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Elternbeirat zeigt sich enttäuscht
Die stark befahrene Badener Straße müsste von Kindern überquert werden, wenn sie zum Börbach wollen.  Foto: Jahn
24.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Ein Biotop auf einem ehemaligen Spielplatz? Nicht alle in Selbach sind begeistert von dieser Idee. Insbesondere Anwohner am Börbach haben sich gegen das Projekt ausgesprochen. Der Ortschaftsrat beendete nach der Sitzung am Mittwoch das Vorhaben (wir berichteten). Etliche Selbacher sind damit nicht einverstanden. Insbesondere der Elternbeirat der Ebersteingrundschule zeigt sich enttäuscht über das "Aus".

"Als ich das in der Zeitung gelesen habe, war ich enttäuscht und traurig", berichtet Britta Burmeister, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende. Andererseits kann sie auch die Anwohner verstehen, die sich unter anderem wegen möglicher Rattenplage über Lärmbelästigung durch quakende Frösche bis hin zu vermehrt auftretenden Stechmücken im Ortschaftsrat vehement gegen das Projekt "Biotopia" aussprachen.

Burmeister ist jedoch optimistisch. "Ich denke, dass eine Lösung möglich ist", sagt sie im Gespräch mit dem BT. Sie schlägt einen Runden Tisch vor. Dort könnten sich Vertreter der Anwohner, der Schule, des Kindergartens und des Ortschaftsrats austauschen. "Fehlende Kommunikation im Vorfeld" sei ein Problem gewesen. Im Gespräch könnte vielleicht ein Kompromiss erzielt werden, hofft das Mitglied des Elternbeirats. Gepflegt werden müsse das Gelände nach ihrer Auffassung von der Stadt. Allerdings könnten Schule, Kindergarten und auch Anwohner mithelfen, stellt sie bei einer doch noch positiven Entwicklung in Aussicht.

"Viele Kinder kennen die Natur teilweise schon gar nicht mehr richtig", sagt Burmeister. Deshalb wäre das Biotop "eine wunderbare Möglichkeit gewesen, den Kindern Natur nahe zu bringen". Nicht nur als Kindergartengruppen oder über die Schule, sondern auch privat könnte man in einem solchen Biotop einiges über die Natur erfahren.

Badener Straße als Hindernis

"Die stark befahrene Badener Straße ist ein Hindernis", meint Barbara-Uta von Nayhauss, Leiterin der Ebersteingrundschule. Das unter anderem deshalb, weil die Anbringung eines Zebrastreifens nicht möglich sei. Auch dauere der Fußweg von der Schule dort hin etwa 20 Minuten. "Biotopia" sei eine tolle Idee, lobt sie das Projekt. Allerdings könnte es von der Schule nur relativ selten genutzt werden. Von Nayhauss verweist unter anderem auf das Waldklassenzimmer und den Schulgarten. Folglich könne das Biotop nur im Rahmen der Projektwoche, die einmal im Jahr an der Schule angeboten wird, genutzt werden - sofern ein naturwissenschaftliches Thema erarbeitet wird. Das sei zum Beispiel in diesem Schuljahr nicht der Fall.

Ortsvorsteher Michael Schiel (CDU) macht keinen Hehl daraus, dass er enttäuscht ist über die Entwicklung. Er spricht bei "Biotopia" von einer guten Sache und verweist darauf, dass es dort schon seit langem ein Feuchtgebiet gebe. Insbesondere hebt er bei der Planung das Engagement der Sachbearbeiterin von der Umweltabteilung der Stadtverwaltung, Angelika Elsener, hervor.

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