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Jugend für Gemeindeentwicklung ins Boot nehmen
15.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - In einer guten, lockeren und fruchtbaren Atmosphäre fand die Klausurtagung des Weisenbacher Gemeinderats statt. Darin sind sich Bürgermeister Toni Huber, Gottfried Lang (CDU) und Uwe Rothenberger (Freie Wähler) einig. Sie stellten das Ergebnis des Treffens vor. Die achte Tagung in der über 24-jährigen Amtszeit des Bürgermeisters fand am 9. und 10. März im Rathaus statt.

Zunächst gab es einen Rückblick über die Investitions- und Unterhaltungsmaßnahmen der vergangenen Jahre. Im Zeitraum von 2010 bis 2017 wurden in Weisenbach rund zwölf Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung der Infrastruktur investiert (rund 5,6 Millionen Euro davon als Zuschüsse).

"Was macht Gemeinden auch in Zukunft attraktiv?" So lautete das Thema eines Impulsvortrags von Professor Alexander Doderer aus Villingen-Schwenningen. Eingehend auf die globalen Rahmenbedingungen, Lebensphasen oder veränderten gesellschaftlichen Ansprüchen, forderte der Fachmann für Zukunftsentwicklungen eine "Veränderungsbereitschaft", die Kompromisse und Mut zum Risiko bedeutet. "Zukunft ist nur so gut, wie wir sie gestalten" - so lautete das Fazit.

Angeregt durch den Vortrag diskutierten die Ratsmitglieder bei "World-Café"-Runden in wechselnder Gruppenbesetzung die drei Handlungsfelder "Infrastruktur", "Ortsentwicklung" und "Daseinsvorsorge/Gemeinwesen". Die Arbeitsgruppen wurden moderiert von Dr. Frank Friesecke, Frieder Hartung und Lina Mehlis von der STEG-Stadtentwicklungsgesellschaft. Das Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog mit 18 Punkten. Für die Ortsentwicklung haben die städtebauliche Entwicklung des Hirsch-Areals und ein Parkraumkonzept für die Gesamtgemeinde große Bedeutung. Wichtig ist die Innen- und Außenentwicklung, eine kooperative Entwicklung des Zimmerplatzes, eine Quartiersentwicklung zum ehemaligen Gasthaus "Grüner Baum" sowie eine Standortentwicklung für die "Obere Schlechtau".

Schulstandort wichtig

Bei der Infrastruktur sind die Sanierungen des Werkrealschul-Gebäudes und der Festhalle von großer Bedeutung. Für das Auer Schulgebäude soll ein Nutzungs- und Gebäudekonzept erarbeitet werden; zudem gilt es, den Breitbandausbau zu begleiten.

Bei Daseinsvorsorge/Gemeinwesen ist die Zukunft des Schulstandorts Weisenbach mit der Werkrealschule von Bedeutung. Weitere wichtige Themen sind die Sicherung der Zukunft der Gastronomie und der medizinischen Versorgung. Betreutes Wohnen, Jugendbeteiligung, Landschaftspflege sowie ein Abendtisch/After-Work-Tisch gehören ebenfalls dazu. In einem "Themenspeicher" sind weitere Punkte vermerkt. Dazu zählen die Innenentwicklung, Neubaugebiet, Tourismus und Marketing, Murgtal-Terrassen, die Zukunft der evangelischen Kirche, die Ortsdurchfahrt, Straßen- und Brückensanierungen oder ein Dorfbus.

2013 wurde in Gemeindeentwicklungs- und Demografiekonzept beschlossen, die jetzige Klausur soll Auftaktveranstaltung für die Fortschreibung des Konzepts gewesen sein. Bereits in den Sommermonaten werden in einer ersten Beteiligungsrunde insbesondere die Jugendlichen einbezogen. "Wir müssen die Jugend mit ins Boot nehmen", da sind sich der Bürgermeister, Uwe Rothenberger und Gottfried Lang einig. Nach den Sommerferien sind die Bürger gefragt.

Aus der Klausurtagung und den Bürgerbeteiligungsrunden wird nun ein neues Gemeindeentwicklungskonzept erarbeitet. Das soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 durch den Gemeinderat beschlossen werden. Damit sollen die Grundlagen geschaffen werden, um Weisenbach auch in Zukunft attraktiv zu gestalten und an Fördertöpfe wie das Landessanierungsprogramm zu gelangen.

Viel Lob gab es seitens der Gemeinderäte für die Vorbereitung der Tagung durch die Verwaltung. Umfangreiche Unterlagen standen zur Verfügung. Auch freuen sich Rothenberger und Lang über die intensive Beteiligung der jungen Gemeinderäte an den Gesprächsrunden. Nicht Leitlinien, sondern Sachthemen wurden diskutiert, es war "eine der besten Klausurtagungen, an denen ich teilgenommen habe", lautet die Bilanz von Gottfried Lang. Und Uwe Rothenberger ergänzt: "Wir sind alle mit einem positiven Gefühl herausgekommen."

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