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Pfarrer und Bürgermeister gehen voran
02.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Gernsbach - Der Anfang ist gemacht. Das Projekt Dorfleben Staufenberg kann in die nächste, entscheidende Runde gehen. Seit drei Jahren beschäftigt sich eine mehrköpfige Gruppe mit der Vision, durch ein Dorfzentrum im Ort einen neuen Mittelpunkt des Dorflebens zu installieren. Dafür werden, wie bereits berichtet, 80000 Euro Startkapital benötigt. Das ambitionierte Ziel: Nach Ostern soll die Gründungsversammlung stattfinden.

Die Bürgerversammlung in der Staufenberghalle präsentierte sich am Mittwochabend mit mehr als 150 interessierten Besuchern gut besucht. "Im Moment sind wir gut in Fahrt", sagte Udo Kathan, der Sprecher des Teams Dorfleben Staufenberg, im Rahmen seiner Begrüßung. Die Gruppe habe sich in den vergangenen drei Jahren viele Gedanken gemacht, das Konzept Markthalle entwickelt, Standortanalysen durchgeführt.

Modell für neues Gebäude präsentiert

Mit Volker Hahn, geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Nahversorgung-Services, holte man sich professionelle Hilfe ins Boot. Im November 2017 konnte mit einem Architektenwettbewerb die Konzeptphase abgeschlossen werden. "Jetzt können wir in die Umsetzung gehen", betonte Kathan.

Die Dachmarke "Markthalle Staufenberg" wurde entwickelt. Diese stellte Nina Haller vor. Nachhaltig und umweltbewusst sowie eine regionale Ausrichtung des Warenangebots seien Attribute, die das gesamte Projekt durchziehen sollen. "Wir wollen ein sorgfältig ausgewähltes Produktsortiment", erklärte Haller. Sechs Arbeitsplätze sollen entstehen.

Mit einem Apothekenservice, einer Poststelle, einem Geldautomaten und einem Schwarzen Brett sowie einem vielfältigen Kulturangebot will man die Attraktivität des Zentrums steigern.

Den Gebäudeentwurf stellte Uwe Burkhardt vor. Grundstückseigentümer des alten Markthallengeländes ist die Stadt Gernsbach. Das Entwurfsziel - ortsverbunden, lokal und ökologisch - machte Thomas Schmitz vom Studio 76 Karlsruhe erlebbar. Das Gebäude bildet einen Winkel. Die Erdgeschossfläche beträgt 300 Quadratmeter.

Für die Ladenfläche werden 100 Quadratmeter beansprucht. Auf der linken Seite will man das Kultur-Café unterbringen. Aufzug, Treppenhaus und Versorgungseinrichtungen sind zwischen den beiden Gebäudeteilen eingeplant. Über zwei Etagen und im Dachgeschoss soll Wohnraum entstehen.

Wenn 66 Prozent der Bevölkerung ein Drittel ihrer Lebensmitteleinkäufe des täglichen Bedarfs im Dorfladen Staufenberg erledigen, dann sollten diese Bürger pro Woche für mindestens zwölf Euro einkaufen, erläuterte Hahn anhand vergleichbarer Projekte die Wirtschaftlichkeit eines Dorfladens. Als Fixkosten benannte er monatlich 7500 Euro, bei angenommenen Öffnungen von 26 Tagen pro Monat. Auch schlug Hahn die Gesellschaftsform einer kleinen GmbH (Unternehmergesellschaft&still) vor. Sie wird notariell im Handelsregister eingetragen. Die Mindesteinlage beträgt 200 Euro, erweiterbar um je 50-Euro-Schritte. Drei Gründungsgesellschafter haben sich offensichtlich bereits gefunden.

Anschließend gingen Bürgermeister Julian Christ und Pfarrer Hans-Joachim Scholz mit gutem Beispiel voran und zeichneten erste Anteilsscheine. Mit einem roten Holzklotz, er ist 1000 Euro wert, visualisierten Uwe Burkhardt und Nina Haller das eingehende Geld.

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