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Goldene Feuerwehraxt kehrt zurück zum Stifter
Beim Ehrungsabend in Loffenau werden verdiente Feuerwehrleute ausgezeichnet.  Foto: Gareus-Kugel
30.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Loffenau - "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" lautet das Motto der Feuerwehren - eine Aussage, die verpflichtet. Jeden Tag aufs Neue kennen Feuerwehrkameraden kein Halten mehr, wenn der Alarm ertönt. Im Mittelpunkt ihres Handelns steht der Mensch. Daran erinnerten am Freitag Kreisbrandmeister Heiko Schäfer und Ex-Bürgermeister Erich Steigerwald in der Gemeindehalle. 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 40 Jahre Jugendfeuerwehr Loffenau wurden dort gewürdigt. Der Musikverein umrahmte die doppelte Ehrungsfeier.

Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes Baden-Württemberg konnte der Kreisbrandmeister die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr Hartmut Schweikhardt, Jürgen und Roland Ebner sowie Thomas Möhrmann auszeichnen. Auch Günter Merkel erhielt diese Auszeichnung. Er trat nur wenige Wochen nach der Gründung in die Jugendfeuerwehr ein. Mit der Auszeichnung werden Charakter, Handeln, Taten und der unermüdliche ehrenamtliche Einsatz gewürdigt, erläuterte Schäfer.

Die goldene Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbands überreichte Heinz Günther Beierlein, der stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende und ehemalige Kommandant (zehn Jahre) der FFW Loffenau, an Loffenaus ehemaligen Bürgermeister Erich Steigerwald. Damit würdigt der Verband dessen mehr als 40-jährigen Einsatz für die FFW. "Ich fühle mich außerordentlich geehrt", so Steigerwald, früher selbst ein aktiver Feuerwehrmann. Als dieser nach Loffenau kam, berichtete Kommandant Schweikhardt, brachte er eine scharfe Feuerwehraxt mit. Die mit Gold veredelte Axt fand jetzt als Geschenk den Weg zurück zum damaligen Stifter.

Die silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbands übergab Beierlein an Oberamtsrat a. D. Georg Lamparth, als Dankeschön für eine 43-jährige fruchtbare Zusammenarbeit. "Für meine damalige Tätigkeit noch eine Auszeichnung zu bekommen, ist für mich etwas ganz Besonderes", freute sich der ehemalige Loffenauer Kämmerer.

"Sie leisten unschätzbare Dienste zum Schutze der Bürger, sagte Bürgermeister Markus Burger. Er zeigte sich zudem froh, das Loffenau eine so gut ausgestattete und ausgebildete Feuerwehr habe.

Den 40. Geburtstag der Jugendfeuerwehr honorierte der Gemeinderat mit einer Sonderzuweisung von 400 Euro. Ein nicht ausreichender Betrag für die Jugendarbeit, fand Burger und rührte kräftig die Werbetrommel. Auf diese Weise kamen 1300 Euro zusammen.

Einen humorigen Blick in die Zeit der Gründung und in die Zukunft des Löschwesens warfen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. 16 Jugendliche sammelten vor 40 Jahren, zu Amtsbeginn von Steigerwald Unterschriften, um die Nachwuchsorganisation aus der Taufe zu heben - was damals nicht unbedingt auf große Gegenliebe altgedienter Floriansjünger stieß. Die kritischen Stimmen sind schon lange verstummt. Von den 40 heute aktiven Feuerwehrkameraden gehörten einst 35 Personen der Jugendfeuerwehr an, berichtete Vanessa Karnath. "Ich war dabei", steht auf einem Button, den die Jugendlichen der Nachwuchsorganisation an die Aktiven verteilten.

115 Mann traten 1927 der von Georg Kein, Bürgermeister und erster Kommandant, gegründeten Wehr bei. Die Höhen und Tiefen der Feuerwehr resümierte Erich Steigerwald bei seiner Festrede. Er erinnerte unter anderem an die Zeit während des Zweiten Weltkriegs, als Frauen und Mädchen die Emanzipation in das Feuerwehrwesen trugen.

Auch der Mitte der 1980er Jahre ersatzlos gestrichenen Feuerwehrabgabe widmete er einige Betrachtungen. Sie spülte immerhin zwischen 20000 und 30000 Mark in den Gemeindehaushalt.

Ebenso haben die Feuerwehrmänner- und -frauen während des Sturms "Lothar" großartiges geleistet. "Wir brauchen die Feuerwehr mehr denn je", schloss Steigerwald.

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