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Erinnerung an 27 erschossene Menschen
An das Sicherungslager Rotenfels erinnern soll die Gedenkstätte, die derzeit im Kurpark verwirklicht wird.  Foto: Jahn
18.04.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (uj) - "Die Anregung ist interessant", sagt Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt Gaggenau. Ein BT-Leser hat im Zusammenhang mit den derzeit im Kurpark Bad Rotenfels laufenden Arbeiten zur Einrichtung einer Gedenkstätte an das Sicherungslager Rotenfels vorgeschlagen, an die 27 Erschossenen im Erlichwald zu erinnern. Er regt an, eine Namensliste bei der Erlichwald-Gedenkstätte zu erstellen.

"Eine Infotafel kommt dort hin", versichert die Pressesprecherin. Ob auf dieser dann die 27 Namen veröffentlicht werden oder an diese Menschen an anderer Stelle (vielleicht direkt im Erlichwald) erinnert wird, sei noch offen. Denkbar sei auch, dass mittels eines QR-Codes, der an der Tafel angebracht wird, nicht nur weitere Informationen zu dem ehemaligen Sicherungslager vermittelt werden, sondern dort die Namen enthalten sind. Der BT-Leser weist darauf hin, dass in der Publikation "Sicherungslager Rotenfels" (aktualisierte Auflage 2015) die Namen und Nationen der Erschossenen (USA, England und Frankreich) in einer Liste aufgeführt sind.

In dem Bereich, wo früher das ehemalige Sicherungslager stand, sind städtische Mitarbeiter des technischen Betriebshofs mit der Verwirklichung der Gedenkstätte befasst. Mit der Anlegung eines kleinen Platzes soll an das traurige Kapitel in der Geschichte erinnert werden, bei dem 27 Häftlinge erschossen wurden und Gefangene viel Leid erleben mussten. Die noch sichtbaren Reste der Grundmauern gehörten zu den Männerbaracken des ehemaligen Sicherungslagers Rotenfels. Dieses wurde schließlich von einem Barackenlager für Zivilarbeiter zu einem Sicherungslager umgebaut, nachdem das Konzentrationslager Schirmeck aufgelöst worden war und die Häftlinge im Spätsommer 1944 in andere Lager verlegt werden mussten.

Bei den Insassen des Sicherungslagers Rotenfels handelte es sich laut Stadtverwaltung meist um politische Häftlinge aus Frankreich, hauptsächlich aus dem elsässischen Raum, alliierte Offiziere sowie Soldaten. Zudem befanden sich darunter italienische, russische und polnische Kriegsgefangene.

Bis heute erinnert im Kurpark ein Mahnmal an das Schicksal der Menschen des Sicherungslagers. Dieses soll nach Abschluss der Bodenarbeiten versetzt werden, so dass nunmehr ein neuer Platz der Erinnerung im Kurpark entsteht. Informationstafel und Mahnmal runden die neu geschaffene Stätte ab. Bei der Stadtverwaltung hofft man, dass die Gedenkstätte bis Mitte Juni fertiggestellt ist.

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