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Baubeginn könnte Ende 2019 sein
Für den Gartenabfallplatz Bad Rotenfels muss ein neuer Standort gefunden werden. Die Fläche wird für die Erweiterung der Firma Lang benötigt.  Foto: Jahn
25.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Läuft alles nach Plan, könnte die Firma Gerhard Lang Schrott- und Metallrecycling Ende 2019 oder spätestens im Jahr 2020 mit der Erweiterung ihres Firmengeländes im Industriegebiet Bad Rotenfels beginnen. Der Gemeinderat befürwortete am Montag einstimmig die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen in Bad Rotenfels in Richtung Bischweier. Geändert werden müssen der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan "Kleine Feldele".

Da auch die Nachbarkommunen Kuppenheim und Bischweier von der Erweiterung betroffen sind, sind die beiden Gemeinderäte in der vergangenen Woche in nicht-öffentlicher Sitzung über die Planung informiert worden, sagte Oberbürgermeister Christof Florus. Einerseits sollten die Bürger geschützt und andererseits die Wirtschaft unterstützt werden. Der geschäftsführende Gesellschafter Martin Lang stellte die Erweiterungspläne vor. Bislang verfügt das Unternehmen über eine Fläche von etwas mehr als 70000 Quadratmetern und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Die Arbeitsplätze sollten gesichert und ausgebaut werden, so Lang. Investiert werde auch in den Umweltschutz.

Die Firma Lang setzt dabei auch auf den Gleisanschluss. Über zwei Verladegleise gelangen bis zu 20 Waggons in die zu bauende Verladehalle. Daneben entsteht eine Lkw-Halle. Vorgesehen sind ferner ein Sozialgebäude und rund 110 Pkw-Stellplätze für die Mitarbeiter. Über den Hühnergraben entstehen drei Überfahrten (Brücken) zu den neuen Hallen. Vorgesehen sind diverse Lärmschutzwälle und -wände rund um das Gelände. Dadurch, so erklärten die beauftragten Planer, werde der Lärmschutz in Richtung Bischweier tagsüber im Vergleich zur aktuellen Situation um etwa zwei Dezibel verbessert, auch in Richtung Kuppenheim gebe es "eine minimale Verbesserung", so Planer Tobias Augenstein. Während der Nacht entstünden keine Verschlechterungen.

19 Meter hohe Verladehalle

Die Verladehalle wird etwa 19 Meter hoch, die Lkw-Halle rund zwölf Meter. Die Rückwand der Verladehalle dient gleichzeitig als Lärmschutz in Richtung Bischweier. Um das Gelände herum entsteht nach Angaben der Planer ein Fuß- und Radweg.

Die Gerhard Lang GmbH & Co. KG ist nach eigenen Angaben ein renommiertes und hoch spezialisiertes Schrott- und Metallrecyclingunternehmen. Es wurde 1898 als konventioneller Schrotthandel gegründet und hat sich aus kleinen Anfängen ständig weiterentwickelt. Heute stehen dem Unternehmen eine Vielzahl hochmoderner und effizienter Recyclinganlagen zur Verfügung, die in einem Mehrschichtbetrieb große Mengen an hochqualitativen Sekundärrohstoffen herstellen. Die Aktivitäten erstrecken sich auf die Sparten Stahl- und Metall- und Edelstahlrecycling.

Nach Ansicht von Eric Peplau (Grüne) handelt es sich bei der Erweiterungsfläche um ein ökologisch "sehr wichtiges Gebiet". Auf die Frage, wie umfangreich der angekündigte freiwillige Umweltschutz des Unternehmens sein werde, sagte Gerhard Lang, dass ein Schrottplatz generell nicht in einer Halle untergebracht werden müsse. "Wir haben schon sehr viel in den Umweltschutz investiert", so Lang. OB Florus ergänzte, dass das Unternehmen bereits Preise vom Umweltministerium bekommen habe. Gemeinsam mit dem Landratsamt werde laut Bürgermeister Michael Pfeiffer ein Artenschutzkonzept ausgearbeitet.

Für Andreas Paul (CDU) handelt es sich bei dem Gebiet "Kleine Feldele" um ein Filetstück. Man müsse einem solchen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten in Gaggenau geben. Gerd Pfrommer (SPD) sprach von einem guten und durchdachten Plan, auch tragbar für die Nachbargemeinden. Ein Wermutstropfen sei, dass das Industriegebiet danach so gut wie ausgeschöpft sei. Die Überdachung ist nach Auffassung von Jan Stenger (FWG) "sehr gut und lobenswert". Eric Peplau (Grüne) mahnte, den Naturschutz nicht zu vergessen.

Der Gartenabfallplatz Bad Rotenfels befindet sich im Erweiterungsgelände. Für eine Verlagerung gibt es laut Verwaltung schon erste Ideen. Allerdings befinde man sich ganz am Anfang des planungsrechtlichen Verfahrens.

Ein Bürger mahnte, dass Ersatz für den Gartenabfallplatz da sein müsse, bevor mit der Erweiterung der Firma Lang begonnen wird.

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