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Auf dem Weg ins Schwarzbuch?
Wichtiger Aspekt der städtebaulichen Entwicklung in der Altstadt oder Steuerverschwendung? Die Westfassade des Alten Rathauses. Foto: Metz
21.02.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Das Alte Rathaus gilt als herausragendes Beispiel für die großbürgerliche Architektur der Renaissancezeit und zählt unbestritten zu den prägendsten Bauten der Gernsbacher Altstadt. Neben Flyern und Postkarten, die das aus dem Jahr 1618 stammende Wahrzeichen der Stadt schmückt, könnte es bald auch im Schwarzbuch des Bunds Deutscher Steuerzahler auftauchen. Erst im Vorjahr in Absprache mit dem Landesdenkmalamt für rund 30000 Euro mit einer Bretterverschalung an der Westfassade versehen, wird das 400 Jahre alte Haus an derselben Stelle nun für 55000 Euro umgebaut. Für die SPD ist dies ein wesentlicher Aspekt der städtebaulichen Entwicklung in der Altstadt, für die CDU schlicht Steuerverschwendung. "Das sei dem Bürger nicht zu vermitteln", hob Wolfgang Müller hervor.

Nachdem die Mittel zunächst nicht im Planentwurf enthalten waren, tauchten sie im Zuge der Haushaltsdiskussion plötzlich auf. Das brachte die Christdemokraten ziemlich auf die Palme: "Bei unserer Haushaltslage halten wir es schlicht für eine Posse, wenn Sie zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren die Fassade des Alten Rathauses für 55000 Euro überarbeiten wollen, weil Sie Ihnen nicht schön genug ist - und für die Rathäuser in Reichental und Staufenberg haben Sie kein Geld, um wenigstens die Fenster zu streichen", monierte Fraktionschefin Frauke Jung. Doch ihr Antrag, die Mittel zu versagen, fand ebenso wenig eine Mehrheit wie der mit 14:14 Stimmen gescheiterte Kompromiss der Freien Bürger, das Geld einzustellen und bis zu einem Vororttermin mit einem Sperrvermerk zu versehen.

Der Wunsch einer sachgemäßen (also fachwerkgerechten) Sanierung ist nicht neu - neben der SPD-Fraktion machen sich vor allem die Arbeitskreise Stadtgeschichte sowie Stadtgestaltung und Landschaftspflege dafür stark.

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