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Großbrand in der "Badischen" führte zur Gründung
Volker Steimer (links) und Oliver Schmidt (rechts) überreichen die Plakette 'Partner der Feuerwehr' an Daniel Klerch von der Kartonfabrik Mayr-Melnhof. Foto: Gareus-Kugel
07.05.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - 125 Jahre bewegte Geschichte durchschritten am Samstag in der Ebersteinhalle die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Obertsrot. Den Blick zurück warf Jürgen Götz, der Ehrenabteilungskommandant. Der Musikverein Obertsrot unter der Leitung von Matthias Oefler umrahmte die Feier musikalisch. Durch den Abend führte Nico Fatebene. Die Festgesellschaft begrüßte Abteilungskommandant Oliver Schmidt.

Der Bogen, den der Ehrenkommandant den Abend über schlug, reichte weit bis ins römische Reich zurück und darüber hinaus. Er erinnerte unter anderem an den Brand von Rom und weitere Feuer, die im Laufe der Jahrhunderte Geschichte schrieben. Die Obertsroter Jubelwehr wurde 1893 gegründet und zählt somit zu den ältesten Feuerwehren im Murgtal.

Ein Großbrand in der Badischen Holzstofffabrik hatte zur Abteilungsgründung geführt. Jürgen Götz erinnerte an große und kleine Brände im Dorf und im Umland, an Katastropheneinsätze und technische Hilfeleistungen, die die Feuerwehrkameraden über die lange Zeit hinweg forderten.

125 Jahre, das sind vier Generationen im Dienste von Mitbürgern. "Mit der Jugendfeuerwehr steht die Urur-Enkelgeneration in den Startlöchern", führte Bürgermeister Julian Christ aus. Übungen, Qualifizierungen, Weiterbildungen, die Ausrüstung und die notwendigen Gerätschaften sind die Voraussetzungen für optimale Hilfeleistungen. Als besondere Herausforderungen für die Feuerwehrkameraden in Obertsrot nannte Christ die großen Betriebe, die B462 und die Murg. Es sind Tätigkeiten, bei denen Herz und Verstand sowie ein kühler Kopf gefordert sind.

"Wir stehen als Stadt in der Verantwortung für die Ausstattung der Feuerwehren", auch stehe man zum Feuerwehrbedarfsplan, betonte Christ und fügte hinzu: "Als Stadt Gernsbach sind wir dankbar und stolz, dass Sie sich für das Gemeinwesen engagieren." Die Gefahrenabwehr durch die Feuerwehr nahm auch Ortsvorsteher Walter Schmeiser zum Anlass, einen Blick in die Menschheitsgeschichte zu werfen: "Heute sind in der Wehr Frauen und Männer, die zupacken und die bereit sind, sich zu engagieren." Schmeiser sagte den Feuerwehrkameraden auch für die Zukunft seine Unterstützung - und die des Ortschaftsrats - zu.

"125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Obertsrot, heißt 125 Jahre ehrenamtlicher Einsatz", unterstrich der Gernsbacher Gesamtfeuerwehrkommandant Volker Steimer. In einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement abnehme, "seid ihr das Gegenteil". Steimers Dank galt aber nicht nur den aktiven Wehrleuten, sondern auch deren Angehörigen und Partnern sowie den Betrieben, die ihre Mitarbeiter ohne großes Aufheben im Falle eines Einsatzes ziehen lassen. Eine der Firmen, die er nannte, ist die Mayr-Melnhof GmbH. Dafür erhielt das Unternehmen die offizielle Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbands "Partner der Feuerwehr". Sie nahm Sicherheitsbeauftragter Daniel Klerch entgegen.

An die Leistungen der Alterskameraden und das Zusammenwachsen der Einsatzkräfte nach den Eingemeindungen der Ortsteile erinnerte Manfred Kast, Ehrenkommandant der Feuerwehr Gernsbach und Obmann der Senioren- und Ehrenabteilung.

Die Glückwünsche des Landrats Jürgen Bäuerle und der Kreisfeuerwehren überbrachte Kreisbrandmeister Heiko Schäfer. Er stellte die Frage: "Bei all dem technischen Fortschritt - was wären die Menschen ohne das ehrenamtliche Engagement? Die Jubelwehr hat das Feuerwehrlöschwesen im Kreis geprägt." Genauso wichtig sei aber, dass die Kommunen die Ausrüstungen zur Verfügung stellen. "Eine starke Gemeinschaft ist das, was uns führen und binden soll, die Zukunft zu gestalten", führte Jürgen Segewitz aus, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Landkreis Rastatt.

Zu den Gratulanten zählte Kai Whittacker (MdB, CDU). Er betonte die Werte der Feuerwehren und ihre Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Wertschätzung überbrachte den Feuerwehrfrauen und -männern auch Thomas Hentschel (MdL, Bündnis 90/Die Grünen). In Baden-Württemberg gibt es 116000 Feuerwehrangehörige, das sind alles Helden des Alltags, gratulierte Silvia Felder (MdL, CDU).

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