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22 Schadensfälle in zwei Jahren
Die Poller sollen die Zufahrt von der August-Schneider-Straße auf die Stellplätze am Bahnhofplatz regulieren. Doch sie werden immer wieder beschädigt. Foto: Senger
09.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Seit April/Mai 2016 ist die Polleranlage am Bahnhofvorplatz installiert. Insgesamt 22 Mal ist sie in dieser Zeit beschädigt worden, berichtet die Stadtverwaltung auf BT-Anfrage. Wie es mit der Anlage weitergeht sei offen. Wie hoch sich der Sachschaden für die Stadt bislang summiert, will das Rathaus nicht sagen.

Die Antwort auf eine entsprechende BT-Anfrage blieb unkonkret: "Auf einem nicht geringen Teil der Kosten ist die Stadt bislang sitzen geblieben, da kein Verursacher ausfindig gemacht werden konnte; bisweilen hat auch schon die Versicherung den Schaden übernommen. Einige Verfahren sind noch anhängig."

Pressesprecherin Judith Feuerer führt weiter aus: "Dass die Polleranlage sich langsam aus Bürgersicht zu einem Schildbürgerstreich entwickelt, ist zu verstehen. Auch innerhalb der Stadtverwaltung wächst langsam so etwas wie Frust." Die Stadtverwaltung sei davon ausgegangen, dass nach wenigen Wochen ein "Gewöhnungseffekt" eintreten und sich die Nutzung der Pollertechnik einspielen werde. "Bedauerlicherweise können sich bis heute einige nicht mit der Polleranlage anfreunden", so Feuerer weiter.

Ob es nun an der mangelnden Ungeduld der Durchfahrenden liegt, wolle die Verwaltung nicht kommentieren, aber auch nicht gänzlich ausschließen: "Fakt ist, dass die Anlage grundsätzlich fehlerfrei funktioniert und ein Überfahren möglich ist, wenn dem roten Lichtzeichen (Stopp) auch Beachtung geschenkt wird." Tatsache sei zudem, dass viele Fahrzeuge ausfahren, die eigentlich keine Berechtigung haben, weil sie sich über die Hofeinfahrt August-Schneider-Straße Zufahrt verschaffen, parken und über den Bahnhofsplatz dann wieder ausfahren. "Dies zu verhindern war mit ein Grund für die Installation des Pollers. Außerdem sollte vermehrtes wildes Parken vermieden werden", erläutert die Pressesprecherin.

Abschließend teilt sie mit: "Angesichts der unglaublich hohen Zahl von 22 Schadensfällen will die Verwaltung nach Möglichkeiten suchen, die die Situation verbessern. Hier sind verschiedenste Ansätze denkbar, die allerdings alle auch noch nicht spruchreif sind. Da die Polleranlage auch auf Wunsch des Gemeinderates eingerichtet wurde, wird der Gemeinderat auch bei einer Änderung oder Optimierung eingebunden."

Wenn der Verursacher eines Pollerschadens nicht bekannt sei, werde seitens der Stadtverwaltung jedes Mal Anzeige erstattet. "Häufig melden sich aber auch die Verursacher", so Judith Feuerer, "auffallend ist, dass der Personenkreis doch immer sehr ähnlich ist."

Eine Reihe weiterer Fragen will die Stadtverwaltung nach eigenem Bekunden nicht beantworten.

Zu diesen Fragen gehören:

Wie viele Tage/Wochen insgesamt ist die Anlage seit ihrer Inbetriebnahme voll funktionsfähig gewesen?

Was hat die Errichtung der Anlage gekostet?

Wie hoch sind die Kosten für Reparaturen seit Eröffnung? Wie viel bleibt davon an der Stadt hängen?

Wie oft wurde der Verursacher nicht ermittelt?

Wie oft war die Beschädigung unbeabsichtigt?

Was ist der Personenkreis, der "doch immer sehr ähnlich ist"?

Warum gibt es keine Zufahrtskontrolle an der besagten Hofeinfahrt August-Schneider-Straße?

Man könne nicht auf alle Detailfragen Antwort geben, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Auf erneutes Nachfrage seitens des Badischen Tagblatts hieß es dann, die Stadtverwaltung habe "beschlossen, dass es keine weiteren Auskünfte zu dem Thema gibt".

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