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Pfleiderer-Gifte: Grüne fordern Untersuchung der Murg
Pfleiderer-Gifte: Grüne fordern Untersuchung der Murg
21.04.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach/Gaggenau (red) - Der Ortsverband Murgtal von Bündnis 90/Die Grünen will, dass die Murg zwischen Gernsbach und Gaggenau auf Giftrückstände untersucht wird. Hintergrund ist die Belastung des Pfleiderer-Areals in Gernsbach mit Quecksilber, Arsen und PAK - also polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

"Es wird von diversen Gutachten und auch von Ihnen in der Öffentlichkeit kommuniziert, dass dieses Gift nicht in die Murg abzufließen vermag, sondern an den Boden des Pfleiderer-Areals gebunden ist beziehungsweise das Grundwasser unbelastet durch die Brunnenlösung in die Murg fließt", schreibt Eric Peplau, Grünen-Stadtrat in Gaggenau, an das Landratsamt.

"Laut Ihrer Aussage ist durch die vollflächige Versiegelung der Oberfläche kein Freiwerden der Gifte möglich", so Peplau weiter. Jedoch würden andere Gutachten, wie beispielsweise das Gutachten des Ökoinstituts, bemängeln, dass der untere Grundwasserleiter und der Wirkungspfad Boden-Mensch bisher nicht untersucht wurden. Somit scheine es keine vollständige Erhebung von Daten und Fakten zu geben. "Da nun außerdem bekannt wurde, dass der erste Abwasserbrunnen 2012 und 2013 nicht funktioniert hat und dieser Schaden viel zu spät bemerkt worden ist, sind mögliche Kontaminationsquellen nicht vollständig auszuschließen. Aus meiner Sicht gibt es demnach keine Garantie, dass keine Schadstoffe in die Murg gelangen", so Peplau.

Deshalb erscheine es ratsam, das Wasser der Murg zwischen Gernsbach und Gaggenau auf Arsen- und Quecksilberbestände sowie PAK hin zu untersuchen. Peplau: "Ausschließlich die Installation von Messstellen und permanent durchgeführten Messungen können garantieren, dass das Murgwasser tatsächlich keinerlei Spuren der oben genannten Gifte mit sich führt und ablagert."

"Auf das Restrisiko reagieren"

Auf Gaggenauer Gemarkung gebe es bislang keine Untersuchung des Murgwassers auf besagte Stoffe. Oberbürgermeister Christof Florus habe zur Möglichkeit, solche Messstellen einzurichten, an die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rastatt verwiesen.

Zu diesen Punkten wollen die Grünen von der Unteren Naturschutzbehörde wissen:

Ist es wirklich gewährleistet, dass weder Quecksilber, Arsen oder andere Industriegifte vom Gebiet des Pfleiderer-Areals in die Murg gelangen können?

Wenn davon ausgegangen wird, dass dies der Fall ist: Aus welchen Untersuchungen (dies bei konkurrierenden Gutachten) kann geschlossen werden, dass das Wasser der Murg tatsächlich giftfrei ist und es auch zukünftig bleibt?

Falls dies nicht gewährleistet werden kann, wovon der Grüne Ortsverband Murgtal ausgehe, bleibe die Frage, ob die Untere Naturschutzbehörde nicht dazu verpflichtet ist, entsprechende Messstellen einzurichten und gerade zu Hochwasserzeiten regelmäßige Messungen durchzuführen?

Weshalb werde von der Unteren Naturschutzbehörde von einem solchen vorhandenen Restrisiko in der Öffentlichkeit nicht gesprochen beziehungsweise nicht insofern darauf reagiert, als solche Messstellen schon längst eingerichtet und aktiv sind?

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