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Günstiger Wohnraum für viele Menschen
Sollen erneuert werden: Anwesen der Heimstätten-Genossenschaft Theodor-Bergmann-Straße 19 bis 23.  Foto: Jahn
06.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Gegründet wurde die Gaggenauer Heimstätten-Genossenschaft eG (GHG) auf Initiative des damaligen Pfarrers Karl Höfer am 28. Juni 1918. Sie firmierte bis zum Wegfall der Gemeinnützigkeit zunächst als Gemeinnützige Heimstättengenossenschaft Gaggenau eGmbH. Bis heute lautet der Auftrag der Genossenschaft, für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Am Samstag, 30. Juni, wird das 100-jährige Bestehen der Genossenschaft gefeiert.

Aktuell umfasst der eigene Bestand 190 Mietwohnungen. Trotz der Abschaffung der Gemeinnützigkeit liege der Fokus nach wie vor auf dem Bau und der Bereitstellung von Wohnungen zu sozialverträglichen Preisen, so Vorstand und Bilanzbuchhalter Günter Dürr. Im Jubiläumsjahr präsentiere sich die Genossenschaft "als durchweg gesundes Unternehmen" und könne stolz sein auf das Geleistete.

Ein Dauerthema bleibe die Instandhaltung und Modernisierung des Bestands. Das Ziel heiße, sämtliche Wohnungen nach und nach "zeitgemäß und nachhaltig" zu sanieren, damit die vorhandenen Wohnungen auch für künftige Mietergenerationen attraktiv seien. Die Anzahl der Ein-Personen-Haushalte nehme allgemein zu. Auch dürfe der demografische Wandel nicht aus dem Blick verloren werden.

"Wie fast überall fehlen auch in Gaggenau vor allem sogenannte bezahlbare Wohnungen", sagt Dürr. Deshalb solle laut Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat der Wohnungsbestand vergrößert und dem Markt möglichst weiterer preisgünstiger Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Mangels fehlendem geeignetem Baugrundstück ist eine innerstädtische Verdichtungsmaßnahe geplant. In der Theodor-Bergmann-Straße verfügt die Genossenschaft über drei Häuser mit jeweils vier Wohnungen. Selbst umfangreiche und aufwendige Sanierungen führten nicht zu dem Ziel, zeitgemäßen und zukunftsfähigen Wohnraum zu bekommen.

Zahlreiche Hürden des Baurechts

Deshalb sollen die 38 Jahre alten Häuser abgerissen und durch neue, größere ersetzt werden. In jedem Haus sind neun Wohneinheiten vorgesehen, sowohl Zwei- als auch Dreizimmerwohnungen sind geplant.

Das Vorhaben umzusetzen ist allerdings nicht so einfach. So seien zahlreiche baurechtliche Hürden zu überwinden. Ein Gutachten bezüglich Artenschutz sei nicht problematisch, allerdings ein Lärmschutzgutachten. Darin werden laut Dürr unter anderem Lärmentwicklungen bezüglich Parkplätzen der umliegenden Firmen (Zu- und Abfahrt) untersucht.

"In 30 Jahren hat sich keiner der Bewohner über Lärm von außen beschwert", unterstreicht Dürr. Nur innerhalb der Gebäude habe es Klagen wegen des schlechten Schallschutzes gegeben. "Die machen Auflagen ohne Ende", ist Dürr teilweise frustriert über die Aussagen der Gutachter. Dennoch zeigt er sich zuversichtlich, das Projekt, mit dem weiterer barrierefreier Wohnraum entstehen soll, voran bringen zu können.

Das Anwesen Nummer 23 ist bereits geräumt. Zwei Mieter wurden in anderen Wohnungen der GHG untergebracht, einer ist in eine private Wohnung umgezogen, eine Mieterin verstorben. Erst wenn dieses Haus abgerissen und ein neues gebaut wurde, gehe es an Haus Nummer 21. Dessen Mietern würden dann Wohnungen in dem neuen Gebäude Theodor-Bergmann-Straße 23 angeboten. Und erst wenn auch Nummer 21 neu errichtet wurde, geht es an Nummer 19.

Wie hoch dort die Mieten sein werden, kann nach Angaben von Vorstand Janette Wicke noch nicht gesagt werden. Das hänge mit den Gesamtkosten für das Projekt zusammen. Ein Mietpreis von aktuell fünf bis sechs Euro für die alten Wohnungen mit dem entsprechenden baulichen Zustand sei aber nicht möglich. "Wir wollen unter acht Euro bleiben", unterstreicht Wicke.

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