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Gemeinsames Mittagessen ist "der Renner"
Auch bei Problemen mit moderner Computertechnik gibtes ehrenamtliche Hilfe. Foto: av/dpa
21.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Die Hilfe für ältere Bürger ist in Weisenbach breit aufgestellt. Seniorenrat und das Bürgernetzwerk "Helfende Hände" als kommunal organisierte Nachbarschaftshilfe und die Gemeinde arbeiten erfolgreich zusammen. Zunächst sei jedoch eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten gewesen, blickte Bürgermeister Toni Huber bei einem Pressegespräch auf die Anfänge zurück.

Mittlerweile würden die Angebote sehr gut angenommen. "Der Renner" sei der wöchentlich, immer dienstags, stattfindende gemeinsame ökumenische Mittagstisch. Rund 50 Personen nehmen durchschnittlich teil. 2017 wurden vom Küchenteam (zwischen acht und elf Helfern) rund 1850 Essen zubereitet. Rudolf Fritz, der Teamleiter des Weisenbacher Seniorenrats, verdeutlichte die Wichtigkeit solcher Treffen für ältere Bürger.

Wohnberatungen, Hilfen bei Anträgen für Pflegegrade, Begleitung außer Haus bei Behördengängen oder Arztbesuchen - die Angebote der 38 ehrenamtlichen Helfer in der Gemeinde sind vielfältig. Und: Sie werden, Beispiel Wohnberatung, auch von Senioren außerhalb Weisenbachs, von Gaggenau bis Forbach, in Anspruch genommen, berichtete Fritz. Fahrdienste oder handwerkliche Kleinstdienstleistungen (dazu gehören beispielsweise das Auswechseln defekter Glühbirnen oder das Einstellen von Fernsehsendern) - diese Angebote ermöglichen den älteren Weisenbachern ein Leben in ihrer gewohnten Umgebung. Auch die Info-Veranstaltungen des Seniorenrats zu gesundheitlichen oder kirchlichen Themen erfreuen sich großer Beliebtheit. Jeweils sechs pro Halbjahr werden organisiert, durchschnittlich kommen 45 Besucher.

Ausgebaut werden sollen die Hausbesuche in Zusammenarbeit mit den Kirchen, so Bürgermeister Toni Huber. Hier sei Potenzial vorhanden und es bestehe auch der Bedarf.

Das "jüngste Kind" der Hilfsangebote ist die "Sprechstunde Technik", die von den sechs Mitgliedern der Internetgruppe angeboten wird. Probleme mit Computer, Smartphones oder Tablets werden dabei gelöst, ein Helfer kümmert sich bei der Sprechstunde meist individuell um das jeweilige Problem des Hilfesuchenden, "eine Eins-zu-eins-Beratung", erläuterte Huber. Auch die angebotenen Fahrdienste würden gut angenommen, etwa 280 Weisenbacher wurden im Jahr 2017 befördert, zu Ärzten, zum Mittagstisch, zum Einkauf oder zu Veranstaltungen.

Die Helfer arbeiten mit hoher Motivation, berichtete Fritz. Der Seniorenrat liefere Ideen, die Menschen füllten diese aus. Wichtig sei auch die Wertschätzung für die Hilfen, dafür gebe es ein gemeinsames Essen der "Ehrenämtler". Das Bürgernetzwerk sieht sich als organisierte kommunale Nachbarschaftshilfe, als Ergänzung der familiären, nachbarschaftlichen und professionellen Hilfe. Erst wenn diese nicht mehr vorhanden seien, greife das Netzwerke, "wir wollen niemandem etwas wegnehmen", machte Huber deutlich.

Die Idee, einen Seniorenrat zu gründen, stammte vom Bürgermeister, blickte Rudolf Fritz zurück. 2009 sei die Initiative entstanden. Informieren, beraten, helfen und begleiten seien die Schwerpunkte. "Jede Gemeinde muss ihren Weg finden", erläutert Huber. Ein Büro im Rathaus, das hätte nicht den Zuspruch der Weisenbacher gefunden. Der beschrittene Weg des direkten Kontakts zu den entsprechenden Helfern habe sich bewährt. Regelmäßig finden auch Austauschtreffen statt, um diesen die erforderliche Rückmeldungen zu geben. Rudolf Fritz ist erfreut über die weiterhin positive Entwicklung und er hofft, "dass auch wieder Nachwuchs für den Helferkreis kommt".

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