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Mehr Komfort an Radfahrerkirche
Die Radfahrerkirche Hörden soll einen Anbau bekommen mit Lagerräumen, kleiner Küche und überdachten Sitzmöglichkeiten.  Foto: Jahn
14.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Sie ist eine offene Kirche und wird von vielen Menschen gerne genutzt, die Radfahrerkirche in Hörden. Nicht nur Radfahrer, die auf der Tour de Murg unterwegs sind, machen dort Rast und halten inne. Jetzt soll dort ein Anbau entstehen.

Wie Pfarrerin Helga Lamm-Gielnik und Kirchengemeinderatsvorsitzende Jutta Walter erklärten, wird der Anbau knapp 300000 Euro kosten. Er soll, mit Holzschindeln verkleidet, ein kleines Stück Schwarzwald darstellen. Geplant sind überdachte Plätze, die zum Beispiel für eine Rast genutzt werden können, aber auch von Gruppen wie den Pfadfindern. Außerdem entstehen in dem Anbau ein Lagerraum, eine kleine Küche und eine behindertengerechte Toilettenanlage.

"Die Radfahrerkirche ist ein ganz tolles Projekt für die Kirchengemeinde", sagt Jutta Walter. Angelockt würden auch viele Menschen von außerhalb. Die Radfahrerkirche Hörden - evangelisch getragen, aber ökumenisch offen - wurde im Juli 2006 eingeweiht. Sie ist von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Beschluss für den Anbau war unabhängig vom Kirchenverkauf in Bad Rotenfels gefasst worden, so Walter. Somit wird die Radfahrerkirche im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau bleiben.

Entwidmet ist dagegen bekanntlich die Johanneskirche Bad Rotenfels. Diese wird vom Verein Gebetshaus Bad Rotenfels gekauft. Jetzt warte man darauf, einen Notartermin zu bekommen. Dann wird die Kirche von der evangelischen Kirchengemeinde offiziell verkauft. Der Verein Gebetshaus werde die meisten Inneneinrichtungen wie Sitzbänke, Altar oder Küche übernehmen, sagt Pfarrerin Lamm-Gielnik. Für die Kirche habe es mehrere Interessenten gegeben, so Jutta Walter. Dabei waren die verschiedensten Nutzungen vorgeschlagen worden, zum Beispiel eine Kletterhalle, ein Veranstaltungsraum (Walter: "So eine Art zweites klag") oder auch Wohnungen. Letztlich waren als Nutzungsalternativen das Gebetshaus oder Wohnungen übrig geblieben.

Gemeindehaus soll Ende 2020 fertig sein

Benötigt wird das Geld aus dem Verkauf, um damit einen Teil des neuen Gemeindehauses zu finanzieren. Dieses soll auf dem Grundstück zwischen Markuskirche und Jahnhalle errichtet werden. Vorgesehen ist ein zweigeschossiges Gebäude ohne Keller (da sich das Gelände im Hochwassergebiet befindet). Derzeit laufen die entsprechenden Gespräche mit den Architekten, mit denen man sich regelmäßig treffe. Die Verantwortlichen hoffen auf einen Baubeginn im Frühjahr 2019. Mitte oder Ende 2020 könnte dann der mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagte Neubau bezogen werden. Benötigt werden diverse kleinere und größere Räume für Pfarrbüro, Sekretariat, Begegnungen, Besprechungen, aber auch ein großer Saal. Zwischen Kirche und Gemeindehaus werde es einen überdachten Verbindungsgang geben. Das Pfarrhaus werde künftig ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt, und eine der dann zwei Wohnungen möglicherweise vermietet.

Das Gemeindehaus Amalienbergstraße ist nach Ostern in den Besitz des Architekturbüros Luft übergegangen (wir berichteten). Das Gemeindehaus Ottenau werde vorerst im Besitz der Kirchengemeinde bleiben, da diese Flächen momentan noch benötigt würden, so Jutta Walter. Für dieses Gebäude gebe es Interessenten, aber noch keine Verhandlungen. Denkbar sei künftig eine Nutzung als Büros und / oder Wohnungen.

Für die neuen Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau gibt es somit ein großes Aufgabenfeld. Wie berichtet, hatte Pfarrerin Andrea Kampschröer Mitte März Gaggenau verlassen. Pfarrerin Helga Lamm-Gielnik wird Mitte Juli nach Südbaden wechseln und in Freiamt bei Freiburg eine Vakanzvertretung übernehmen. Noch vor den Sommerferien sollen beide Stellen für das Gruppenpfarramt gemeinsam ausgeschrieben werden.

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