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"Das grenzt an Wucher"
22.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Forbach - "Wir sind ziemlich erschrocken. Das grenzt ja an Wucher", betonte Werner Ruckenbrod am Dienstag bei der Sitzung des Forbacher Gemeinderats. Den Vertreter der FWG entsetzten beim Neubau des Wasserwerks Schwarzenbach die eingereichten Angebote der Firmen, die den Kostenansatz der Verwaltung um bis zu 229 Prozent überschritten (das BT berichtete).

Die FWG treibe angesichts der "enormen Mehrkosten die Angst" um, dass sich die zusätzlichen Beträge "summieren und auch mit Zuschüssen nicht mehr zu stemmen sind". Angesichts einer Index-Erhöhung der Preise um 4,3 Prozent wollte Ruckenbrod die Kostenexplosion nicht "nur auf die Konjunktur schieben", die Ortsbaumeister Oliver Dietrich als Begründung ins Feld geführt hatte.

Der Freie Wähler forderte, "mehr Licht reinzubringen" ins Dunkel um die eklatanten Steigerungen. Den Ball nahm Dietrich auf. "Keiner betreibt Wucher, aber die Erhöhungen ziehen sich durch alle Positionen." Als Beispiel nannte der Ortsbaumeister die Verlegung von Fliesen, für die im Vorjahr noch netto 36 Euro pro Quadratmeter anfielen und nun 60 Euro kosteten. "Wir können nicht mehr machen, als einzelne Positionen rauszunehmen" aus den Vergabearbeiten, "um vernünftige Preise zu kriegen".

Dass die Gemeinde gleich zu Jahresbeginn die Ausschreibung machte, "weil da die Bücher noch nicht so voll sind", sorgte laut Dietrich heuer für keinen kostendämpfenden Effekt. Heike Schillinger (SPD) sprang der Verwaltung zur Seite und ergänzte: "Manche Firmen setzen doppelte Preise an. Wenn man anruft und sich erkundigt, sagen sie, dass sie die Bücher voll haben und den Auftrag auch gar nicht wollen."

Weil es letztlich dem gesamten Gemeinderat wie Ruckenbrod geht, der "keine Alternative sieht, um gutes und sicheres Trinkwasser zu haben", wurden die Verwaltungsvorschläge einstimmig durchgewunken. Die Malerarbeiten für 34382 Euro (9562 Euro über dem Planansatz) gehen an die Merlin GmbH (Herrieden). Die Metallbauarbeiten erledigt die ortsansässige Firma Mantei für 96400 Euro (+ 50290 Euro). Die Fliesenleger- und Malerarbeiten werden überarbeitet und noch einmal ausgeschrieben.

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