"Ein Strauß vieler guter Maßnahmen"
Auch für Herrenwies gelten Maßnahmen des Nationalpark-Verkehrskonzepts.  Foto: Margull
17.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - "Das Verkehrskonzept ist Teil des Nationalparkplans", verdeutlichte Nationalparkchef Dr. Wolfgang Schlund. In der Sitzung des Forbacher Gemeinderats informierte er über den Entwurf - allerdings ist dieses noch nicht fertig. Das Stuttgarter Verkehrsministerium ist in die Planung mit eingebunden - "das Konzept ist ein Strauß vieler guter Maßnahmen."

Wie komme ich in den Nationalpark? Wie bewege ich mich dort? Wie informiere ich mich über den Verkehr? Dies seien Kernfragen, die es zu beantworten gelte. Die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen, der Tagestouristen, des Schülerverkehrs, aber natürlich auch der Anwohner und Berufstätigen gelte es zu berücksichtigen, unterstrich Schlund. Auch soll das Nationalpark-Verkehrskonzept mit dem Leader-Projekt "Masterplan Schwarzwaldhochstraße" verknüpft werden. Dort seien an besucherstarken Tagen, egal ob Sommer oder Winter, Verkehrsprobleme zu beobachten. Als Beispiele nannte der die Bereiche Mummelsee und Ruhestein.

Zentraler Punkt des Verkehrskonzepts ist der Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs. So soll gewährleistet werden, dass die Besucher ohne eigene Fahrzeuge in das Nationalparkgebiet kommen. Ein Shuttlebus-System Richtung Murgtal und Bühlertal soll aufgebaut werden - ebenso eine Regionalbus-Linie Baden-Baden-Freudenstadt. Diese könne Herrenwies mit dem künftigen Nationalparkhaus im ehemaligen Rossstall bedienen, so Schlund. Attraktiv wäre es, eine Tarifzone "Nationalpark" auszuweisen. Dann könnten sich die Nutzer in der Nationalparkregion per ÖPNV bewegen.

Wichtig sei die Sicherung und die Beruhigung der B500, der Schwarzwaldhochstraße. Zur Verdeutlichung zeigte Schlund Aufnahmen von teilweise chaotischen Verkehrs- und Parkverhältnissen in der Sommer- und der Wintersaison. Gliederung in Parkzonen, Parkraumbewirtschaftung am Ruhestein und in Herrenwies, Messungen von Geschwindigkeit und Lärm, Querungshilfen für Wanderer sind einige Elemente des Konzepts, die er nannte.

Wichtig ist die digitale Verfügbarkeit der Informationen, aber auch analoge Verkehrsleitung dürfe nicht vernachlässigt werden. Mobilitätsangebote müssten verknüpft werden, beispielsweise durch die Mitnahme von Fahrrädern oder E-Bike-Ladestationen.

Bei der Integration von Internetseiten in das Konzept könne jeder mitmachen, nicht nur der Nationalpark. Wie Buslinien dann zeitlich getaktet werden, das sei Angelegenheit der Kommunen und Kreise. "Taktung kostet Geld", bekräftigte Schlund. Auch soll die Möglichkeit der Maut auf den Bundesstraßen geprüft werden. Die Vergrößerung von Parkflächen sei Angelegenheit der Gemeinden, für Forbach sei dies nicht angedacht, beantwortete der Nationalparkchef die Frage von CDU-Gemeinderätin Sabine Reichl.

Im Nationalparkgesetz ist festgelegt, dass das Konzept bis Ende 2018 zu erstellen ist. Das Verkehrskonzept soll dazu beitragen, den Nationalpark Schwarzwald und die Nationalparkregion zu einem Wegbereiter für eine moderne und nachhaltige Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum Baden-Württembergs zu entwickeln. Das Konzept soll noch im Mai vom Nationalparkrat beschlossen werden. Die Finanzierung der Angebote soll von Land, Kreisen und Gemeinden getragen werden.

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