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Weniger Züge im oberen Murgtal
Verbindungen von Forbach nach Freudenstadt und umgekehrt werden gestrichen.  Foto: av / Mack
08.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Murgtal - Nachtschwärmer und Frühaufsteher haben eine Bahnverbindung weniger zur Verfügung. Zumindest ab dem "kleinen Fahrplanwechsel", der am 10. Juni in Kraft tritt. Und wenn sie von Forbach nach Freudenstadt oder in der Gegenrichtung in der Nacht oder den Morgenstunden unterwegs sein wollen. Der Grund: Die Verbindungen in den "Randlagen" waren zu wenig frequentiert, erläutert Pressesprecherin Sarah Fricke von der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) auf BT-Anfrage.

Früh- und Spätverbindungen im oberen Murgtal sind betroffen. Von Montag bis Freitag entfällt die Verbindung 0.06 Uhr ab Freudenstadt Hauptbahnhof. Ebenfalls gestrichen wird die erste Fahrt sonntags ab Freudenstadt Hauptbahnhof (6.01 Uhr) sowie sonntags ab Forbach 6.18 Uhr mit Ankunft in Freudenstadt um 7.07 Uhr. Montag bis Freitag entfällt künftig auch die Verbindung von Forbach nach Freudenstadt mit Abfahrt um 0.18 Uhr. Man habe den Fahrplan "umrangiert", damit nicht andere Verbindungen mit höherer Fahrgastfrequenz entfallen, so Fricke. Alle Verbindungen auf der Murgtalbahn von Karlsruhe bis nach Forbach bleiben bestehen, macht sie deutlich. Die künftig gestrichenen "Randlagen" habe die AVG bisher auf eigene Kosten bedient, der Landkreis Freudenstadt wird diese nicht übernehmen. Die AVG hat diese Verbindungen angeboten, obwohl sie dafür keine Landesmittel bekam. Die AVG fährt im Auftrag des Landes Baden-Württemberg, so Fricke. Die betroffenen Spät- und Frühverbindungen seien allerdings nicht vom Land bestellt worden. Deshalb habe man vom Landkreis Freudenstadt Geld gefordert, was dieser allerdings ablehnte. Der Fortbestand der Verbindung hätte jährlich rund 100000 Euro gekostet, wie der "Schwarzwälder Bote" berichtete. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hat sich laut "Schwabo" der Freudenstädter Kreistag mit den Veränderungen auf der Murgtalbahn beschäftigt. Für Peter Kupz, den Leiter des Amts für Ordnung und Verkehr beim Landratsamt Freudenstadt, sei der Schritt verschmerzbar. In der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt des Freudenstädter Gemeinderats habe Christoph Gerber, der Leiter des Baurechts- und Ordnungsamts, auf die Streichung hingewiesen. Auch er bezeichnete die Entscheidung der AVG als nachvollziehbar, berichtet die Zeitung.

Beim Thema Personal werde die Situation langsam besser, die AVG bildet eigene Leute aus, erläutert Fricke. Wenn es auch nach wie vor zu kurzfristigen Zugausfällen komme wie dieser Tage auf der Murgtalbahn oder beispielsweise bei der jüngsten Grippewelle. Problematisch werde es, wenn sich bei der dünnen Personaldecke ein Lokführer kurzfristig krankmeldet. Über die sozialen Netzwerke wie Facebook werde über die Streichungen informiert.

Nach wie vor sei die AVG auf der Suche nach Personal. "Quereinsteiger" werden in neun Monaten zum Zugführer ausgebildet - "bei voller Bezahlung", wie die Pressesprecherin unterstreicht.

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