachbarten evangelischen Kirchengemeinde ging ein gemeinsames Raunen durch den Saal. Allerdings war die Eule fest davon überzeugt, dass der Turm doch weiter stehenbleiben wird.

Über den Wandel in der Kirche berichtete Inge Knöller anschaulich, indem sie zunächst eine schwarzgekleidete traditionelle Kirchenfrau, kurz "Traki-Frau", vorstellte. Dieses "Auslaufmodell" werde aktuell von der "Moki-Frau" (= Modern Church Woman oder moderne Kirchenfrau) abgelöst. Was darunter zu verstehen ist, war schnell klar: Zwei Damen, die stolz ihre weibliche Attraktivität und viel Selbstbewusstsein präsentierten, seien inzwischen eine "ständige Bedrohung für die seit Jahrhunderten von Männern dominierte Kirche".

Die folgenden, ebenfalls schwarzgekleideten Fastnachtsfrauen zählten in einer langen Litanei Mängel in der Seelsorgeeinheit auf. Ein Teil von ihnen zeigte später noch, wie man Sparmaßnahmen im Altersheim auch von der lustigen Seite betrachten kann. Die katholischen Frauen aus Gaggenau demonstrierten eindrucksvoll, wie kompliziert das Besprechen einer Bandansage auf dem Anrufbeantworter sein kann. Außerdem führten sie bei einem Tanz als Lipizzanerpferdchen eine Vorführung der Spanischen Hofreitschule auf.

Als Schiller und Schaller folgten der Moderator Heinz Goll und Hermi Rastetter. Bei ihrem Sketch zu Verwicklungen über den berühmten Dichter gleichen Namens und dessen Werke hatten sie die Lacher auf ihrer Seite.

Angelika Förderer und die katholischen Jungen Frauen erzählten in ihrem Lied aus dem abgelaufenen Kirchenjahr unter vielen Ereignissen auch vom Pfarrer, der gerne mal mit dem Traktor zum Gottesdienst nach Michelbach fährt. Die Hupfdohlen, die sich selbst als jung gebliebene Frauen von St. Laurentius bezeichneten, sorgten vor dem großen Finale als tanzende Clowns noch einmal für einen wahren Augenschmaus auf der Bühne.

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