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Nicht überall wird auch tatsächlich gebaut
Zumindest noch längere Zeit bleibt es beim bisherigen Standort für das Gaggenauer Hallenbad.  Foto: Jahn
11.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Das heißt nicht, dass auch alle gerade eben vorgestellten möglichen Baugebiete kommen", schränkte Oberbürgermeister Christof Florus ein. Zuvor hatten Christian Frey und Jörg Bauer von der Stadtplanung die Priorisierung von Bebauungsplänen und eine entsprechende Machbarkeitsstudie nach Paragraf 13b Baugesetzbuch vorgestellt.

Dieser Paragraf soll Bebauungsplanverfahren am Siedlungsraum (nur für Wohnungsbau) beschleunigen. Laut Bauer seien keine Umweltprüfung und kein Umweltbericht erforderlich. Auch gebe es bei der Auslegung der Pläne nur eine Stufe. Allerdings seien die Belange des Artenschutzes weiter zu gewährleisten. Beachtet werden müssten zeitliche Vorgaben: Bis Ende 2019 müssten der Aufstellungsbeschluss und bis Ende 2021 der Satzungsbeschluss getroffen sein. Zudem dürfen die Gebiete nicht den Zieldarstellungen des Regionalplans widersprechen. Die Nettobaulandfläche ohne Straßen dürfe maximal 10000 Quadratmeter betragen.

"Bei den abgegrenzten Gebieten handelt es sich lediglich um Vorstudien zur Machbarkeit der Baugebiete", betonte Bauer. Es könne durchaus sein, dass tatsächliche Baugebiete deutlich kleiner ausfallen oder möglicherweise überhaupt nicht weiter verfolgt würden. Möglich sei auch die Zurückstellung eines im Flächennutzungsplan dargestellten Baugebiets, wenn es nicht im oben erwähnten Baufenster realisierungsfähig sein sollte.

Folgende mögliche Baugebiete sind in der Machbarkeitsstudie enthalten:

Bad Rotenfels "Zwischen Froschäcker und Schiffersgründel" (nahe Schulzentrum, hinter Festhalle): etwa 18000 Quadratmeter, bis zu 32 Gebäude; im Flächennutzungsplan (FNP) von 2005 als "geplante Wohnbaufläche" dargestellt.

Ottenau "Am Neufeld": etwa 6000 Quadratmeter, circa neun Gebäude (zweite Ausbaustufe 9600 Quadratmeter, etwa zwölf Gebäude); laut FNP "geplante Wohnbaufläche". "Hornbergweg": drei Gebäude möglich.

Hörden "Binsenäcker": etwa 15100 Quadratmeter, bis zu 28 Gebäude; laut FNP geplante Wohnbaufläche.

Selbach "Badäcker/Eben": etwa 17800 Quadratmeter, circa 20 Gebäude; im FNP als "Wald" und "landwirtschaftliche Fläche", im Regionalplan als Siedlungserweiterungsfläche ausgewiesen.

Freiolsheim Ortseingang südlich Rottäcker: etwa 11800 Quadratmeter, circa 16 Gebäude; im FNP als Fläche für Landwirtschaft ausgewiesen. Oder: Baugebiet am Ortseingang aus Richtung Gaggenau (Freiolsheim II), 4820 Quadratmeter, bis zu sieben Gebäude; im FNP als "geplante Wohnbaufläche" ausgewiesen.

Michelbach "Steinäcker": 5800 Quadratmeter, etwa acht Gebäude (FNP: "geplante Wohnbaufläche"). "Tasch plus": 17200 Quadratmeter, etwa 20 Gebäude (FNP: "geplante Wohnbaufläche und landwirtschaftliche Fläche").

Oberweier "Mergelacker plus": 14800 Quadratmeter, etwa 26 Gebäude (im FNP als "geplante Wohnbaufläche" und landwirtschaftliche Fläche dargestellt).

Sulzbach "Im Feld": 16900 Quadratmeter, etwa 20 Gebäude, im FNP als landwirtschaftliche Fläche dargestellt, im Regionalplan als Siedlungserweiterungsfläche.

Sprecher aller Fraktionen begrüßten die Machbarkeitsstudie. "Der Bedarf ist da", sagte Andreas Paul (CDU). Neubauten seien auch für den Erhalt der Infrastruktur, zum Beispiel Kindergärten oder Schulen, sinnvoll. Gerd Pfrommer (SPD) lobte die Arbeit und bezeichnete die Studie als einen "ganz wichtigen Schritt".

"Weiter so", meinte Jan Stenger (FWG). Man benötige solche Flächen. Auch Eric Peplau (Grüne) begrüßte die Planung, die "wichtig und richtig" sei. Allerdings habe er Bedenken, dass die Natur (Ausgleichsflächen) unter den Tisch fallen könnte. Laut Theo Gehrmann (FDP) handle es sich um eine gute Übersicht, auch wenn alles keine überraschenden Dinge seien.

Aktuell nicht umsetzbar beziehungsweise "nachrangig" ist das Thema "Hallenbad-Alternativsuche".

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