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60 Meter Radweg für schlappe 520 000 Euro
Freigabe des Radwegs: Franz Droll (RS Ingenieure), Michael Pfeiffer, Christof Florus und Christian Grötz (Firma Grötz, von links).  Foto: Jahn
28.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Es ist vollbracht. Eine fast unendliche Geschichte findet nun doch ein glückliches Ende. Zwar handelt es sich nur um ein rund 60 Meter langes Stück Radweg. Aber bis dieser Lückenschluss zwischen Rotherma-Brücke und Glasersteg in Höhe des alten Eisenwerkgebäudes hergestellt werden konnte, floss viel Wasser die Murg hinunter. Und die Kosten stiegen und stiegen und stiegen. Letztlich schlägt das kurze Stück mit rund 520000 Euro zu Buche.

"Ein schwieriges, kostspieliges und langwieriges, aber ausgesprochen wichtiges Bauunterfangen", beschrieb Oberbürgermeister Christof Florus das Projekt. Er erinnerte daran, dass der größte Teil des "Tour de Murg"-Abschnitts bereits im Jahr 2014 von privaten Bauträgern im Zuge der Erweiterung Aldi und Wohnpark an der Murg fertiggestellt worden ist. Lediglich die letzten 60 Meter sind erst jetzt in der Regie der Stadt vollendet worden.

Wie kam es zu den Verzögerungen? Der OB ging bei der feierlichen Freigabe des Radwegs auf die Geschichte ein. Die in diesem Bereich bestehende Murgstützmauer musste aufgrund fehlender Standfestigkeit erneuert werden. Die Arbeiten sollten 2016 durchgeführt werden, die Angebotssumme lag bei brutto rund 291000 Euro.

Nachdem die Baustelle eingerichtet worden war, tauchten Probleme mit erhöhtem Grundwasserstand auf, die dem Landratsamt mitgeteilt wurden. Die Stadt hat daraufhin einen Wasserrechtsantrag gestellt. Im Zuge dieses Verfahrens wurde festgestellt, "dass im abzubrechenden Sandstein-Mauerbereich Eidechsen zu vermuten sind". Die bereits eingerichtete Baustelle wurde wieder abgeräumt. Erforderlich war eine artenschutzrechtliche Untersuchung. In deren Folge hatte das Landratsamt Ende Mai 2017 mit verschiedenen Auflagen dem Abbruch der bestehenden Sandsteinmauer zugestimmt. Unter anderem mussten die Mauereidechsen in ein neues Gebiet in unmittelbarer Nähe umgesiedelt werden (Fachbegriff "Vergrämung").

Bedingt durch bauliche Veränderungen (Neubaugebiet "An der Hammerschmiede", Eröffnung der Kaffeerösterei mit Café und Terrasse im unmittelbaren Bereich der neuen Stützmauer) erschwerten sich laut Florus Baustelleneinrichtung und Andienung. Im Baugrund entdeckten die Firmen mehr belastetes Füllmaterial, als das Bodengutachten vermuten ließ. Wegen extremer Steigerung der Deponiekosten war die Entsorgung recht teuer. Letztlich konnte die beauftragte Firma Grötz im Oktober 2017 mit den Bauarbeiten beginnen. In diesem Monat baute die Firma den abschließenden Asphalt in den Radweg ein. Das Geländer für die neue Stützmauer ist montiert.

"Tatsächlich betragen die Gesamtkosten (Bau- und Ingenieurkosten) rund 520000 Euro", sagte Florus. Eine Förderung durch das Land beläuft sich auf 138500 Euro. Somit liege der Anteil der Stadt bei etwa 380000 Euro.

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