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Weit mehr als ein Idyll für Schnäppchenjäger
12.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Paula Binz

Gaggenau - Der Geruch von alten Büchern und frisch gebackenen Kuchen lag in der Luft. Diese Kombination lockte unzählige Besucher in die Jahnhalle, die sich am Wochenende wieder in einen lebhaften Basar verwandelt hatte. Sonniges Frühlingswetter wurde dem Gaggenauer Ostertreiben leider nicht beschert, was dem großen Andrang allerdings keinerlei Abbruch tat. Lachende Gesichter brachten das Halleninnere zum Strahlen und glichen so mühelos die fehlende Sonne aus.

Von schicken Blazern zu traditionellen Püppchen bis hin zur praktischen Mini-Toilette: Wer hier nicht fündig wird, hat nur nicht ausgiebig gesucht! Jutta Schreiner, die bereits zum dritten Mal mithilft, hat sogar ihre eigene Verkaufsstrategie entwickelt: "Manchmal mache ich einen auf Marktverkäufer und werbe lautstark für einzelne Artikel, die häufig übersehen werden", berichtet die rüstige Dame lachend.

Gut verständlich bei der Fülle von Ware, die sich feinsäuberlich sortiert nach Themengebiet und Größe auf sämtlichen Tischen und Regalen stapelt. Voller Tatendrang gibt Jutta Schreiner einem Kunden Auskunft, während sie gleichzeitig noch die große Spendenbereitschaft der Gaggenauer lobt. Zu alt fühle sie sich für diese Arbeit keineswegs. "Ich bin mittlerweile über 80, doch die Aktion gibt mir immer wieder neuen Schwung und Kraft, mit anzupacken."

Ausdauer und Geduld beweisen auch die zahlreichen Besucher, die sich im Gänsemarsch ihren Weg durch die gefüllten Reihen bahnen. Um die besten Schnäppchen zu ergattern, haben einige sogar dem Regenwetter getrotzt und bereits eine halbe Stunde vor Beginn um 9 Uhr vor der Halle ausgeharrt. Belohnt wurden sie mit einem Riesensortiment mit teilweise echten Sammlerstücken, wie etwa altem Kinderspielzeug.

"Ach, der ist ja noch mit Holzwolle gefüllt!", schwärmt eine Besucherin nostalgisch beim Anblick eines Teddybären. Im Gegensatz dazu sind aber auch brandneue Artikel wie ungetragene Kleidung dabei. Da ist die Verärgerung über den einstigen Fehlkauf schnell vergessen, wenn man die Freude des neuen Besitzers sieht. Dennoch zählt ein Großteil der Ware wohl viele Jahre mehr als die 16-jährige Katharina Zebisch, die schon seit Kindesbeinen an mit zur Stelle ist.

Es gibt "sehr viel Außergewöhnliches"

So zeigt sich, dass es dem ausrichtenden Verein "Im Murgtal - fürs Murgtal" unter Leitung von Kristine Kohlbecker auch an Nachwuchs nicht fehlt. Der zum siebten Mal stattfindende Basar ist bei vielen Murgtälern zur festen Tradition geworden. Mit dem Ergebnis, dass das Ereignis mittlerweile weit mehr als ein Idyll für Schnäppchenjäger ist. Er sei zum sozialen Treffpunkt geworden und lebe vom spürbaren Gemeinschaftsgefühl der eingeschweißten Helfer- und Besuchergruppen, erklärt Brigitte Schäuble im BT-Gespräch.

Ein gutes Beispiel ist die Besucherin Irene Morkotini-Grimm, die traditionell mit Freundinnen über den Basar bummelt. "Eigentlich suche ich nie nach etwas Bestimmtem, aber es gibt so vieles Außergewöhnliches, dass immer etwas mit nach Hause geht", schmunzelt die Loffenauerin. Und was passiert mit den Resten der Sammlungen? Diese gehen, wie die Verkaufserlöse auch, an soziale Projekte und Verbände wie etwa das DRK oder der Präventionsverein Lebenswertes Murgtal. Damit bei all der sozialen Arbeit sowohl Ehrenamtliche als auch Basarbesucher bei Kräften bleiben, sorgt erneut eine einladende Kuchentheke für das leibliche Wohl. Um 13 Uhr findet dann für die Mithelfer stets eine gemeinsame Mittagspause statt. Nur mit Mühe und mehreren Ansagen schaffen es die Veranstalter, die fleißigen Schnäppchenjäger für eine Stunde aus der Halle zu "verbannen". Auch ein Beweis dafür, dass der siebte Murgtalbasar wieder großen Anklang fand.

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