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"Orient-Express" begeistert beim Tag der Arbeit
02.05.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (ham/hap) - Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt - die drei Forderungen prangen auf den roten T-Shirts der Redner der IG Metall am Tag der Arbeit. Claudia Peter als 1. Bevollmächtigte, Heiko Maßfeller als ihr Stellvertreter und Gewerkschaftssekretär Bodo Seiler rücken diese Themen auch in den Mittelpunkt ihrer Reden gestern Morgen auf dem Gaggenauer Marktplatz.

Bei kühlen Temperaturen im einstelligen Grad-Bereich lauschen rund 100 Zuhörer den Ausführungen zum Motto des 1. Mai. Mehr werden es erst gegen Mittag, als die Oldtimer zusätzliche Schaulustige anlocken. Nun herrscht auch mehr Andrang an den drei Ständen der Parteien, die die Veranstaltung der IG Metall flankieren und unterstützen: SPD, Linke und Grüne. Für zusätzliche Stimmung fern der politischen Färbung sorgen die Trommler von Inkluba und "M&Ms Brotherhood" mit rockigem Sound.

Maßfeller erinnert an die vergangenen Betriebsratswahlen. Dabei verweist er nicht nur auf die Erfolge der wieder gewählten und der neuen Kollegen, sondern beklagt, dass "leider auch das Zentrum Automobil, das der AfD nahesteht", bei Daimler in Rastatt Einzug gehalten hat. Mehr Freude bereiten Peter die Ausführungen über "Erfolge, etwa die Gründung eines Betriebsrats bei Pister in Muggensturm", wodurch dort Tarifverträge "wahrscheinlich in zwei Wochen" Einzug hielten. Peter erinnerte außerdem an 385 Konflikte weltweit "mit jeweils mehr als 1000 Toten pro Jahr". Rund um den Globus seien 65 Millionen Menschen auf der Flucht - "so viele Einwohner hatte vor der Wende die Bundesrepublik". In die Zukunft blickte die 1. Bevollmächtigte ebenso: Um den "Umbruch beim Automobil" zu schaffen - schließlich beschäftigt die Branche laut Seiler in der Region mehr als 25000 Menschen - müssten "alle zusammen das Thema angehen".

Am meisten Aufmerksamkeit erhielt gestern das älteste bekannte Fahrzeug aus der Gaggenauer Automobilproduktion: Nach dem Ende der Maikundgebung der IG Metall vor dem Rathaus fuhr es zusammen mit mehreren "Kollegen" aus dem Benz-Werk auf den Marktplatz. Der 1897 in den Gaggenauer Bergmanns Industriewerken gebaute "Orient-Express" ist die neueste Erwerbung des Unimog-Museums. Für dessen Vorsitzenden, Stefan Schwaab, ist der Kauf "wie ein Sechser im Lotto, mit dem wir Besuchern den Beginn der Automobilindustrie im Murgtal eindrucksvoll vor Augen führen können".

Die weiteren fahrbereiten Veteranen aus dem Museum waren ein Benz-Lkw mit Vollgummirädern von 1916, ein Bus von 1936 und ein Unimog aus den 1950er Jahren. Nach einer Stunde mit vielen Fragen zu den verschiedenen Fahrzeugen sowie Demonstrationen, wie früher Lkw-Motoren mit Manpower und einer Kurbel gestartet wurden, ging es auf Tour. Durch Fußgängerzone, Konrad-Adenauer- und Bismarckstraße bewegte sich der Konvoi als rollendes Museum in Richtung Heimat nach Bad Rotenfels.

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