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Gewerkschafter finanzieren Bildungseinrichtungen in Nicaragua
Es entsteht eine Kindertagesstätte: 'Zukunft durch Bildung' will Alleinerziehende in Nicaragua entlasten.  Foto: pr
10.03.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau/Granada (marv) - "Zukunft durch Bildung" - unter diesem Motto sammelt eine gleichnamige, in Karlsruhe ansässige, Stiftung Spenden für Projekte in Nicaragua. Ziel der 2016 gegründeten, von Gaggenauer Gewerkschaftern getragenen, Initiative ist es: "junge Menschen im In- und Ausland durch Erziehungs- und Bildungseinrichtungen zu unterstützen". Aktuell finanziere man drei Projekte: Eine Musikschule im nicaraguanischen Granada, ein Leseprojekt im Dorf Malacatoya und ein Multifunktionshaus in der Nähe von Granada.

Im Fokus der Finanzierung liegt aber eine Kindertagesstätte. Diese soll in das neu erbaute, vielseitig nutzbare Gebäude kommen. Dazu möchte man zusammen mit der lokalen Frauenvereinigung "Asociacion de mujeres nicaragüenses Luisa Amanda Espinoza" zwei Erzieherinnen einstellen. Auf Wunsch der lokalen Bevölkerung soll in den Räumlichkeiten auch ein Nachhilfe- und Weiterbildungszentrum für Schüler und Erwachsene entstehen.

Man wolle die Bevölkerung zum Beispiel bei der Namensgebung und Nutzung des Kindergartens sowie Bildungszentrums einbinden, teilte die Stiftung mit. Das Engagement in Nicaragua kam laut Angel Stürmlinger, dem ersten Vorsitzenden von "Zukunft durch Bildung", über "persönliche Kontakte" zustande.

Das Auswärtige Amt bezeichnet Nicaragua als zweitärmstes Land Lateinamerikas. Laut Stürmlinger, der gemeinsam mit Paul Rodenfels vor wenigen Wochen zuletzt vor Ort war, haben 40 Prozent der Bevölkerung weniger als zwei Dollar am Tag zur Verfügung. "Viele der Stiftungs-Unterstützer sind Gewerkschafter aus der Region", berichtet Claudia Peter, erste Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau. So zum Beispiel der in Rastatt lebende Stürmlinger, der genau wie Rodenfels in Gaggenau, ehemaliger Geschäftsführer der IG Metall Karlsruhe ist.

Rodenfels betont, dass die Kindertagesstätte ein "langfristiges Projekt" sei und man sich "viel Verantwortung auflade". Die Kita sei für die Bevölkerung vor Ort wichtig, da der Staat sich um alleinerziehende Frauen in der Peripherie Granadas nicht kümmere. Im Gegenteil, wenn die Frauen zur Arbeit im Textilsektor oder auf den Markt aufbrechen, fällt die "Kinderbetreuung" meist auf ältere, aber noch schulpflichtige Kinder zurück. "Ein Teufelskreis", betont Peter, die sich ebenfalls bereits in Nicaragua ein Bild über die Situation gemacht hat.

Spendenkonto: Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen, IBAN: DE806605010101082319 11

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