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Der Meister hätte seine Freude gehabt
Der Meister hätte seine Freude gehabt
21.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Er wäre bestimmt begeistert gewesen, der bereits mit 27 Jahren verstorbene Jimi Hendrix, wenn zu seinem 75. Geburtstag im November Claus Müllers Allstar-Band gespielt hätte. So wie er damals mit seiner experimentellen und innovativen Spielweise auf der Elektrogitarre viele Gitarristen inspirierte und mit seinen Auftritten die Musikwelt auf den Kopf stellte, ließen die vier Gitarristen der Tribut-Band das klag erbeben.

Die Aktivisten des Abends - Claus Müller (Drums und Initiator), Ralph Hopp aus Ubstadt-Weiher, Stephan Erhardt aus Pforzheim, Gerald Sänger aus dem Murgtal, Jochen Seiterle aus Heidelberg (alle Gitarre und Gesang) sowie Michael Heise aus Karlsruhe am Bass und Michael Steiner aus Wiesloch-Rauenberg (Tenorsaxofon) - führten die, oftmals fälschlicherweise dem Komponisten Gustav Mahler zugeschriebene Metapher vom Aufbewahren der Asche oder dem erneuten Entzünden der Flamme aus der Glut sehr anschaulich vor. Es fehlten nur noch ein paar Pyroeffekte, aus deren Blitzen der Meister persönlich auf der Bühne erschienen wäre.

Wie Ralf Hopp und Gerald Sänger im Gespräch erklärten, geht es bei dem Projekt nicht darum, Jimi Hendrix Ton für Ton originalgetreu nachzuspielen: "Das wäre ja langweilig." Vielmehr wollen besonders die Gitarristen, die alle Hendrix-Fans sind, die spezielle Aura von Hendrix' Gitarrenspiel in ihrem jeweils persönlichen Stil ausleben.

Jamsession zum Schluss

In vier unterschiedlichen Gitarrenbesetzungen und einer Jamsession zum Schluss wurden 16 bekannte und weniger bekannte Titel des Meisters, der ja selbst keinen seiner Songs zweimal gleich gespielt hat, interpretiert. Ralf Hopp bringt bereits seit 25 Jahren und mehr als 1000 Gigs seine Stratocaster bei der Musik von Jimi als auch Rory Gallagher zum Einsatz, was deutlich zu hören ist. Ihm folgt Erhard, der mit "Purple Haze" den ersten Hit des Abends präsentiert und bei dem die ersten drei Töne schon für Begeisterungspfiffe im Publikum sorgten.

Als Song für die Frauen kündigte Müller "The Wind cries Mary" an, der dann auch sehr einfühlsam interpretiert wurde. Dass auch Sänger die Gitarre beherrscht, ist schon länger bekannt, und dass zu seinen Heroes neben Eric auch der Jimi gehört, war beim Spiel mit dem Fuzz und festgestelltem Wah-Pedal nicht zu überhören. Ja, und singen kann er natürlich auch.

Dass auch ein gut gespieltes und vom Jazz beeinflusstes Saxofon hervorragend zu Hendrix passt, zeigten die Call- und Response-Passagen bei "Them Changes".

Nicht vergessen werden darf Maike Oberle, die nach der Pause mit Gerald Sänger zwei Songs unplugged vortrug und mit ruhigen Tönen den Weg für das genaue Gegenteil mit Jochen Seiterle vorbereitete. Ein wirklich "verrückter Hund", der mit seiner exzessiven Gestik, Mimik und viel Bewegung sehr anschaulich zeigte, dass Musik auch eine sinnliche Erfahrung sein kann. Er zelebrierte "Spanish Castle Magic", "Third Stone from the Sun" und "Fire" überzeugend im Stil des Protagonisten.

Als einen der Höhepunkte kann man sicher das letzte Set bezeichnen, bei dem alle Musiker so bekannte Titel wie "Little Wing", Hey Joe", Voodoo Child" und "All along the Watchtower" spielten und sich mit der Zugabe "Wild Thing" von einem begeisterten Publikum verabschiedeten.

Überlegenswert wäre, bei Musik, die ursprünglich in den 1970er Jahren als "Tanzmusik" gespielt wurde, den Veranstaltungsraum entsprechend zu gestalten. Bistrotische bis an den Bühnenrand sind bei einem Kabarettprogramm sicher angebracht. Bei einer so dynamischen Musik wie am Samstagabend möchte ein großer Teil der Besucher gerne tanzen oder sich zumindest stehend bewegen können.

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