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Von den Flößern bis zur Feuerwehr
Am Flößerbrunnen beginnt die Führung durch Hörden mit Ortsvorsteherin Barbara Bender (hinten, Mitte) und Bernd Kraft (rechts daneben). Foto: Frammelsberger
07.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Regina Frammelsberger

Gaggenau - Zu einer Führung durch Hörden mit Informationen über Historie und Gegenwart luden am Samstagnachmittag Ortsvorsteherin Barbara Bender und Bernd Kraft vom Verein für Heimatgeschichte ein. 14 interessierte Einwohner aus Hörden und Umgebung folgten dieser Einladung und wurden bei optimalen Wetterbedingungen gut unterhalten und bestens informiert.

Beim Treffpunkt an der Flößerhalle konnte direkt mit der Flößer-Geschichte Hördens gestartet werden, woran der Flößerbrunnen und der große Floßanker erinnern sollen. Einen guten Blick hatte man von dort auf die andere Straßenseite, wo früher das "Kirchl" stand.

Bei allem "Stolz über unsere Geschichte", so Bender, kamen die Ereignisse der Gegenwart nicht zu kurz. So machte die Ortsvorsteherin auf den Stein mit dem zweifachen Hördener Wappen aufmerksam und erzählte vom Kontakt, der seit den 80er Jahren zum gleichnamigen Ort Hörden im Harz besteht. Rechts von der Flößerhalle bestaunte die Gruppe schließlich das in Originalgröße von 28 Metern nachgebaute Floß. Die einzelnen Holzstämme wurden früher mit kräftigen Tannenholz-Wieden verbunden, die Bernd Kraft an seinem von Haselnuss-Wieden umwickelten Wanderstock zeigen konnte.

Vorbei an der Nepomuk-Statue, dem Orts- und Brückenheiligen, ging es weiter zum Wasserkraftwerk, das seit 2012 in Betrieb ist und seitdem umweltfreundliche Energie erzeugt. Die "Gummistiefelbrücke", die dort als Alternative zum gefährlichen Ampelübergang an der Bundesstraße gebaut wurde - bei Hochwasser aber gesperrt ist -, wird laut Barbara Bender von den Schülern leider nicht vollständig angenommen. Die Radfahrer würden sie dagegen gerne nutzen. Ein Judengedenkstein hat dort 2014 seinen endgültigen Platz gefunden und erinnert, wie die Stolpersteine beim ehemaligen Gasthaus Adler, an die 23 jüdischen Familien, die bis zum 2. Weltkrieg in Hörden gelebt haben.

Nächste Station war der sogenannte "Lieblingsfelsen" an der Murg. Die Kombination von Wärme, Wasser und rotem Sandstein führt hier zu einem besonderen Stück Natur mit außergewöhnlichen Pflanzen und Insekten. Aufgrund der großen freien Uferfläche hatten die Menschen in diesem Gebiet die Möglichkeit, einen Auffangplatz für Holz zu errichten. Dazu brauchte man einen Fangrechen für Baumstämme - eine sogenannte Essel. Auch den Ursprung der Spitznamen "Flotzkegel" und "Schmalzloch" konnte Bernd Kraft interessant erklären. Beim Vereinsheim stellte Barbara Bender den "liebevoll gepflegten Sportplatz" vor und erinnerte an die ehemalige Aschenbahn der Leichtathleten, die vor einigen Jahren aufgegeben werden musste.

Als eine "Besonderheit unserer Gegend" beschrieb Kraft die täglich geöffnete Radfahrerkirche. Sie war in Baden-Württemberg die erste ihresgleichen, wird gerne besucht und soll bald erweitert werden. Beim Getränkemarkt zählte die Ortsvorsteherin Geschäfte und Dienstleister Hördens auf und führte die Gruppe schließlich zum Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Hier präsentierten der zweite Kommandant, der Kassierer und der Jugendleiter ihr Löschfahrzeug und das "kleine Feuerwehrauto", bevor sie zum Umtrunk in ihre Räumlichkeiten einluden. Danach ging die Führung auf der anderen Seite des Orts mit Blick auf Kirche, Schule und Kindergarten weiter und fand im Museumshof des Hauses Kast ihren Abschluss.

Die rundum zufriedenen Teilnehmer werden sich den 9. Juni, 13. Juli und 22. Dezember merken, wenn in diesem Innenhof als "einem der schönsten Festplätze im Murgtal", so Kraft, das Sommerfest, die Kulturnacht und der Weihnachtsmarkt stattfinden werden.

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