http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Mit Landjägern unterwegs ins Weltall
Der Nationalpark gilt bei Befürwortern als große Chance für den Tourismus, auch mit Blick auf Gäste aus Übersee, und für die Natur selbst.  Foto: av / Nationalpark Schwarzwald, Madeleine Ehinger
23.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Forbach - Ambitioniert startete die neue Dialogreihe "Heimat 4.0 - Schwarzwald-Talk" am Mittwochabend in Forbach. Bei acht Veranstaltungen in den nächsten beiden Jahren sollen prominente Gäste aus ihrem persönlichen Erleben über den Nordschwarzwald sprechen.

Den Anfang machten im Forbacher Josefshaus der Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) und Professor Ernst Messerschmid vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. Er hatte 1985 mit der Challenger Space Mission für eine Woche die Erde in rund 400 Kilometern Höhe umkreist und ist seither ein ständiger Botschafter für den Schutz der Erde. "Die Erde ist ein so schöner und so leicht verletzlicher Planet. Wir müssen das Management der Erde dringend verbessern und dürfen nicht so weitermachen wie bisher", forderte er eindringlich.

Claus-Peter Hutter, der Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg, moderierte die entspannte Gesprächsrunde vor den voll besetzten Zuschauerreihen. Neben bereits bekannten Informationen über die Geschichte und die zukünftige Entwicklung des Nationalparks gelang es Hutter, den beiden Gästen auch persönliche Erinnerungen zu entlocken. So ist der begeisterte Segler Messerschmid dank einiger deutschstämmiger US-Bürger nicht ohne eine Notration Landjäger ins All gestartet. Untersteller erzählte von Kontakten seines Vaters aus Nachkriegstagen ins Kinzigtal, von wo man ihn nach Jahrzehnten noch mit einem Jugendfoto des Vaters überraschte.

Fernab der großen politischen Bühne war Zeit für Heiterkeit, aber auch ernste Blicke in die Zukunft. "Ohne die Möglichkeit, die Erde von außen zu betrachten, könnten wir nicht so fundiert über den Klimawandel sprechen", erläuterte der Raumfahrer Messerschmid. Untersteller und Messerschmid sehen im Nationalpark eine große Chance für die Region - einerseits vor allem als Tourismusziel, auch für Gäste aus Übersee - andererseits auch für die Natur selbst. Spannend bleibe es, die nächsten Jahrzehnte zu verfolgen, wie diese sich an den Klimawandel anpasst, welche Arten neu dazu kommen, welche verschwinden. Untersteller unterstrich dabei, dass die Naturschutzbehörden dringend mehr Freiraum für Entscheidungen benötigen, da EU- und Bundesrecht zu restriktiv und unflexibel seien. Der Anstoß für die Debatte, ob man beide Teile des Nationalparks verbinden solle, müsse seiner Meinung nach allerdings aus der Region selbst kommen.

Nach zwei Imagefilmen, einem Grußwort von Bürgermeisterin Katrin Buhrke, der Vorstellungrunde, die vor allem Dank der Spacelab-Fotos von Professor Messerschmid sehr interessant wurde, und einer unterhaltsamen Gesprächsrunde war die Diskussionsfreude des Publikums erlahmt. Nach nur einer kritischen Anmerkung zu einer vom Nationalpark abgelehnten Partnerschaft mit einem örtlichen Beherbergungsbetrieb endete der offizielle Teil. Nationalparkleiter Dr. Wolfgang Schlund will sich nach spontanem Bekunden um das Thema kümmern.

Beim anschließenden Empfang bestand die Gelegenheit, mit den Referenten und Veranstaltern (Nationalparkregion, vertreten durch den Vorsitzenden, Bürgermeister Michael Ruf aus Baiersbronn, den Vertretern der Umweltakademie Baden-Württemberg und des Nationalparks) weiter zu diskutieren.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rust
Familien im Fokus: Europa-Park investiert in Sommersaison

22.03.2018
Fahrvergnügen für die ganze Familie
Rust (lsw) - Der Europa-Park in Rust investiert für die Sommersaison mehr als 25 Millionen Euro in neue Attraktionen. Vergnügungsangebote für die gesamte Familie sollen den Schwerpunkt bilden. Zudem entsteht eine Dunkel-Achterbahn. Die Saison startet am Samstag (Archivfoto: dpa). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Aktuell ruhen die Arbeiten auf dem Marktplatz. Um das Bauwerk für die Zukunft umzurüsten, muss zunächst die Statik neu berechnet werden. Foto: Merkel

22.03.2018
Erneuter Baustopp am Marktplatz
Rastatt (mme) - Stillstand herrscht momentan zum zweiten Mal auf der Baustelle auf dem Marktplatz vor der Sparkasse. Zunächst machte der Frost einen Strich durch die Rechnung (wir berichteten), aktuell verursacht die Technik einen Baustopp (Foto: Merkel). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Battert-Tour: Eine schrittweise Therapie. Foto: Holzmann

22.03.2018
Vier Touren am Battert
Baden-Baden (red) - Ein Waldspaziergang wirkt erfrischend, beruhigend und heilsam auf Psyche und Gesundheit - und das zu jeder Jahreszeit. Die therapeutische Wirkung des Schwarzwaldes können die Teilnehmer einer kleinen Tour 24. März am Battert erfahren (Foto: Holzmann). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Die Sportler der Kampfkunst-Akademie Baden-Baden haben in ihrer Gewichtsklasse Platz eins belegt. Foto: pr

22.03.2018
Erfolgreiche Kickboxer
Baden-Baden (red) - Bei der offenen internationalen baden-württembergischen Meisterschaft (WKU) im Kickboxen am vergangenen Wochenende in Winterbach in der Nähe von Stuttgart nahmen auch zwei Kämpfer der Kampfkunst-Akademie Baden-Baden teil (Foto: pr). »-Mehr
Berlin
´Inzwischen kennen Sie mich´

22.03.2018
Merkel scheut die großen Worte
Berlin (red) - Angela Merkel bleibt sich treu. Auch zum Start in ihre vierte Amtszeit scheut die Bundeskanzlerin große Worte und kühne Entwürfe. Zum Ziel erklärt sie am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung, Spaltungen in der Gesellschaft zu überwinden (Foto: AFP). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die CDU Baden-Württemberg hat sich für ein generelles Burkaverbot ausgesprochen. Halten Sie das für richtig?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen