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Hoffnung auf weitere Normalisierung
Mit 71 Einsätzen hat die Feuerwehrabteilung Forbach ein arbeitsreiches Jahr absolviert.  Foto: Vogt
19.02.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (geok) - Nachdem es zuletzt zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Forbach und Teilen des Gemeinderats Differenzen inklusive Rücktrittsandrohungen gab, scheinen diese zwischenzeitlich ausgeräumt. Zumindest die Führungsmannschaft der mit Abstand größten Abteilung Forbach macht geschlossen weiter: Bei der Jahreshauptversammlung wurden Abteilungskommandant Ralf Merkel und sein Stellvertreter Hans-Dieter Hennig einstimmig für weitere fünf Jahre gewählt.

"Als ich mich für dieses Amt entschieden habe, hatte ich nicht mit einem solch arbeitsintensiven Ehrenamt gerechnet", erklärte Ralf Merkel. Den jährlichen Zeitaufwand bezifferte der Abteilungskommandant und stellvertretende Kommandant der Gesamtwehr auf 600 bis 700 Stunden.

Bürgermeisterin Katrin Buhrke bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute. Sie hoffe, dass sich das Verhältnis Feuerwehr und Gemeinderat wieder normalisiere. Zwischenzeitlich hat der Rat die Anschaffung eines 380000 Euro teuren TLF 3000 beschlossen, das zwei Fahrzeuge ersetzen wird, darunter den 45 Jahre alten Oldie der Abteilung.

Auch Schriftführer Oliver Gerstner und Kassierer Fabian Urban wurden bestätigt. Hinzu kommen die Beisitzer Oliver Schoch, Tobias Merkel, Tobias Feser (wie bisher) sowie neu Nathalie Huber, Jürgen Lotter und Marius Mungenast. Als aktiver Feuerwehrmann und nach 22 Jahren als Beisitzer scheidet Volker Braunagel aus, er wechselt in die Seniorenmannschaft.

Wie Abteilungskommandant Ralf Merkel ausführte, hat die Abteilung aktuell 51 Mitglieder, davon sechs Jugendliche, 32 Einsatzkräfte und 13 Senioren. Im zurückliegenden Jahr wurden 71 Einsätze absolviert, im Vergleich zum Vorjahr mit 44 Einsätzen eine deutliche Steigerung. Das nötige Rüstzeug wurde in 34 Übungen erarbeitet. Noch nicht mitgezählt sind die Einsatzkräfte der Abteilungen Gausbach und Bermersbach, die seit Sommer am Kernort integriert sind. Diese werden in einer Sitzung des Feuerwehrausschusses offiziell übernommen.

Der Umbau des Gerätehauses forderte die Forbacher: Insgesamt wurden 1100 Stunden für Umbau und 960 Stunden für die Umzüge aufgewendet. Übergangsweise waren die Fahrzeuge in der Halle eines ehemaligen Holzvertriebs untergebracht. Merkel: "Aufgrund der beengten Zustände in der Übergangsunterkunft mit vielen provisorischen Hilfsmitteln war jeder Einsatz auch immer eine heikle Angelegenheit für die Einsatzkräfte".

Einsätze nach Suiziden belasten die Psyche

Der erste Einsatz musste bereits am Neujahrstag 2017 absolviert werden. Auch ins eigene Gerätehaus mussten sie zweimal ausrücken: Einmal stand Wasser in den Sanitärbereichen, das andere mal sprangen nach einer Verpuffung im Heizungsraum die Rauchmelder an und belegten, dass die neue Brandmeldeanlage funktioniert. Neben Bränden, technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen wurden die Feuerwehrleute wiederholt zur Bergung von Menschen nach Suizid gerufen, Einsätze, die an die Psyche gehen, betonte Merkel.

Schriftführer Oliver Gerstner listete in chronologischer Form alle Aktivitäten auf. Kassierer Fabian Urban konnte schwarze Zahlen vermelden. Die aus 14 Angehörigen bestehende Seniorenmannschaft führte gesellige Stammtische durch und besuchte den Floriangottesdienst, so Altersobmann Franz-Josef Schiel.

Gesamtkommandant Christian Striebich nahm Beförderungen vor. Tobias Feser wurde nach bestandenem Gruppenführerlehrgang zum Löschmeister befördert. Nathalie Huber wurde zur Hauptfeuerwehrfrau, Oliver Gerstner zum Hauptfeuerwehrmann, Marius Putzke, Kevin Winkler, Robin Töpsch, Tim Schillinger, Manuel Schäfer und Dieter Fritz zum Feuerwehrmann befördert.

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