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"Die Sauce ist sensationell"
03.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Gaggenau - Die letzte "Küchenschlacht" hat Benjamin Kraft gestern Mittag im ZDF verloren. Das Lammfilet war etwas zu sehr durchgebraten. Doch obwohl der Rotenfelser damit den Einzug in die "Champions Week" verpasste, begeisterte den 30-Jährigen der Wettbewerb am Herd. Vor allem das Lob von Zwei-Sterne-Koch Christoph Rüffer "schmeichelte" Kraft: "Die Sauce ist sensationell!", adelte der ehemalige "Koch des Jahres " den Tomatensugo.

Dazu servierte der Polizist zum Auftakt der Aufzeichnungen Ende Januar in Hamburg mediterrane Frikadellen mit Kartoffelstampf (Rezept siehe "Zum Thema") als sein Lieblingsgericht. Auch beim Vorspeisentag und dem Mottotag zur Wochenmitte, bei dem ein Gericht für maximal fünf Euro kredenzt werden soll, traf Kraft den Geschmack der hochkarätigen Tester. Am Donnerstag punktete er bei Hauptspeise und Dessert mit seiner gebratenen Kalbsleber samt Bratkartoffeln und Zwiebel-Balsamico-Jus sowie als Nachtisch Apfelküchle mit Marsala-Zabaione. Neben Kraft schaffte Sabine Schmelzer überraschend den Sprung ins Finale. "Sie hatte zweimal Glück und stand die ersten Tage als Vorletzte jeweils knapp vor dem Rauswurf", erinnert sich Kraft an die ersten Runden, bei denen sich die Zahl der sechs Teilnehmer jeweils um einen Hobbykoch reduzierte.

Für den Studenten, der derzeit im Zuge seiner Laufbahn ein praxisnahes Semester bei der Kriminalpolizei absolviert, war vor allem enorm wichtig, "in der ersten Runde nicht gleich rauszufliegen". Zum einen wollte sich der eisenharte Verteidiger Hohn und Spott seiner Fußball-Kumpels beim FC Obertsrot ersparen, zum anderen galt es vor allem, Mama Brigitte Bischoff an ihrem Freudentag glücklich zu machen! "Sie feierte am ersten Drehtag 66. Geburtstag und war beim Sektempfang dabei. Deshalb war es noch wichtiger, nicht gleich auszuscheiden", betont Kraft mit Blick auf die treue Zuschauerin der "Küchenschlacht", die sie von Anbeginn im Januar 2008 im ZDF begeistert verfolgt.

Bischoff hatte den Sohnemann auch zuvor zum Mitmachen animiert: "Das ist doch etwas für Dich!" So bewarb sich der brave Filius "aus Quatsch heraus. Weil die Produktionsfirma unterschiedliche Teilnehmer - Frauen und Männer jeden Alters und aus verschiedensten Berufsgruppen - suchen, klappte es", mutmaßt der Blondschopf und freut sich, seiner Mutter dadurch zum Geburtstag ein Treffen mit dem launigen Johann Lafer und anderen deutschen Starköchen geschenkt zu haben.

Unter der Woche lässt er sich bekochen

Daheim steht Kraft "gerne am Herd". Allerdings überlässt der 30-Jährige unter der Woche das Regiment an den Töpfen. "Das war noch anders, als ich Schicht arbeitete. Meine Frau Ines ist als Lehrerin für Hauswirtschaft und Textiles Werken mehr daheim. Sie kocht auch sehr gut", sieht sich der FCO-Verteidiger in Sachen Kochkünste nur die zweite Geige spielen und lässt daher seinen Gaumen auch gerne von seiner Gattin verwöhnen.

Beim Lammfilet im Finale, das Lafer als Gericht vorgab, hätte Ines Kraft vielleicht noch etwas retten können. "Mir gelang der Gewürzschaum um Nuancen besser.

Dagegen lag die Falafel von Sabine Schmelzer knapp vorne", erzählt Kraft von den Eindrücken des Jurors Björn Freitag. So gab das Fleisch hauchdünn den Ausschlag. "Mein Lammfilet war etwas zu sehr durch, Sabine hatte ihres etwas roher gelassen. Auch wenn das vom Geschmack der Juroren abhängt, hat sie den Sieg verdient", unterstreicht der Zweitplatzierte aus Bad Rotenfels - obwohl damit die Aussicht schwand, sich über eine der sechs "Champions Weeks" für das große Finalwochenende zu qualifizieren, in dem es um 25000 Euro für den besten Hobbykoch geht.

"Ich drücke jetzt Sabine die Daumen!", schiebt Kraft nach und berichtet von einem "homogenen" Sextett, das auch nach dem Koch-Duell Kontakt über eine Whatsapp-Gruppe halte. Der zuvor ausgeschiedene Florian Meyer begleite nun Schmelzer zur "Champions Week", weil deren Tochter passen müsse.

Angesichts des großen Zusammenhalts hatte Johann Lafer schon während der Sendungen gejuxt, so viele "händchenhaltende Köche" habe er noch nie erlebt.

Der Starkoch war stets bester Laune und griente in die Kamera des Murgtälers, als dieser sein Smartphone zückte und ein Selfie machte. "Das hat in zehn Jahren erstaunlicherweise noch nie jemand gewagt", berichtet Kraft und wurde vom Filmteam dazu ermuntert.

Entsprechend schließt der Polizist "trotz der Final-Niederlage: Ich bin super zufrieden! Wann bekommt man schon einmal von solchen Köchen Resonanz?"

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