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Schwan trifft falsche Ente
Das 32. Modellbautreffen des SMC Murgtal zieht am Tag der Arbeit einige Schaulustige an, die die Modelle auf dem Wasser beäugen.  Foto: Froese
03.05.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (wof) - Maritimes Flair herrschte am 1. Mai beim 32. Modellbautreffen des SMC Murgtal am Eisweiher in Gernsbach. Auf dem kleinen See zogen Miniaturschiffe unterschiedlichster Art ihre Bahnen. Auch ferngesteuerte Lastwagenmodelle konnten die zahlreichen Besucher auf dem Vereinsgelände in Aktion erleben.

"Wir sind vollkommen zufrieden mit der Resonanz", freute sich der Vorsitzende Maximilian Berg über das rege Zuschauerinteresse bei strahlendem Sonnenschein am Tag der Arbeit. Dank des schönen Wetters kreuzten viele Wasserfahrzeuge gleichzeitig auf dem Weiher. Die aufwendig und detailreich gearbeiteten Modelle sind meist nässeempfindlich, zumindest wenn die Feuchtigkeit als Regen von oben kommt. So aber konnten unter anderem verschiedene Segel- und Motorjachten, Frachtschiffe und Fischtrawler, Dampfboote und Hafenschlepper und sogar der Flugzeugträger "Ronald Reagan" (im Maßstab 1:144) gefahrlos zu Wasser gelassen werden.

Bei den rund 30 Kapitänen handelte es sich zumeist um Gastfahrer von befreundeten Vereinen oder nichtorganisierte Modellbauliebhaber. Sie waren zu dem Treffen im Murgtal unter anderem aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs, aus der Pfalz und dem Elsass und selbst aus Hessen angereist. "Man kennt sich in der Modellbauszene", betonte Berg. Die Murgtäler haben, vermittelt von Freunden aus den Niederlanden, sogar schon mal fünf Tage lang auf der größten Modellbaumesse der Welt in Dortmund ausgestellt.

Das Modell soll können, was das Original auch kann, lautet die anspruchsvolle Devise der Miniatur-Schiffbauer. Im "Planbau" wird zum Teil mit den originalen Werftplänen gearbeitet, natürlich maßstabsgetreu verkleinert. Das SMC-Clubhaus dient gleichzeitig als Werkstätte mit Drehmaschine und Bandsäge, wie der zweite Vorsitzende Rolf Weiß erläuterte. Insbesondere für Einsteiger in das Hobby gibt es auch Baukästen mit Fertigteilen. "Wir helfen gerne", meinte Weiß. Interessierte seien immer willkommen.

Leo Stelzer aus Liederbach bei Frankfurt nutzte das Murgtäler Treffen, um erstmals nach dem Winter wieder im Freien statt im Keller seiner Liebhaberei zu frönen. Er hat, wie er erzählte, einen Schlepper konstruiert, der ein echtes Ruderboot mit mehreren Insassen ziehen kann. Die nötige Energie liefert eine Autobatterie.

Nicht ganz so weit hatte es Günter Westermann aus Weisenbach. Er steuerte sein 35 Jahre altes Feuerlöschboot auf dem Eisweiher. Das Wasser für die funktionsfähigen Löschkanonen wird, wie beim großen Vorbild, direkt aus dem See entnommen. Westermann ist gleichzeitig Flugzeugmodellbauer und beim Lautenbacher Modellflugzeugclub "Albatros" aktiv. "Das Bauen ist das, was den größten Spaß macht, da lernt man auch am meisten dabei", brachte der Murgtäler Modellbauer die Einstellung vieler Hobbytüftler auf den Punkt.

In einem abgetrennten Bereich des Weihers konnten Kinder und Jugendliche mehrere Boote per Fernsteuerung um Bojen lenken. Das Angebot der SMC-Jugendgruppe wurde eifrig genutzt. Auch zu ihren regelmäßigen Treffen jeden zweiten Freitag im Monat könne jeder gerne zum Schnuppern kommen, hieß es.

Zu den Kuriositäten auf dem Wasser zählte ein ferngesteuertes Entenmodell. Echt war dagegen der Schwan, der seit einiger Zeit den Eisweiher zu seinem bevorzugten Domizil erkoren hat. Der große Schwimmvogel hielt etwas Abstand zu den schwimmenden Vehikeln und ließ sich auch ansonsten nicht vom Trubel beim 32. Modellbautreffen des SMC Murgtal stören.

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