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"Diese Infrastruktur kann nicht jeder bieten"
Bauleiter Jürgen Kilgus, Platzbeauftragter Uwe Meyer, Sportvorstand Martin Dernbach und Präsident Fred Bender (von rechts) begutachten den Baufortschritt des neuen Kunstrasenplatzes - und packen selber mit an. Foto: Juch
31.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Vom alten Hartplatz, auf dem kaum noch einer kicken wollte, ist nichts mehr zu sehen. Trotz Nieselregens sind zwei Mitarbeiter der Firma Rievo Tennis- und Sportplatzbau GmbH aus Freiburg tapfer dabei, die letzten Bahnen des Kunstrasenplatzes zu verlegen. Neben dem gepflegten Rasenplatz soll er zum neuen Schmuckstück der Sportanlage des SV Staufenberg werden. "Diese Infrastruktur kann nicht jeder bieten", freut sich Sportvorstand Martin Dernbach.

Spätestens Ende April soll der Ball endlich rollen auf dem künstlichen Geläuf, das die Ausweichmöglichkeiten der aktiven Fußballer künftig deutlich verbessert. Weil sich der Kunstrasenbau wetterbedingt verzögert hat - ursprünglich hatte man auf Fertigstellung im Dezember gehofft -, musste der SVS bei der Wintervorbereitung improvisieren. Beim FC Gernsbach fand der A-Ligist "Asyl" und konnte seine Trainingseinheiten auf dem dortigen Kunstrasen absolvieren. "Dafür sind wir sehr dankbar", sagen die Verantwortlichen des SVS.

Kunstrasen erfüllt DIN-Norm

Um ihren eigenen Traum von einem zukunftsfähigen Zweitplatz zu verwirklichen, hat man im Januar 2017 erste Gespräche geführt - mit dem Badischen Sportbund bezüglich der Fördermöglichkeiten und mit dem Vorsitzenden des Fußballbezirks Baden-Baden, Dieter Klein. Es folgten diverse Platzbesichtigungen und die Teilnahme an einem Kunstrasenworkshop, blickt Platzbeauftragter Uwe Meyer auf die Entstehungsgeschichte zurück.

Auch beim Südbadischen Bezirksligisten FC Teningen schauten sich die Staufenberger um und nutzten deren Ausschreibung für ihren neuen Kunstrasen als Grundlage. Stadt und Gemeinderat standen ebenfalls hinter dem Projekt und gewährten einen Zuschuss von zehn Prozent im Rahmen der Vereinsförderrichtlinie. Weitere 30 Prozent des insgesamt 210000 Euro teuren Sportplatzneubaus übernimmt der Badische Sportbund.

Hinzu kommen immense Eigenleistungen des Vereins, der unter anderem die Barrieren, den Ballfangzaun und die Auswechselkabinen versetzt hat. Dadurch ist es möglich geworden, auch den Kunstrasenplatz DIN-gerecht zu gestalten, damit er für den Ligabetrieb zulässig ist. Die Mindestmaße dafür betragen 90 mal 45 Meter, der Kunstrasen in Staufenberg ist 90 mal 48 Meter groß. Darauf können alle Spiele ausgetragen werden, ebenso verfügt der Platz über ein verkürztes Großfeld sowie zwei Kleinspielfelder, erklärt Uwe Meyer. Der Platzbeauftragte verweist darauf, dass der SV Staufenberg gerade dabei sei, die Jugend wieder zu aktivieren: "Da haben wir ein bisschen Nachholbedarf."

Dieser Aspekt ist für den Verein besonders wichtig, wie Präsident Fred Bender betont. Mit einem Kunstrasen falle es leichter, junge Leute fürs Kicken zu begeistern. Auch bei den Alten Herren erhoffe man sich "einige Rückkehrer", mussten sie doch im Training oft auf den ungeliebten Hartplatz oder in die Halle ausweichen. Zuguter Letzt geht Sportvorstand Martin Dernbach davon aus, dass es mit einer solchen Infrastruktur leichter werde, etwaige Neuzugänge der aktiven Mannschaften für Staufenberg zu begeistern.

Der neue Kunstrasenplatz des Herstellers Field Turf, der mit unbelastetem Granulat (ohne Schadstoffe) aufgefüllt wird, hat zehn Jahre Garantie auf das Komplettsystem; einmal im Jahr kommt eine Fachfirma, um die Gewährleistungspflege zu übernehmen. Der Verein selbst muss aber auch seinen Beitrag für die Langlebigkeit leisten. Alle 14 Tage sollte man mit dem vereinseigenen Pflegegerät drüber gehen, dafür hat der SVS einen entsprechenden Dienstplan aufgelegt. "Wir gehen davon aus, dass der Platz länger hält als die angegebenen 15 Jahre - weil wir dort nicht die Komplettbelastung haben wie zum Beispiel Loffenau", sagt Fred Bender.

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