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Erfahrungen aus einer unbekannten Lebenswelt
Azubis des Rudolf-Fettweis-Werks sammeln Erfahrungen in verschiedenen sozialen Einrichtungen.  Foto: Haller-Reif
06.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Margrit Haller-Reif

Forbach - Menschen mit Handicaps durch den Tag begleiten; Kinder mit einer geistigen Behinderung oder besonderem Förderbedarf betreuen; zum ersten Mal in unmittelbarem Kontakt zu Demenzkranken stehen: Sechs Azubis des Rudolf-Fettweis-Werks Forbach tauschten für zwei Wochen ihren Arbeitsalltag mit dem Alltag in verschiedenen sozialen Einrichtungen.

Für Dominik Herzog, Julian Krieg, Tim Schillinger, Daniel Wunsch, Mirco Stephan und Kevin Winkler gingen damit viele neue, unterschiedliche Erfahrungen einher. Bei der Abschlussveranstaltung zu den "sozialen Wochen" berichteten die Azubis im dritten Ausbildungsjahr über ihre Projekterfahrungen in einer bis dahin unbekannten Lebenswelt. Foto-Präsentationen und vor allem ihre Erfahrungsberichte dokumentierten die ganz persönlichen Erlebnisse. Das etwas andere Praktikum hinterließ bei ihnen offensichtlich nicht nur prägnante Eindrücke. Soziale Lernschritte ergaben sich wie von selbst.

Nun schon zum neunten Mal beteiligt sich der Forbacher Wasserkraftstandort der EnBW in Kooperation mit der Stuttgarter Agentur Mehrwert an einem Projekt zur Förderung der Sozialkompetenz. Mit Mehrwert-Mitarbeiterin Karin Eschbach, die das Projekt vorbereitete und betreute, durfte Karl-Heinz Wacker ein "bekanntes Gesicht" in der Runde begrüßen. Wacker und Ralf Merkel, Ausbilder und Projektbetreuer auf RFW-Seite, hatten neben Jugendvertreter Philip Schmiedel auch Vertreter der Einrichtungen und Azubis im ersten Lehrjahr eingeladen. Für letztere diente die Abschlussveranstaltung als Anschauungsunterricht. Nicht zuletzt mit Blick auf Karin Eschbachs Fragevorgaben: Wie war euer erster Tag? Was ist euch leicht gefallen, was schwer? Welche Menschen haben Spuren hinterlassen?

Die Antworten sprich die gesammelten Erfahrungen in den unterschiedlichen Betätigungsbereichen waren für alle gleichermaßen spannend und aufschlussreich: "Für mich war's eine gute Praxis für den normalen Umgang mit körperlich oder psychisch behinderten Menschen", sagt Tim Schillinger über seine Zeit in zwei verschiedenen Einrichtungen der Murgtal-Werkstätten Ottenau. Im Berufsbildungsbereich des Bruderhauses der Diakonie Freudenstadt arbeitete Julian Krieg vorrangig mit. Die Kontaktaufnahme zu den zumeist psychisch Kranken sei anfangs einigermaßen schwer gewesen, "schön ist, wenn einem der Kontakt zu einzelnen Menschen gelingt". Als Bereicherung für beide Seiten sieht Tobias Appenzeller, zuständig für den Berufs- und Bildungsbereich des Bruderhauses, die sozialen Wochen: "Die EnBW bietet den Jugendlichen damit eine tolle Chance, die ihnen andere Perspektiven eröffnet."

Der besonderen Herausforderung im Umgang mit Demenzkranken musste sich Dominik Herzog im Gernsbacher ASB Seniorenzentrum am Hahnbach stellen. "Man sollte das Leben genießen, manchmal geht alles so schnell", lautet sein Fazit. Daniel Wunsch war im Ilse-Gundermann-Haus in Ottenau, einem Altenpflegeheim der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal in der Tagesbetreuung aktiv. Er habe sich das ganz anders vorgestellt, bekennt er freimütig, "es war schön, oft auch lustig und abwechslungsreich."

Positive Veränderungen

Mirco Stephan und Kevin Winkler können auf die Mitarbeit im Schulkindergarten der Lebenshilfe Rastatt zurückblicken. Trotz des teils ungewohnten Verhaltens mancher Kinder habe ihnen die Arbeit Spaß gemacht: "Man bekommt etwas zurück." Karin Eschbach zollte den sechs Azubis großes Lob, auch dafür, "dass ihr euch auf das Ganze freiwillig eingelassen habt." Wacker dankte ihr für die "konstant engagierte Betreuung". Sein Fazit: "Die Auszubildenden kommen oft positiv verändert zurück und um neue Blickwinkel reicher."

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