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Fahrzeugkontrolle bringt junge Männer in die Bredouille
Fahrzeugkontrolle bringt junge Männer in die Bredouille
14.03.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Die Fahrt in die Autowaschanlage nach Rastatt hatte für zwei Murgtäler strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizei fand in dem Wagen des 18-jährigen Gernsbachers einen Vaporisierer und eine Pfeife, die beide Marihuana-Antragungen aufwiesen; zudem hatte der Beifahrer 500 Euro Bargeld in kleiner Stückelung in für Kiffer typischen Zip-Tütchen dabei. Das alles ließ die Beamten genauer nachhaken.

Der Fahrer gestand schließlich, einige Tage zuvor von seinem Beifahrer zwei "Füchse" Marihuana gekauft zu haben. Als Fuchs wird im Drogenmilieu ein Tütchen mit 2,5 Gramm der Droge bezeichnet. Zudem musste sich der 18-Jährige einem Drogentest unterziehen, der entsprechend positiv ausfiel - mit negativen Auswirkungen auf seinen Führerschein und seinen Geldbeutel. Doch während der jüngere der Beiden geständig war und den Strafbefehl über sieben Tagessätze zu je fünf Euro akzeptierte, leugnete der ältere zunächst den Vorwurf, Marihuana an seinen Kumpel verkauft zu haben. Als letzterer dann aber seine bei der Polizei getätigten Aussagen vor Gericht wiederholte, knickte der 20-Jährige auf der Anklagebank ein und gestand doch.

"Was glauben Sie, ist dieses Geständnis jetzt noch wert?", fragte der Vertreter der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, der bei dem jungen Mann keinerlei Einsicht erkannte. Ein Blick ins Bundeszentralregister verstärkte diesen Eindruck: Acht Einträge finden sich darin, fast alle wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. "Von Arrest über Jugendhaftstrafe haben Sie schon alles erlebt, aber Sie machen trotzdem weiter - entweder ist das eine Sucht oder Überzeugung", meinte Amtsgerichtsdirektor Ekkhart Koch.

Dass er den 20-Jährigen nicht erneut hinter Gitter schickte, hat der Angeklagte seiner Jugendgerichtshelferin zu verdanken. Sie setzte sich für ihren Klienten ein, in dem sie sich als Betreuungsperson zur Verfügung stellte, unter deren Weisung sich der Heranwachsende nun sechs Monate zu begeben hat. Die sogenannte Betreuungsweisung ist Bestandteil der ambulanten Maßnahmen, die auf der Basis des Jugendgerichtsgesetzes für Jugendliche im Bedarfsfall vorgehalten werden. Zudem muss der Gernsbacher regelmäßig die Drogenberatungsstelle aufsuchen und 500 Euro an den Förderverein Schwimmbad Obertsrot zahlen. Die 50 Euro, die er aus den Drogengeschäften eingenommen hat, muss er natürlich auch abgeben.

"Wenn es nicht klappt, geht es vier Wochen in den Dauerarrest", schickte Koch eine abschließende Warnung an den 20-Jährigen, der aktuell eine Arbeitsstelle mit der Chance auf Festanstellung hat. Auch dies dürfte in nicht unerheblichem Maße dazu beigetragen haben, dass ihm der Gang ins Gefängnis erspart blieb.

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