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Schlagkraft der Kernstadtabteilung deutlich gestiegen
Das neue Schmuckstück der Feuerwehrabteilung Gaggenau ist am Freitag offiziell in Betrieb genommen worden. Foto: Bracht
26.02.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (fmb) - Ein hochmodernes Löschfahrzeug (LF 20), bei dem auf Sicherheit und Umwelt bei der Beschaffung geachtet wurde, konnte die Feuerwehrabteilung Gaggenau am Freitag offiziell in Betrieb nehmen. Im Rettungszentrum trafen sich Feuerwehrangehörige und zahlreiche Gäste, die von Abteilungsleiter Ralf Krempel mit den Worten "ein ganz toller Termin" begrüßt wurden.

"Ein weiterer Mosaikstein wird hier erneuert, welcher auch weiterer Meilenstein im Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Gaggenau ist", betonte der leitende Hauptbrandmeister Dieter Spannagel. Zuerst wollte man das Tanklöschfahrzeug 24/50 ersetzten, aber das Beschaffungsgremium entschloss sich, ein zweites Löschfahrzeug mit einem Wasser- und Schaummitteltank zu beschaffen. Somit kann man die Redundanz schaffen, wenn das ältere LF einmal ausfällt oder schon im Einsatz ist.

"Somit ist die Schlagkraft der Kernstadt deutlich gestiegen. Mit dem Fahrzeug haben wir auch die Gewichtsgrenze von 14,5 Tonnen komplett ausgeschöpft", erklärte Spannagel. Die Kosten liegen bei 410000 Euro, wobei das Land einen Zuschuss von 90000 Euro gewährt. Das neue Löschfahrzeug hat schon zahlreiche Einsätze gemeistert und bereits nach ein paar Tagen in Gaggenau die Bewährungsprobe bei dem "Discobrand" beim ehemaligen Rotenfelser Schwimmbad bestens überstanden.

Der jung gebliebene Pfarrerspensionär Gerold Siegel gab dem Fahrzeug den göttlichen Segen. Er erinnerte, dass solch ein Fahrzeug von Menschen bedient wird, die Solidarität an den Menschen ausüben und ein Beispiel der Nächstenliebe sind. "Den Feuerwehrangehörigen wünsche ich den Mut und die Tatkraft, Menschen zu retten und dem Fahrzeug Unglück und Katastrophen mit der Technik abzuwenden", sagte der Geistliche. Das Löschfahrzeug werde nicht nur bewegt, sondern es bewege auch etwas: Hilfe für hilfesuchenden Menschen.

Oberbürgermeister Christof Florus war sichtlich stolz auf die Beschaffung und auch deren Planung. "Unsere Feuerwehr denkt und hilft auch mit, wenn es um die Anschaffung neuer Einsatzfahrzeuge geht", betonte er. Er sprach von einem einsatztaktisch wertvollen Löschgruppenfahrzeug. "Der Gemeinderat hat diesem Vorschlag 2016 zugestimmt und damit einmal mehr der Fachkompetenz und Erfahrung unserer Feuerwehr vertraut." Hinzu komme, dass die europaweite Ausschreibung von der Feuerwehr selbst durchgeführt wurde und so auf eine teure Fremdvergabe verzichtet werden konnte. Immer wieder sehe man, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehren seien und so richtete der OB einen Appell an die Arbeitgeber: "Stellen Sie die Feuerwehrangehörigen zu den Einsätzen frei und unterstützen Sie deren ehrenamtliches, nicht hoch genug einzuschätzendes Wirken".

Viel Erfolg für die Bevölkerung Gaggenaus und deren Umgebung wünschte Kreisbrandmeister Heiko Schäfer. Ulrich Neunzlinger von der Aufbaufirma Rosenbauer überreichte den symbolischen Schlüssel. Und vom Fahrgestellhersteller Daimler-Benz betonte Klaus Büttner, dass die Feuerwehr Gaggenau die einzige Feuerwehr zwischen Bodensee und Nordbaden sei, die bereits zwei - und bald drei - Fahrzeuge im Besitz mit dem Euro-6-Motor habe. Die Beladung wurde von der Firma Bittiger geliefert.

Das Fahrzeug ist insbesondere für das Löschen von Bränden konzipiert und beinhaltet einen 2000 Liter fassenden Wassertank sowie einen Schaumlöschmitteltank mit eingebauter Zumischanlage. "In einem Brandfall wird mit Hohlstrahlrohren in verschiedenen Größen, einem tragbaren Wasserwerfer oder einem eingebauten Dachmonitor gelöscht", erklärte Spannagel. Vier Atemschutzgeräteträger können sich während der Fahrt zum Brandort einsatzbereit machen. Damit spare man wertvolle Zeit beim Ausrüsten.

Zur Beladung gehören zudem noch zahlreiche technische Ausrüstungen wie Gaswarngerät, Stromerzeuger, Hochleistungslüfter, Wärmebildkamera und zwei "Ein-Mann"-Schlauchhaspeln zur schnellen Verlegung einer Wasserversorgung. Die gesamte Beleuchtung, einschließlich des im Aufbau integrierten und fernsteuerbaren Lichtmasts ist als LED-Technik verbaut. Eine auf dem Dach installierte, dreiteilige Schiebleiter und die vierteilige Steckleiter können mit einer Entnahmehilfe vom Boden aus entnommen werden.

Das Atego-Fahrgestell beinhaltet ein Vollautomatikgetriebe mit Allradfunktion und erfüllt die Abgasnorm Euro 6.

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