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Motorradlärm im Mittelpunkt
15.02.2018 - 00:00 Uhr
Loffenau (red/ham) - Die CDU-Abgeordneten der Region haben bei Loffenaus neuem Bürgermeister Markus Burger Antrittsbesuche abgestattet. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker ging es vor allem um den Motorradlärm, der die Bürger plagt. Mit der Landtagsabgeordneten Sylvia Felder tauschte sich der Loffenauer Rathauschef insbesondere über die Kinderbetreuung aus.

Die Themenschwerpunkte wählte Burger so, weil der Landtag um Felder "näher an der Kinderbetreuung dran ist als der Bund". Bei Whittaker wollte sich der 33-Jährige "auf den aktuellen Stand beim Verkehrslärm bringen", sieht er doch den Christdemokraten als Experten in diesem Bereich. "Mir war das wichtig, weil es bald wieder wärmer wird und die Motorradsaison beginnt. Dann wird das auch wieder ein großes Thema im Ort", ahnt der Loffenauer auch mit Blick auf das geplagte Michelbach.

Der von zu schnell fahrenden oder manipulierten Motorrädern verursachte Lärm auf der L564 zwischen Loffenau und Bad Herrenalb sei enorm, informierte Burger den Abgeordneten. Dies habe er im Wahlkampf immer wieder von betroffenen Bürgern mitgeteilt bekommen. Whittaker sicherte laut einer Mitteilung aus seinem Büro seine politische Unterstützung zu.

Für alle seit dem 1. Januar 2016 verkauften Motorräder gelten neue Lärmschutzrichtlinien. Diese verhindern legale Tricks bei der Grenzwerterfüllung, verbieten entfernbare Schalldämpfereinsätze und schränken den Geräuschpegel von bisher 80 auf 77 db(A) ein. Da aber für alte Motorräder Bestandsschutz gelte, würden diese Maßnahmen erst in einigen Jahren wirklich greifen. In der Zwischenzeit seien pragmatische Lösungen zu diskutieren, wie verstärkte Anhaltekontrollen, Blitzen "von hinten" oder konsequentes Auferlegen von Fahrtenbüchern, befand Whittaker.

Weitere Gesprächspunkte zwischen ihm und Burger waren die Themen Kindergarten, Schule und Flüchtlinge. Whittaker warb insbesondere für den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler. "Für berufstätige und alleinerziehende Eltern ist das ein sehr wichtiges Gesetzesvorhaben im frisch ausgehandelten Koalitionsvertrag", berichtete der CDU-Parlamentarier.

Auch beim Besuch von Felder ging es um die Kinderbetreuung. Loffenau müsse Anstrengungen unternehmen, um den Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu ermöglichen. Diese Betreuungsform ist gleichzeitig die aufwendigste, da die einzelne Erzieherin viel weniger Kinder beaufsichtigen darf als im Regelkindergartenbetrieb der Drei- bis Sechsjährigen. Deshalb setze die Gemeinde auf die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche als freiem Träger und künftig auch auf Tagesmütter, erläuterte Burger.

"Die freien Träger sind nicht nur wichtige Stützen, was die Anzahl der Plätze angeht, sondern auch Innovatoren, die qualitativ hochwertige, vielfältige Angebote schaffen", lobte die dreifache Mutter Felder, die in der Landtagsfraktion Sprecherin für die Angelegenheiten von Schulen in freier Trägerschaft ist. Die Regierungskoalition aus CDU und Grünen verhandele im Moment mit den kommunalen Spitzenverbänden, um die Gemeinden mit einem neuen Pakt für Bildung und Betreuung bei der Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen, berichtete die Gernsbacher Gemeinderätin.

Mit Blick auf die Sanierung der L564 zwischen Loffenau und Gernsbach riet Felder: "Die Ausbaupläne müssen zwischen beiden betroffenen Gemeinden gründlich besprochen werden. Ich bin sicher, dass die beiden neu gewählten Bürgermeister zu einem guten Ergebnis kommen werden."

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