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"Richtig Krach schlagen hilft"
Verbindung zeitweise gekappt - im Weisenbacher Rathaus geht nach der missglückten Umstellung der Telefontechnik fast zwei Tage lang nichts mehr.  Foto: Mack
24.02.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Seit gestern Nachmittag ist die "kommunikationslose" Zeit im Weisenbacher Rathaus wieder beendet. "Wir können derzeit nichts machen - das ist echt ein Unding" - so hatte Weisenbachs Bürgermeister Toni am Donnerstagabend im Gemeinderat berichtet. Die Deutsche Telekom hatte am Mittwoch versucht, die Telefonleitung der Gemeindeverwaltung von ISDN-Technik auf das modernere "All-IP"-Verfahren umzustellen - und danach funktionierte nichts mehr. Aus dem Rathaus gab es zeitweise keine Verbindung zur "Außenwelt".

Huber machte Druck - über die Medien, den Südwestrundfunk und den Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker - was schlussendlich von Erfolg gekrönt war. "Richtig Krach schlagen hilft", so sein Fazit. Kein Techniker hatte zunächst die Misere beheben können, "eine absolute Unverschämtheit", hatte das Gemeindeoberhaupt am Donnerstagabend im Gemeinderat seinem Unmut Luft gemacht.

Die Telefonanrufe kamen im Rathaus an, aber beim Abheben der Hörer war nichts zu hören. Auch konnte die Verwaltung keine Anrufe nach draußen tätigen. Datenverbindungen zum Router konnten nicht aufgebaut werden. Per Handy, WhatsApp oder Facebook wurden die nötigsten Informationen verbreitet.

Probleme habe es in der Vergangenheit bei der Technik-Umstellung immer ,mal wieder gegeben, wusste Huber im Rat zu berichten. Aber: "Bei einer Behörde sollte man schauen, dass es läuft." Hubers Sekretärin Manuela Frorath war bemüht, die richtigen Ansprechpartner zu finden und wurde "von Hamburg bis Berlin" immer wieder weiterverbunden, das sei sehr frustrierend, klagte der Bürgermeister.

Im Rathaus lief wegen der fehlerhaften Kommunikationstechnik so gut wie nichts mehr, Ausweise beantragen oder verlängern, Zahlungen vornehmen oder verbuchen - die Leitungen zum Rechenzentrum waren gestört, der Verwaltung die Hände gebunden. Bürger mussten mit ihren Anliegen weggeschickt werden. Selbst die Auszahlung der Löhne für die Angestellten war gefährdet, weil keine Verbindung zum Rechenzentrum bestand.

Im Vorfeld der Umstellungsaktion hatte die Verwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass es zu vorübergehender Nichterreichbarkeit kommen könne und eine "Notnummer" veröffentlicht. Dies hatte den Anruf eines Telekom-Mitarbeiters zur Folge, der sich darüber beschwerte, ob man ihnen denn den technischen Wechsel nicht zutraue, berichtete Huber dem Gemeinderat. Die Realität hatte den Telefonanbieter dann eingeholt. Huber verwies auf die Gemeinde Waldachtal, die in ähnlicher Situation acht Tage lang ohne funktionierendes Telefon hatte auskommen musste. Im Vorfeld der Umstellung war ein Kundenberater im Rathaus, um alle Details durchzusprechen und Probleme auszuschließen. Dennoch hatte es die Telekom zunächst nicht geschafft, die Anlage erfolgreich umzustellen.

Das Kommunikationsunternehmen hatte sich gestern im Rathaus gemeldet und den Fehler behoben, Zwei Tage der Kontaktlosigkeit sind vorbei, meldete am Nachmittag ein erleichterter Bürgermeister.

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