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Mit Lette und Lingo gegen den bösen Wörterwichtel
Sinnvolle Unterstützung beim Spracherwerb: Gabriele Katzmarek testet mit Kindergartenkindern die Schlaumäuse-App.  Foto: Lauser
11.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Marvin Lauser

Gaggenau - Tierisch was los war gestern im katholischen Kindergarten St. Michael in Michelbach. Neun Kinder der Vorschulgruppe erhielten im Rahmen der Bildungsinitiative "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" Besuch von den "Schlaumäusen" Lette und Lingo. Die bunten Stofftierchen sind nicht nur analog kuschelige Spielkameraden, sondern haben als Protagonisten der Schlaumäuse-Lernsoftware auch in digitaler Form einen Bildungsauftrag.

Die fünf- bis sechsjährigen Kinder in Michelbach können jetzt mit Hilfe der Schlaumäuse-App ihre Lese- und Medienkompetenz verbessern sowie mögliche sprachliche Defizite ausgleichen. Dazu helfen die Kindergartenkinder den Spielfiguren Lette und Lingo Aufgaben zu lösen und so gemeinsam "die Welt der Sprache" vor einem bösen "Wörterwichtel" zu beschützen. Dieser versucht Buchstaben und Wörter zu stibitzen. Die Kinder erlernen so auf einfachem Weg das Buchstabieren.

Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek, die als Abgeordnete der SPD sowohl im Ausschuss für Wirtschaft als auch für Bildung sitzt, verknüpft als Projekt-Patin die Themen frühkindliche Bildung und Digitalisierung. Dazu bemüht sie das bekannte Sprichwort: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr". Die Politikerin überreichte dem Kindergarten St. Michael gemeinsam mit Microsoft-Manager Stephan Hohmann, der die Initiative leitet, ein Tablet samt Lernsoftware und Zubehör.

Ziel der 2003 von Microsoft initiierten Bildungskampagne ist laut Hohmann "gezielte Sprachförderung im vorschulischen Bereich". Sichtlich erfreut zeigte sich Katzmarek über die in ihrem Wahlkreis zustande gekommene Kooperation: "Es freut mich total, dass man in Michelbach diesem Projekt gegenüber so aufgeschlossen ist."

Daniela Armbruster, Leiterin des Kindergartens St. Michael, betont: "Digitale Medien sind unsere Zukunft, dem wollen wir uns nicht verschließen." Erzieherin Nicole Mangler ergänzt: "Die Kinder sollen unter unserer Anleitung den Umgang mit Medien spielerisch lernen."

Katzmarek verweist dabei auf Vorteile bei der individuellen, gezielten Förderung der Kinder. "Die App bietet Kindern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern eine sinnvolle Unterstützung beim Spracherwerb", hebt die Bundestagsabgeordnete Vorzüge der Lernsoftware hervor. "Wir als Kindergarten können dafür sorgen, dass die Kinder positive Erfahrungen mit elektronischen Medien machen", unterstreicht Armbruster.

Laut Microsoft nutzen in der Region bereits bis zu 15 Einrichtungen die Schlaumäuse-Lernprogramme. Das besondere an der App sei, dass die Übungsanleitungen zum deutschen Spracherwerb auch auf Arabisch, Englisch und Französisch verfügbar sind. So können auch Kindergartenkinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, spielerisch Wörter und Rechtschreibung lernen. Das Programm ist für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren gedacht. Interessierte können die Schlaumäuse-App auf Android-, Apple- oder Windows-Smartphones und -Tablets kostenfrei runterladen.

www.schlaumaeuse.de

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