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Mit Cowboyhut und Slang
Mit Cowboyhut und Slang
13.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Wenn in Deutschland ein Musiker mit Cowboyhut auf die Bühne kommt, macht er Country- und Westernmusik. Zumindest ist das die Meinung vieler Musikkonsumenten in Deutschland. Aber, was ist das überhaupt? Und was wird geboten, wenn sich alle Musiker wie bei "Dapper Dan Men" am Samstag im klag mit Cowboyhut schmücken und mit für europäische Augen ungewohnten Instrumenten spielen? Die Ettlinger Gruppe schreibt auf ihrer Homepage von sich, dass sie Bluegrass & Country mit Authentizität und Vielfalt mache.

Dabei handelt es sich bei Bluegrass um einen ganz eigenständigen Musikstil, der Ende der 30er Jahre in Kentucky und Tennessee durch den Mandolinenspieler Bill Monroe entwickelt wurde. Er vermischte allerlei damalige amerikanische Musikstile und nannte sie Country. Als Mitspieler heuerte er den jungen Banjospieler Earl Scruggs an, der mit einem völlig neuen Stil auf dem fünfsaitigen Banjo experimentierte.

Scruggs spielte seine sogenannten Rolls mit Daumen und zwei Fingern in einem atemberaubenden Tempo und mit höchster Präzision. Die Band nannte sich nach weiterer Verstärkung "Bill Monroe and his Bluegrass-Boys", nach der typischen Farbe des Grases in seiner Heimat. Das Fivestring-Banjo übernahm die Führungsrolle in der nun entstehenden "Bluegrass-Szene".

Flinke Finger an den Saiteninstrumenten

So auch bei Dapper Dan Men, bei denen ein Optiker aus Ettlingen mit Künstlername "Hunter Hank Hambone", daneben auch noch sehr professionell Mandoline und Squareneck-Resonatorgitarre (Dobro) bedient.

Ein weiteres typisches Instrument ist die Violine, die in dieser Musik Fiddle genannt und mit sehr schnellen und harten Bogenstrichen gespielt wird. "Sir Vernon Bird T. Waldrip" übernimmt mit seinen sehr schnellen Fingern diese Aufgabe vorzüglich. Für die tiefen Töne sorgt am Kontrabass (Doghouse genannt) "Reverend George del Mar". Da bei Bluegrass auch mehrstimmig gesungen wird, haben sich die fünf Jungs mit "Queen Mary K. Hogwallo" Verstärkung geholt. Sie singt nicht nur ausgezeichnet, sondern kann auch mit zwei Holzlöffeln als Schlagzeugersatz umgehen und legt im roten Rüschchenrock immer wieder ein paar Squaredance-Schritte auf die Bühne. Der Frontmann sorgt mit seiner Gitarre für den Rhythmus und mit seiner Belcantostimme für den guten Gesang.

Warum der nette Junge, der mit Vorname Thorsten heißt, sich "Master T. Stan McGorman" nennt und gelegentlich amerikanischen Slang in seiner deutschen Moderation unterbringt, kann er ganz einfach erklären: "Nur wegen der Show". Das passt zum Bandnamen. Dapper Dan ist eine Haarpomade und in Amerika ein Synonym für einen gepflegten Dandy. In der Puristenszene mit vielen Bands aus der Heimat des Bluegrass - 2017 beim Bühler Bluegrassfestival - traten sie zwar nicht auf der Hauptbühne auf. Wie im klag begeisterten sie aber das Publikum auf der Open-Air-Bühne auf dem Johannesplatz.

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