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Lob für das Gaggenauer Modell
Lob für das Gaggenauer Modell
21.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Lobende Worte für die Gaggenauer Jugendbeteiligung gab es nach den Vorträgen von Susanne Schultheiss und Ricarda Moser von allen Sprechern der im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen. Dieses neue Gaggenauer Modell wurde vom Gemeinderat im Dezember 2015 beschlossen. Es ersetzt den Jugendgemeinderat.

Schultheiss (Hauptamt) erinnerte daran, dass sich Mitte 2014 im Gegensatz zu früheren Jahren keine Kandidaten mehr für den Jugendgemeinderat gefunden hatten. Bei der Beteiligung an wichtigen Planungen und Vorhaben müssten Jugendliche (14 bis 18 Jahre) mit von der Partie sein, jüngere Kinder sollten.

Auf die selbst gestellte Frage, "warum Jugendbeteiligung?", legte Schultheiss folgendes dar:

Kinder und Jugendliche sind Experten für ihre Themen

Zukunft mitgestalten

Demokratie leben

Erhöhung der Identifikation mit der Wohnstadt

Mehr Dialoge zwischen Jung und Alt

Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Standortfaktor.

In den Jahren 2016 und 2017 gab es jeweils jährlich Schulworkshops an Werkrealschule, Realschule und Gymnasium sowie ein öffentliches Jugendforum für alle Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren. Dort wurden in einem Rückblick erledigte Maßnahmen aus dem Vorjahr präsentiert. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Schulworkshops, verschiedene Maßnahmen als Empfehlung für den Gemeinderat festgelegt sowie Projektgruppen gebildet. Im vergangenen Jahr waren Berater aus den Fachämtern zur Betreuung von Thementischen beim Jugendforum dabei, ebenso externe Berater, zum Beispiel für den Bereich Waldseebad. Bereits seit 2016 wirken Gemeinderäte als Ansprechpartner mit.

Künftig soll das bislang angebotene SMV-Coaching wegfallen. Als Vorbereitung für das Jugendforum und als Ersatz für die Politikworkshops gibt es im Dezember und Januar jeweils eine Schulstunde, an der Tina Frey vom Hauptamt und Ricarda Moser, Leiterin des Jugend- und Familienzentrums, teilnehmen und mit den Schülern das Jugendforum vorbereiten. Das nächste öffentliche Jugendforum soll am 14. Februar 2019 stattfinden.

Nicht alles kann umgesetzt werden

Die im Jugendforum erarbeiteten Wünsche und Anregungen wurden zusammengefasst und hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit überprüft. Denn nicht alles, was wünschenswert ist, kann auch umgesetzt werden. Zu den realisierbaren Vorhaben gehört unter anderem ein Brief an den Eigentümer des Parkhotels, den nach Angaben von Ricarda Moser die Jugendlichen handschriftlich verfasst und jetzt abgeschickt haben. Spontan reagiert habe die Firma Taxi-Holl auf einen Wunsch der Jugendlichen. Das Anruf-Linien-Taxi kann jetzt auch per App bestellt werden. Auch der Zaun an der Merkurschule war ein Thema. Dessen Entfernung ist laut Stadtverwaltung nicht möglich. Er sei aus Gründen des zunehmenden Vandalismus errichtet worden. Immer wieder Themen sind auch schnelles Internet oder die Versorgung von Stadtteilen mit Mobilfunk. Unter anderen gebe es in Oberweier oft kein deutsches Netz. Auch verschiedene Sportplätze, Sitzmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, aber auch die Modernisierung des Murgana sind Themen bei den Jugendlichen, wie Moser darlegte.

Insbesondere die Sicherheit ist nach Ansicht von Gerlinde Stolle (SPD) ein "sehr extrem starkes Thema" im Bereich Bahnhof und Murgtal-Center: "Da kann man nicht wegsehen." Laut Oberbürgermeister Christof Florus habe es Gespräche gegeben. Auf die Frage von Susanne Rodenfels (SPD), wie die Realisierbarkeit von Anregungen mit den Jugendlichen besprochen werde, sagte Moser, dass auch negative Ergebnisse transparent vermittelt würden.

"Die Jugendbeteiligung kann nur funktionieren, wenn sie gelebt wird", meinte Christian Kientz (CDU). Gerd Pfrommer (SPD) sprach seinen Dank aus an Tina Frey und Ricarda Moser, die die Aufgaben engagiert und strukturiert wahrnehmen würden. Ein großes Lob kam auch von Ferdinand Hurrle (FWG): "Macht weiter so!" Eric Peplau (Grüne) glaubt, dass man in Sachen Jugendbeteiligung auf einem sehr guten Weg ist. "Jugendpolitik ist engagierte Politik", unterstrich Theo Gehrmann (FDP).

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