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Eine Reise mit Wow-Faktor
Surfen unter kalifornischer Sonne - diesen Traum erfüllen sich einige Schüler der Handelslehranstalt Gernsbach.  Foto: HLA Gernsbach
14.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Marvin Lauser

Gernsbach - Erfolgsverwöhnt, aber von der kalifornischen Sonne weitgehend im Stich gelassen, kehrte die zehnköpfige Reisegruppe der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach aus San Francisco zurück. Zum ersten Mal hatte die USA-Studienfahrt der Murgtäler nicht die Ost-, sondern die Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika zum Ziel gehabt. Die verantwortlichen Lehrkräfte Elisa Cabo und Martin Strauß hatten zuvor sechsmal New York angesteuert. Trotz einiger Bedenken im Vorfeld, unter anderem den hohen Lebenshaltungskosten im Silicon Valley, "hat es sich gelohnt, etwas Neues zu wagen", bewertet Strauß den Trip positiv.

Die beteiligten Schüler kamen gleich mit zwei Auszeichnungen im Gepäck zurück nach Gernsbach. Bei einem Wirtschaftswettbewerb für Schulklassen wurde die Präsentation des Marketing-Plans durch Natascha Heck, Michelle Ungefug, Lorenzo Mortis und Paul Stößer mit dem "Bronze Award" ausgezeichnet. Auf der Übungsfirmenmesse im Convention Center von Oakland wurde vor fast 1000 amerikanischen Schülern auch der Messestand der Delegation aus dem Murgtal prämiert. In der "WOW Factor" genannten Kategorie gab es den "Gold Award" für die Gernsbacher. Dabei wurden die Standgestaltung und das Verhalten bei Kundenkontakt berücksichtigt. Bemerkenswert sind diese Auszeichnungen vor allem deshalb, weil solche "Competitions" in Europa eher unüblich sind und sich die Teilnehmer, als einzige Gruppe aus dem Ausland, gegen englische Muttersprachler durchsetzen konnten. Für Schülerin Natascha war dieser direkte Kontakt "sprachlich sehr hilfreich" und die Business Challenge "eine coole Erfahrung".

Einig waren sich Chayma Dahmani, Michelle und Natascha darin, dass der Besuch der James Logan High School in Union City "das Highlight" der Reise war. "Das Leben der Schüler ist so, wie man es aus den amerikanischen Filmen, wie zum Beispiel High School Musical, kennt", sagt David Fuckner. Für Chayma und Michelle war es die Spontanität und Offenheit der 16- bis 18-jährigen Amerikaner die ihnen am besten gefallen haben. "Die Leute waren einfach nur atemberauben", sagt Michelle, die im Vorfeld bereits mit einigen Schülerinnen übers Internet Kontakt hatte.

"Beeindruckend" war für David das schuleigene Theater. Generell waren die badischen Schüler vom AG-Angebot der High School angetan. Die mit über 4500 Schülern im Vergleich zur HLA riesige James Logan High verfügt über ein eigenes, professionellen Standards entsprechendes Fernsehstudio, einen Swimmingpool und einen Tanzraum. Täglich sendet der schuleigene TV-Kanal zu einer festen Zeit die wichtigsten Infos direkt in die Klassenzimmer. HLA-Schüler Lars Plonz beurteilte das Programm als "richtig professionell, angenehm anzusehen und humorvoll". Er kann sich vorstellen, künftig "für ein halbes Jahr" in die USA zu ziehen und weitere Erfahrungen zu machen. Ein Highlight war für Lars und David das Surfen. Die deutsche Reisegruppe widmete sich insgesamt zweimal der Wassersportart. Erst besuchte man das City Surf Project am Fuße der Golden Gate Bridge, anschließend wagten sich die acht Gernsbacher Schüler in Monterey gemeinsam mit ihren Lehrern selbst in die Wellen des Pazifiks.

Im Silicon Valley besuchten die Schüler den Apple Campus in Cupertino, bekamen die Bio-Lebensmittelkette Whole Foods gezeigt und bezogen anschließend ein Ferienhaus in Santa Cruz. Lehrer Strauß hat dies besonders gut gefallen. "Es war ein richtiges Gruppenerlebnis. Sonst zieht man sich einfach aufs Hotelzimmer zurück, dort haben wir unsere Erlebnisse noch mal gemeinsam reflektiert."

Das Fazit nach der Kalifornien-Premiere der Gernsbacher fällt durchweg positiv aus. Strauß ist "der festen Überzeugung, dass wir da noch mal hingehen". Seine Kollegin schlägt vor "abwechselnd nach Kalifornien und New York zu gehen". Beide sind sich einig: "Es war nicht das letzte Mal."

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