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"Unsere Zukunft ist gesichert"
Die Handwerker der Zimmerei Wieland beim Richtfest des neuen Schwarzwaldvereinsheims in der Faltergasse. Foto: Uebel
26.03.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ueb) - Was im Juni 2016 in einer denkbar knappen Abstimmung der Mitglieder der Gernsbacher Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins beschlossen wurde, fand am Freitag mit dem Richtfest ihres neuen, alten Vereinsheims einen bedeutsamen Höhepunkt.

Die Gernsbacher sind seit etwa 60 Jahren stolze Eigentümer eines solchen: Nicht nur die erwachsenen Mitglieder kommen gern dort zusammen, sondern das komplett ausgestattete Heim wird auch oft für private Feiern gemietet. Darüber hinaus bietet es den Kindern und Teenagern des Vereins Raum und Möglichkeiten, sich zu treffen, auch mal dort zu übernachten, zu basteln, zu spielen, während gemeinsamer Ausflüge die Natur zu entdecken und natürlich zusammen zu feiern. Das Heim, in die Jahre gekommen, platzte aus allen Nähten, die Bauschäden waren unübersehbar, wie Kassierer Holger Pfingst schon vor vier Jahren anhand eindrucksvoller Fotos dokumentierte.

Nasse Wände, Schimmelbefall, Risse im Bauwerk, die Terrasse senkt sich ab, das Dach nicht mehr dicht. "Wir müssen etwas tun, um unser Haus zu erhalten", darin waren sich alle einig. Die versammelten Mitglieder beauftragten den Vorstand, mehrere Versionen zur baulichen Lösung erarbeiten zu lassen, entsprechende Kostenkalkulationen einzuholen und Finanzierungsmöglichkeiten zu klären. Letztlich entschied man sich für die "große Lösung". Um die geschätzten Kosten zusätzlich zu erwarteten Spenden und Zuschüssen noch wesentlich zu senken, setzte der Verein vor allem auf Eigenleistungen der Mitglieder. Diese begannen schon bald nach erteilter Baugenehmigung, und sie beschäftigten die aktivsten Vereinsmitglieder: inzwischen sind etwa 1500 Arbeitsstunden erfasst.

Als erste Maßnahme war der Zufahrtsweg für die später zu erwartenden Baufahrzeuge zu verbreitern - eine Arbeit, die sich angesichts von Buntsandstein und Granit als äußerst schweißtreibend erwies. Kräftezehrende Ausschachtarbeiten folgten, Bäume mussten gefällt, Mauerwerk mit Schaufel, Spitzhacke, schwerem Gerät beseitigt und die Reste mit Schubkarre abgefahren werden, Heizöltanks waren abzubauen und Heizrohre zu legen. Beim Abriss der Terrasse wurden die Männer von zusammengebrochenen Überbleibseln eines darunter liegenden Terrassenbaus überrascht. Ende September begannen Fachleute von beauftragten Gernsbacher Firmen mit dem Rohbau, der Kanalisation und dem Anbau des Gebäudes.

Doch auch für die Vereinsaktivisten, die fast an jedem Samstag den Weg hinauf in die Faltergasse fuhren, blieben und bleiben noch genügend Aufgaben. In Eigenleistung wurden neue Heizkörper, Heizrohre und Wasserleitungen installiert, Elektroleitungen, Anschlüsse und Sicherungskästen verlegt. Und auch dann, wenn das Richtfest-Bäumchen seine Schuldigkeit getan haben wird, bleiben noch viele, selbst zu erledigende Arbeiten bestehen: wie etwa Betonarbeiten, Malerarbeiten, neue Böden oder das Ausgießen und Verputzen innen und außen.

"Unsere Zukunft ist gesichert", stellte Vorsitzender Richard Herzig optimistisch fest. Für den Spätsommer ist der "Tag der offenen Tür" geplant, zu dem alle Vereinsmitglieder eingeladen werden. Am Freitag beschränkte sich die Runde der Eingeladenen auf die Bauhandwerker und die Mitglieder, die bisher am Baugeschehen aktiv mitwirkten.

Vorarbeiter Michael Wieland von der Gernsbacher Zimmerei Wieland war es, der den Richtspruch vortrug: "Meister, Gesellen und ehrbare Leut, nach schwerer Arbeit ist Richtfest heut'. Im Rohbau, gefügt von kundiger Hand, steht dies Vereinsheim von Meisterhand", begann er seine Rede und sie endete mit: "Der letzte Schluck, der gilt die Ehre des Handwerks, dem ich angehöre". www.schwarzwaldverein-gernsbach.de

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