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Naturnah ist nicht ungepflegt
Eine auf den ersten Blick ungepflegt wirkende Grünfläche kann wertvoller sein als gemähter Kurzrasen.  Foto: Jahn
11.05.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Mehr Naturnähe und ein gefälliges Erscheinungsbild: Das will die Stadtverwaltung mit ihrem neuen Grünflächenmanagement erreichen. Die Leiterin der Abteilung Umwelt im Rathaus, Elke Henschel, stellte die zwei Bausteine im Gemeinderat vor.

Erstellung eines Katasters

Festlegung der Pflegeklassen.

Die insgesamt vier Pflegeklassen richten sich nach dem gewünschten oder geforderten Erscheinungsbild und nach der ökologischen Bedeutung.

Sie reichen von Pflegeklasse 1 (intensiv) bis zu Klasse 4 naturnahe Pflege

"Im Hinblick auf die ökologische Vielfalt und den Artenschutz müssen wir als Kommune eine Vorreiterrolle übernehmen", betonte Henschel mit Blick auf die zunehmende Bedeutung einer naturnahen Bewirtschaftung städtischer Flächen. Mit dem Beitritt zum Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt im Februar 2016 habe die Stadt bereits einen wichtigen Grundstein gelegt.

Die Grünpflege der Rasen- und Wiesenflächen soll künftig schrittweise in ausgewählten Abschnitten als naturnahe Pflege ausgeführt werden.

Im Frühjahr 2018 wurden Arbeitsabläufe und Arbeitsweisen in der Stadtgärtnerei vorgestellt und besprochen. Henschel berichtete von einer positiven Grundeinstellung der Mitarbeiter dem Vorhaben gegenüber.

Die Umweltabteilung erstelle Pflegepläne für Musterflächen; im Herbst werde man eine erste Bilanz ziehen bezüglich Arbeitsabläufen, Maschineneinsatz, Arbeitszeiten. Naturnahe Pflege sei nicht gleichbedeutend mit weniger arbeiten wollen: Sie könne zeitaufwendiger sein, erfordere Fachwissen und eventuell auch neue Maschine.

2017 wurden bereits einige Musterflächen naturnah gepflegt. So zum Beispiel im Kurpark auf einer Wiese, die nicht betreten werden darf, oder die Wiese vor der Michelbacher Leichenhalle.

Im laufenden Jahr stehen eine Böschung an der Abfahrt von der B462 am Rothermakreisel in die Bismarckstraße, eine Grünfläche im Innenbereich auf der Heil sowie ein Waldbiotop am Schloss Bad Rotenfels auf der Agenda.

Durch Öffentlichkeitsarbeit will man die Bevölkerung für die naturnahe Pflege sensibilisieren und um Verständnis werben, dass eine ungepflegt wirkende Fläche wertvoller sein kann als ein zu Tode gemähter Kurzrasen. Henschel warb bei den Stadträten um Unterstützung, schließlich würden diese sicher Reaktionen aus dem Kreis der Bürger zu hören bekommen. Der Gemeinderat billigte das Pflegekonzept einstimmig.

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