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Fair statt fies
Bestandteil der Schulsozialarbeit in der Gewaltprävention sind Rauf- und Bewegungsspiele. Foto: Archiv
18.05.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach/Muggensturm (red) - Schulsozialarbeit bietet ein vielfältiges Angebot, das Schwierigkeiten im Schulalltag aufgreift und in einem sozialpädagogischen Rahmen geeignete Lösungen erarbeitet. Das Team der Schulsozialarbeiter der Gernsbacher Realschule, der Von-Drais-Gemeinschaftsschule, des Albert-Schweitzer Gymnasiums und der Muggensturmer Albert-Schweitzer-Schule unter Trägerschaft des evangelischen Mädchenheims Gernsbach leistet hierbei seit vielen Jahren erfolgreiche Arbeit in den Bereichen Prävention, Intervention, Kooperation, Einzelförderung und Elternarbeit.

Im Rahmen dieser Arbeit setzen sich die Fachkräfte der Schulsozialarbeit jedes Schuljahr einen neuen Arbeitsschwerpunkt, der ein bestimmtes Phänomen aus dem Schulalltag in den Fokus nimmt. Um die Ideen zu bündeln sowie die Ressourcen optimal zu nutzen, wollen sich die Beteiligten einem gemeinsamen Jahresthema widmen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt.

Mobbing-Schauplätze verlagern sich

Ziel aller Schulen sei es, innerhalb eines transparenten und verbindlichen Werte- und Normenrahmens Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in einem friedlichen, fairen und sozialen Klima zu entfalten. Gleichzeitig lasse sich unabhängig von Alter und Schulform immer wieder beobachten, dass sich Schüler verbalen und körperlichen Angriffen Anderer ausgesetzt fühlen. Dieses sogenannte Mobbing ist grundsätzlich kein neues Phänomen.

Durch die vielfältige Nutzung sozialer Medien verlagern sich die Schauplätze jedoch vermehrt vom Schulhof in den privaten Bereich. Früher endete das Mobbing meist mit dem Schulweg nach Hause. Heute beginnt es häufig erst dann, wenn das Smartphone wieder eingeschaltet wird. Grundsätzlich zielen die pädagogischen Maßnahmen und Interventionen bei Mobbing auf die Wiederherstellung des Schul- und Klassenfriedens ab. Sie sollen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen schützen und gegebenenfalls wiederherstellen. Im besten Fall gelingt es, emotionale Betroffenheit bei allen zu erzeugen, um zukünftigem Mobbinggeschehen durch Hinsehen und zivilcouragiertem Einschreiten entgegenzuwirken. Aus diesen allgemeinen pädagogischen Zielen ergeben sich folgende konkrete Handlungsfelder für die Schulsozialarbeit - umsetzbar in der Einzelberatung und in Gruppenangeboten:

Schüler noch besser darin zu unterstützen, einen verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien zu erlernen und die Folgen ihres Handels besser abzuschätzen.

Den Demokratiegedanken und die Klassengemeinschaft nachhaltig zu stärken, so dass die Verbindlichkeit erhöht wird, Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Eltern Hilfestellungen bieten, ihren Kindern eine verantwortungsbewusste Mediennutzung näherzubringen und in Bezug auf die Bereitstellung digitaler Medien ihrer eigenen Verantwortung nachzukommen.

Die bereits vorhandenen Interventionsmaßnahmen und Handlungsabläufe bei (Cyber-) Mobbing vonseiten der Schulsozialarbeit für Eltern und Lehrkräfte transparent zu machen und weiter auszubauen.

Zahlreiche Präventionsangebote sind bereits an den Schulen in Gernsbach und Muggensturm vorhanden - zum Beispiel das Projekt "Förderung der Medienkompetenz und Kommunikation über soziale Medien" in Zusammenarbeit mit der Polizei, Projekte zur Gewaltprävention, Stärkung der Zivilcourage und Förderung der Kommunikation und Konfliktfähigkeit oder im Grundschulbereich die Einführung der Wolfs- und Giraffensprache (Gewaltfreie Kommunikation). Auch der Klassenrat mit dem Ziel, Kritik angemessen zu äußern und anzunehmen, die Klassengemeinschaft zu stärken sowie Partizipation zu fördern, wird an den Schulen eingesetzt.

Neben diesen etablierten Projekten bietet die Schulsozialarbeit für das aktuelle Schuljahr einen schulübergreifenden Kreativwettbewerb an, der das Motto "Fair statt fies - gemeinsam für ein respektvolles Miteinander" aufgreift und dessen Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Elternveranstaltung ausgestellt werden.

Die Schulsozialarbeiter planen außerdem Infoveranstaltungen für die Lehrkräfte im Rahmen der Gesamtlehrerkonferenzen.

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