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Froh um jeden Schulstandort
Die Weisenbacher Johann-Belzer-Werkrealschule kämpftum jeden Schüler.  Foto: av / Mack
11.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Nach den Pfingstferien soll Oliver Hintzen als neuer Rektor seinen Dienst an der Weisenbacher Johann-Belzer-Schule antreten. So sieht es die Planung des Schulamts Rastatt vor, berichtet Schulamtsdirektor Wolfgang Held auf BT-Anfrage. Hintzen unterrichtet derzeit noch an der Bühler Bachschloss-Schule und hat dort eine Abschlussklasse, deshalb musste ein Kompromiss gefunden werden, erläutert der Schulamtsdirektor.

Hintergrund

Hintzen tritt die Nachfolge von Natascha Preuß an, die im Juli 2017 ihr Rektorenamt zurückgegeben hatte (das BT berichtete). Die Johann-Belzer-Grund- und Werkrealschule mit ihren derzeit 159 Schülern in den Klassen 1 bis 10 wird seither von Konrektorin Elke Fanselau geleitet. Diese freut sich auf die künftige Zusammenarbeit, die Schule brauche zwei Leute an ihrer Spitze, so ihre Einschätzung.

Schulamtsdirektor Held hofft auf einen Weiterbestand der Werkrealschule, die "um jeden Schüler kämpft". 16 Anmeldungen müssen für die Klasse 5 vorliegen, dies sei allerdings noch nicht der Fall, erläutert er. Die Grundschule sei nicht gefährdet.

Wenn die Zahl der künftigen Fünftklässler in einem Schuljahr nicht erreicht wird, kommt es zu einem "Hinweisverfahren", eine Art "gelbe Karte". "Wir müssen abwarten, wie sich die Situation noch entwickelt", erläutert Held. Oftmals wüssten Eltern gar nicht, dass Kinder auch an der Werkrealschule angemeldet werden müssen und glauben, dies geschehe automatisch. Auch können Zuzüge die Situation entschärfen. Deshalb warte man mit einer Entscheidung über das Hinweisverfahren bis kurz vor den Sommerferien. Sollte die "wichtige Zahl 16" zwei Jahre hintereinander nicht erreicht werden, gebe es für die Zukunft klare Vorgaben, die Schule würde "nach oben auslaufen".

Aber: "Ich bin froh um jede Schule, die wir halten können", unterstreicht Held. Das Schulamt wolle keinen Standort schließen. Weisenbach sei wichtig für das mittlere Murgtal, sonst gäbe es erst in Gernsbach oder Baiersbronn weiterführende Schulen. Vertreter des Schulamts hatten den Weisenbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über die Situation informiert.

Weniger Viertklässler in Grundschulen

Weniger Viertklässler in den Grundschulen, dies sieht Konrektorin Elke Fanselau als einen Grund für die Anmeldezahlen an. Und sie bestätigt die Einschätzung des Schulamtsdirektors. Auch aus ihrer Erfahrung sei zu beobachten, dass Eltern ihre Kinder noch gar nicht angemeldet haben oder nicht wissen, dass sie das tun müssen. Deshalb werden noch Mails aus Weisenbach an die umliegenden Grundschulen verschickt, um darauf hinzuweisen.

Ein Schüler kommt künftig sogar aus Bad Rotenfels nach Weisenbach, berichtet Fanselau. Beim Tag der offenen Tür habe die "Schule mit Herz", so das Motto der Belzerschule, mit ihren Angeboten dem Kind und dessen Eltern gefallen, deshalb erfolgte die Anmeldung. Mit der Stadtbahn sei die Anreise möglich und das Einzugsgebiet größer geworden, zumal die nächste Werkrealschule in Kuppenheim ist.

Die Vorbereitungsklasse für Flüchtlingskinder, die es derzeit in Weisenbach gibt, sei keine Garantie für den Weiterbestand der Werkrealschule. Ein Jahr lang würden die Kinder dort unterrichtet, dann entscheide sich, je nach Alter und Können, wo sie weiter zur Schule gehen, erläutert Wolfgang Held. Einen 14-Jährigen könne man nicht in einer fünften Klasse unterrichten, nannte er ein Beispiel.

Unabhängig von der Situation hat der Weisenbacher Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung in Auftrag gegeben (das BT berichtete). Die Sanierung des Werkrealschulgebäudes war bereits bei der Gemeinderatsklausur ein wichtiges Thema. "Das Gebäude ist von großer Bedeutung", bekräftigte Gottfried Lang (CDU), nach Erstellung der Studie "wissen wir, wo wir sind".

Das Schulhaus wurde 1968 und 1969 gebaut, der Schulbetrieb im Herbst 1969 aufgenommen. Verschiedene Sanierungen sind bereits vorgenommen worden. Die Studie soll zweigleisig erarbeitet werden - zum einen die Kosten ermitteln für eine Generalsanierung, zum anderen einen Investitionsrahmen ermitteln für einen vergleichbaren Neubau. Mit einem Ergebnis wird noch vor den Sommerferien gerechnet.

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