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Schulsozialarbeit nicht mehr wegzudenken
Schulsozialarbeit nicht mehr wegzudenken
28.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - "Die Schulsozialarbeit ist nicht mehr wegzudenken", machte Elke Fanselau, die Konrektorin der Weisenbacher Johann-Belzer- Grund- und Werkrealschule, im Gemeinderat deutlich. Zunehmend seien familiäre Probleme zu verzeichnen, die Schüler hätten keine Ansprechpartner mehr. Peter Marx berichtete über seine Arbeit, der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rastatt.

Er sei erstaunt, was alles geleistet wurde, bekannte Bürgermeister Toni Huber. Die Schulsozialarbeit sei absolut wichtig für Schüler und Eltern, was schon alleine 207 Beratungsgespräche im Verlauf von 37 Schulwochen unterstreiche. Dazu kämen die zahlreichen "Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche", wie Sozialarbeiter Peter Marx berichtete. Seine Personalstelle ist zwischen der Belzerschule und der Forbacher Klingenbachschule aufgeteilt. Jeweils Montag und Mittwoch ist er in Weisenbach präsent, freitags finden abwechselnd in Forbach und Weisenbach Teamsitzungen statt.

Elke Fanselau unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit des Sozialarbeiters. Gleichaltrige seien als Ansprechpartner wenig geeignet. Es sei ein großer Vorteil für die Akzeptanz, dass mit Marx ein Mann das Amt des Sozialarbeiters bekleide.

Auch Eltern profitierten von dessen Arbeit - rund 20 Prozent der Gespräche fanden mit Elternteilen statt. Ein Medienpräventionsabend für Grundschuleltern befasste sich mit den Gefahren aus dem Internet, "das ist mittlerweile überall ein Thema", so Marx. Er berichtete über die sehr gute Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrerkollegium.

Prävention ein Schwerpunkt

Seine Tätigkeiten sind in Einzelfallhilfe, Elternarbeit, sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie Projektarbeiten mit den Klassen aufgeteilt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Prävention. Mobbing, Gewalt unter den Schülern und Suchtgefahren stehen dabei im Vordergrund. Auch das Thema Medien wurde und wird bearbeitet, Cyber-Mobbing oder "Fake-News" sind hier die Stichworte.

Konflikte in der Schule sind rund 35 Prozent, das Verhaltgen der Schüler 31 Prozent und die Familie 17 Prozent seiner Fälle, machte er deutlich - wobei die Konflikte oft zusammenhingen. Die Gewaltsituation an der Grundschule habe sich deutlich verbessert.

Trauer und Abschiednehmen waren wegen eines Suizids ein Schwerpunkt in Klasse 7. Die Bildung von Klassenräten zur Hilfe bei Konfliktlösungen und der "Förderung der demokratischen Grundgedanken", das Kennenlernen der Vorbereitungsklasse der Flüchtlingskinder - das Betätigungsfeld von Sozialarbeiter Marx ist breit aufgestellt. Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und Eltern könnten die Angebote gut gebrauchen, sagte CDU-Gemeinderat Gottfried Lang. Auch Uwe Rothenberger (Freie Wähler) lobte die "wichtige Arbeit".

Die Unterstützung bei Bewerbungen und Lehrstellensuche gehören zum Aufgabenbereich. Die Arbeitsgemeinschaften für Jungen und Mädchen werden gut angenommen, Spiele und gemeinsame Aktivitäten, auch zur Verschönerung des Schulhauses, wurden durchgeführt. Planung und Umsetzung von Pausenverkauf und Selbstbehauptungskurs waren weitere Projekte, die Marx vorstellte und mit Fotos illustrierte. "Die schulinterne Kooperation klappt aufgrund kurzer Wege super." Er sei in stetigem Austausch mit den Lehrern. Für die Zukunft wolle er ein Streitschlichterprogramm einführen.

Der Gemeinderat billigte einstimmig die Weiterführung der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband. Für das Schuljahr 2018/2019 sind dafür 15800 Euro kalkuliert.

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